FORUM

Das Wochenmagazin

21 KuK Lebensart Ehec

Ein Jahr nach dem EHEC-Ausbruch

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) haben knapp ein Jahr nach der schweren EHEC-Epidemie in Deutschland eine erste Bilanz der bisher umgesetzten Maßnahmen gezogen: Der EHEC-Ausbruch von Mai bis Juli 2011 stellte die Gesundheits- und Lebensmittelbehörden sowie das medizinische Versorgungssystem vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung hat aber auch Lehren aus den Vorfällen gezogen. Als Konsequenz hatten die Minister beschlossen, die einzelnen Abläufe auf den Prüfstand zu stellen und Schwachstellen zu ermitteln. Die Bundesregierung habe deshalb bereits im August 2011 den Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, das die Übermittlung von Falldaten an das Robert-Koch-Institut deutlich beschleunige. Über diese Sofortmaßnahme hinaus stellt das Gesetz die Weichen, um das Meldewesen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) auf eine einheitliche elektronische Basis zu stellen. Dieses Meldesystem soll insbesondere in Krisenfällen rasch an die jeweiligen aktuellen Erfordernisse angepasst werden können, etwa durch eine kurzfristige Erweiterung der von den Ärzten zu meldenden Angaben. Darüber hinaus regelt der Gesetzesbeschluss gesundheitliche Anforderungen für Personal, das gewerblich mit Sprossen und Keimlingen zum Rohverzehr sowie deren Samen umgeht. Außerdem wird im Infektionsschutzgesetz – gemeinsam mit einer Regelung im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch, der Informationsaustausch zwischen den Gesundheitsämtern und den örtlichen Lebensmittelüberwachungsbehörden bundeseinheitlich geregelt.

Kommentieren

Sie können folgende HTML-Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>