Geringqualifizierte verdienen immer weniger
Die Lohnschere zwischen Gering- und Hochqualifizierten klafft immer weiter auseinander. Darauf wies das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hin. Das Lohnniveau der Geringqualifizierten befinde sich derzeit wieder auf dem bereits Mitte der 80er-Jahre erreichten Niveau. Bis etwa zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung stiegen die Reallöhne auch für die Geringqualifizierten noch deutlich an. Seitdem aber sinken sie. Die Reallöhne der Universitätsabsolventen stiegen dagegen seit Mitte der 80er-Jahre um 22 Prozent, die der Fachhochschulabsolventen immerhin um 17 Prozent. „Deutschland gilt heute als eines der OECD-Länder mit dem höchsten Anstieg der Lohnungleichheit“, stellte IAB-Direktor Joachim Möller fest.
