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Grüne Energie für die Industrie an der Saar?

Mit Interesse habe ich den Artikel von Joachim Penner (“Grüne Energie für die Industrie an der Saar?”) gelesen. Ich stimme ihm grundsätzlich bei seiner Beurteilung zu. Allerdings gebraucht er, wie auch viele Politiker, die sich zu diesem Thema äußern, den Begriff von der “bezahlbaren Energie”. Aber welcher Preis für Energie ist für welchen Verbraucher bezahlbar? Ob man die Industrie oder die privaten Haushalte betrachtet, niemand gibt auf diese Frage eine schlüssige, glaubwürdige  Antwort. Wir brauchen unsere Stromkosten nur mit denen unserer Nachbarn in Frankreich zu vergleichen, um festzustellen, dass es erhebliche Standortnachteile für das Saarland gibt.

Besonders dramatisch stellt sich die Preisentwicklung zum Beispiel für die Privathaushalte dar, vergleicht man die Einkommen von Rentnern oder Hinterbliebenen-Renten-Bezieherinnen, die nicht selten um 1.300 € bzw. 600 € monatlich  liegen; ist dann die kWh für 25 oder 27 ct. noch bezahlbar oder zumutbar? Ganz zu schweigen von den viel zu hohen Strom-Heizkosten, von denen überwiegend alte Menschen betroffen sind. Noch aufschlussreicher  ist der Vergleich von Rentensteigerungen und Energiekosten-Steigerungen bei gleichzeitiger Betrachtung der Entwicklung der Milliardengewinne der Energiekonzerne in Deutschland. Man kommt zwangsläufig zu dem Ergebnis, dass dies ein Skandal ist, der politischen Handlungsbedarf zwingend fordert.

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