Im Traum wurden wir Zeuge eines Gesprächs der großen Weltenlenker
Wenn wir schon mal träumen, dann von etwas richtig Großem! Beispielsweise von den drei genialen Weltenlenkern Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping. Mit addierten 224 Lebensjahren und Dutzenden Jahren Staatsführerschaft bringen sie so viel Weisheit mit, dass wir Normalsterblichen nicht mal im Traum mithalten könnten. Jetzt durften wir in einem unbedachten Moment doch mal träumend miterleben, wie die drei potenten Potentaten mit ihrem nicht mal von ihnen selbst geleugneten Können die Zukunft unserer arg bedrohten Welt regeln, damit Frieden in ihren friedenstauben Herzen einziehen möge.
Wir versuchen im Folgenden, ihre kreativen Gedankengänge nachzuzeichnen, auch wenn wir den genauen Wortlaut nur unzureichend wiederzugeben vermögen:
Trump: „Ach, Wladimir, du kleines Kreml-Monster! Hast in der Ukraine endlich mal richtig aufgeräumt! Heute schon deine Drohnen mit den Bömbchen losgeschickt, um die Anzahl der ukrainischen Zivilisten überschaubar zu halten?“
Putin: „Leider bin ich nicht so schlau wie du, um meinen Zielen einen leicht demokratischen Anstrich zu verleihen! Deinen MAGA-Quark vertrag’ ich nicht. Aber Drohnen kann ich halt mal gut und ihre anmutigen Flugbahnen begeistern mich regelrecht! Schade nur, dass ich das Krachen der Einschläge aus der Ferne nur gedämpft hören kann. Da haben’s meine Soldaten vor Ort besser!“
Xi: „Ich glaube, ich bin von uns allen der einzige ‚lupenreine Demokrat‘, wenn ich Wladimirs lieben Freund mal zitieren darf. Leider ist China aber so unwahrscheinlich klein, dass ich zur weiteren Verbreitung meiner geliebten Demokratie noch ein paar Staaten zusätzlich benötige. Insofern kann ich Wladimir gut verstehen!“
Trump: „Wenn Du da in Deiner zurückhaltenden Art auf Taiwan anspielst: Meinen Segen hast Du, auch wenn mir Taiwan auch ganz gut zu Gesicht stünde. Vielleicht könnten wir uns die Insel ja teilen. Ich würde dir dafür einen Teil von Grönland oder Venezuela abgeben, wenn ich die bald an die USA angegliedert habe!“
Putin: „In Sachen Insel-Annexion bin ich euch wieder mal ein Stück voraus, sodass ich jetzt meinen selbstproduzierten Krim-Sekt genießen kann. Aber auch die Insel Mainau soll ja ganz nett sein! Ich könnte mir durchaus vorstellen, schon bald auch polnisches ‚Bigos‘, lettische ‚Graue Speck-Erbsen‘ oder estnisches ‚Multipuder‘ als traditionelle russische Nationalspeisen präsentieren zu können!“
Xi: „Auch die Liebe zur Demokratie geht halt durch den Magen. Deshalb habe ich schon längst meine ‚Lokal-Politiker‘ ausgesandt, um die Welt mit China-Restaurants zu überfluten und so die westlichen Schwächlinge von innen heraus zu zermürben! Meine neue Seidenstraße wird künftig die vielen chinesischen Lokale noch besser mit Glückskeksen versorgen. Deren eingebackene Botschaften müssen ja nicht so harmlos bleiben wie bisher, wenn mich mein imperialer Ehrgeiz doch mal packt!“
Trump: „Wo wir gerade beim Pfälzer Saumagen sind: Kulinarisch fußt ja Deutschland auf einem Hausrezept meiner Kallstadter Vorfahren, sodass die Pfalz und ihr BRD-Umland geopolitisch auch auf meiner Speisekarte stehen!“
Putin: „Deutschland habe ich auch im Visier, zumal das Brandenburger Tor noch vor gar nicht langer Zeit die Südwest-Grenze meines bescheidenen Reiches darstellte.“
Trump: „Wladi, jetzt mach aber mal halblang. Ich habe dir doch gerade erst die Ukraine geschenkt. Jetzt lass dort erst mal die paar herabgefallenen Ziegel wegräumen. Dann reden wir weiter!“
Xi: „Vergesst bei euren Deals aber mich nicht! Noch schicke ich über Temu und Shein nur billiges Giftzeug in den Westen. Wenn ich die Millionen Pakete irgendwann mal mit Sprengsätzen bestücke, gehen unsere Geschäfte weltweit durch die Decke!“
Trump: „Wenn ich dann nicht einfach die Zölle auf Bomben erhöhe!“
Bevor das Trio seine Ideen weiterspinnen konnte, sind wir zum Glück schweißgebadet aufgewacht. Es hätte nur noch gefehlt, dass einer der drei sich auch noch den 1. FC Saarbrücken unter den Nagel reißen will. Da hätten aber wohl alle doch zu viele Skrupel!