Ob Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen oder einfach mal ein kleiner Snack für zwischendurch: Im „Café Extrablatt“ in Saarbrücken wird jeder fündig. Franchisenehmer und Geschäftsführer Rodi Sabaz sorgt dafür, dass das Haus weit mehr ist als „nur“ ein Restaurant.
Heute bin ich in Saarbrücken unterwegs und besuche das „Café Extrablatt“. Im November 2025 öffnete das Restaurant am Ende der Bahnhofstraße, eingangs St. Johanner Markt, nahe dem Rathaus und dem Kaufhaus Galeria. Drei Jahre lang stand das Gebäude davor leer – an einem der besten und bekanntesten Plätze Saarbrückens. Bevor das „Café Extrablatt“ einzog, befand sich hier über Jahrzehnte ein McDonald’s. Viele Jahre lang war es ein beliebter Anlaufpunkt, und das Haus gehört schon immer zu den wirklich guten gastronomischen Lagen der Landeshauptstadt. Umso größer die Herausforderung, das Ganze nach solch einer langen Zeit des Leerstands wieder mit Leben zu füllen.
Rodi Sabaz ist Geschäftsführer im „Café Extrablatt“ und hat die Herausforderung angenommen, das Haus wieder zu einem lebendigen Treffpunkt zu machen. Wo einst drei Jahre lang die Türen geschlossen waren, tobt wieder das Leben: morgens beim Frühstück, mittags zur Essenszeit und am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Der Standort ist zurück in der gastronomischen Szene Saarbrückens. Schon beim Frühstück kann ich beobachten, dass das kalt-warme Buffet reichlich genutzt wird. Andere Gäste lassen sich lieber am Tisch bedienen, ordern beispielsweise ein Frühstück „Express“. Dieses besteht aus zwei belegten Brötchen nach Wahl, dazu Serranoschinken, Putensalami oder Käse sowie einer Auswahl von Honig, Marmelade oder Nuss-Schoko-Creme. Wieder andere genießen eine Portion Rührei mit Speck oder die Variante mit Spiegelei und gekochtem Schinken. Auch das einfache „Petit Déjeuner“ mit Croissant, Butter, Marmelade oder Nutella läuft gut.
Mir ist an diesem heißen Tag eher nach einem Stück selbstgebackenem und wunderbar schmeckendem Apfelkuchen, dazu ein frischer Kaffee. Das „Café Extrablatt“ hat eine besondere Röstung, die speziell fürs Haus gemacht wird und mir ebenfalls gut schmeckt. Und weil es wie gesagt bei meinem Besuch bereits am Vormittag schon ziemlich heiß ist, bediene ich mich am Buffet noch bei den frisch geschälten Melonen und der Ananas. Herrlich erfrischend.
In Gastrofamilie groß geworden
Dass der Neustart so schnell gelungen ist, hat viel mit dem Engagement von Rodi Sabaz zu tun. Um einen Standort nach so langer Pause neu zu beleben, braucht es Mut, Energie und eine klare Vorstellung, wohin die Reise gehen soll. Sabaz hat diese Chance genutzt und aus dem Saarbrücker „Café Extrablatt“ in kurzer Zeit einen lebendigen Treffpunkt gemacht, der von morgens bis abends funktioniert!
Die durchgehende Frequenz über den ganzen Tag hinweg ist kein Zufall, sondern Teil eines klaren Konzepts. Das Mittagessen beispielsweise ist sehr familienfreundlich gestaltet. Es gibt vier unterschiedliche Wraps, Lasagne, mehrere Salate und Bowls sowie acht unterschiedliche Pizzen. Wer Schnitzel mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten, denn es gibt fünf verschiedene Varianten. Der Fotograf und ich bestellen uns „Chicken M. C. Rösti“, Kartoffelrösti mit Käse und einem gebackenen Hähnchenschnitzel, garniert mit gemischtem Blattsalat, Cocktaildressing, Ananas und marinierten Tomatenwürfeln. Wir teilen wir uns die Portion. Groß genug ist sie ohnehin, und geschmeckt hat sie uns auch.
Rodi Sabaz kennt die Branche von klein auf. Aufgewachsen in einer Kölner Gastronomenfamilie, gehörte der Alltag im Restaurant früh zu seinem Leben. Er weiß, wie viel Arbeit in einen Betrieb investiert werden muss, damit er funktioniert – und wie entscheidend Qualität, Organisation und der Umgang mit Gästen sind. Diese Erfahrung prägt seinen Führungsstil bis heute. Für ihn ist Gastronomie deshalb kein Beruf im klassischen Sinn, sondern eine Berufung, ein Lebensweg. Das schließt auch seine Mitarbeiter mit ein, wie er betont: „Die Weiterentwicklung von Mitarbeitern liegt mir besonders am Herzen. Es macht mir große Freude, Mitarbeiter zu schulen, mein Wissen weiterzugeben und sie in ihrer fachlichen sowie persönlichen Entwicklung zu unterstützen.“ Sein Anspruch ist klar: Das „Café Extrablatt“ soll sich noch weiterentwickeln, noch moderner werden und langfristig erfolgreich bleiben.
In nur einem halben Jahr hat Sabaz das „Café Extrablatt“ in Saarbrücken sichtbar nach vorne gebracht. Auch wenn es Teil einer Franchise-Gastronomiekette ist, hat Sabaz auch eigene Ideen umgesetzt. Das Frühstücksbuffet hat er an der Theke aufgebaut, nicht hinten an einer Wand. Gute Idee! Dabei setzt er nicht nur auf Optik oder Angebot, sondern auf das Gesamtbild: Qualität, Service, Atmosphäre und ein funktionierendes Team.
Er stellt sich zentrale Fragen der Branche: Was erwarten Gäste heute? Wie bleibt
ein Betrieb zukunftsfähig? Und wie schafft man ein echtes Erlebnis? Diese Fragen beantwortet er nicht theoretisch, sondern durch konsequente Umsetzung im Alltag. Sein Hintergrund hilft ihm dabei. Wer in einer Gastrofamilie aufwächst, kennt die Realität hinter dem Betrieb: Erfolg entsteht nicht durch volle Tische allein, sondern durch harte Arbeit, Struktur und Menschen, die zusammenhalten. Für Sabaz ist klar: Gastronomie ist immer ein Geschäft von Menschen für Menschen. Deshalb spielen seine Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Sie sind für ihn nicht nur Teil des Betriebs, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Entsprechend gehören Wertschätzung und Zusammenhalt für ihn zum Alltag. Gerade in einer Branche mit hohem Tempo und viel Druck ist das entscheidend. Ein funktionierendes Team ist die Grundlage dafür, dass Gäste sich wohlfühlen. Gleichzeitig bleibt Sabaz nicht in der Tradition stehen. Die Gastronomie hat sich verändert, Gäste sind anspruchsvoller geworden, Konzepte müssen sich weiterentwickeln. Er stellt sich diesen Veränderungen aktiv. Sein Ziel ist es, das „Café Extrablatt“ zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen.
Große Auswahl über den ganzen Tag
Diese Haltung prägt auch die Atmosphäre im Haus: Das „Café Extrablatt“ lebt nicht nur von Konzept und Einrichtung, sondern vor allem von den Menschen, die dort arbeiten. Zudem sind Frische und Eigenproduktion ein fester Bestandteil des Konzepts und prägen den Charakter des Hauses. So entsteht ein Ort, der sich zwar über den gesamten Tag hinweg verändert, aber ohne dabei seine Identität zu verlieren. So gibt es neben den bereits beschriebenen Gerichten auch für zwischendurch jede Menge Kleinigkeiten: zum Beispiel frisch gebackene Pizzabrötchen, Sweet-Potato-Fries, also Süßkartoffelpommes, mit Dip nach Wahl. Oder vier gebackene Mozzarellasticks im Kräutermantel mit Dip und zwei Pizzabrötchen sowie eine kleine Portion gebackene Tintenfischringe mit Dip nach Wahl und dazu zwei Pizzabrötchen. Die Auswahl ist groß, am besten mal vorbeischauen.
Das Ergebnis zeigt sich täglich, denn am Ende steht ein einfaches Prinzip: Ein erfolgreiches Restaurant ist mehr als ein Ort zum Essen. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Rodi Sabaz hat genau das verstanden – und das „Café Extrablatt“ in Saarbrücken zu einem solchen Ort gemacht. Mir jedenfalls hat alles, was ich probiert habe, richtig gut geschmeckt.