Dritter Tag und endlich Sonne. Der 1. FC Saarbrücken ist nun im spanischen Novo Sancti Petri auch richtig angekommen. Die Bedingungen sind mittlerweile optimal. Der Sturm hat sich verzogen, und der Trainingsbetrieb läuft seit Sonntagnachmittag regulär. Einen Ausfall gibt es zu beklagen: Torwart Tim Paterok hat sich einen Infekt eingefangen. Am Nachmittag fuhr Busfahrer Thorsten Bard nach Sevilla zum Flughafen, um das Talent David Baizel abzuholen, der als dritter Torwart einspringen wird.
Trainer Jürgen Luginger zog die Zügel unterdessen merklich an. Nach einem morgendlichen Strandlauf standen zwei Einheiten auf dem Programm. „Wir sind ja nicht zum Vergnügen hier“, sagte Luginger lachend. Die Mannschaft scheint motiviert und zieht gut mit. Besonders erfreulich: Patrick Sontheimer und Sebastian Vasiliadis können die Einheiten bisher ohne Probleme mitmachen.
Der Tag für die Akteure des 1. FC Saarbrücken ist dabei vollgepackt. Nach den Einheiten ist Regeneration angesagt. Abends gibt es noch eine Videoanalyse und eine taktische Schulung. Das berühmt-berüchtigte Trainingslager-Bierchen müssen sich die Spieler noch verdienen. Ohne Absprache mit dem Trainer darf kein Alkohol getrunken werden.
Luginger, der eine Mischung aus Lockerheit und Strenge verkörpert, weiß um den Ernst der Lage. „Wir werden hier sicherlich auch noch ein paar freie Stunden einstreuen, weil die Mannschaft bisher wirklich gut arbeitet. Aber wir dürfen nie vergessen, auf welchem Platz wir stehen. Es ist eine ganz entscheidende Woche“, sagt der Trainer.
Am heutigen Abend erreichen die Feierlichkeiten anlässlich des Drei-Königs-Tages ihren Höhepunkt. Einige Fans ließen das Nachmittagstraining sausen und fuhren stattdessen nach Cádiz, wo traditionell ein großer Umzug stattfindet. Im Hotel Iberostar Royal Andalus findet am Abend eine Gala statt – die Akteure des Fußball-Drittligisten bekommen davon eher wenig mit. Sie essen in einem abgesperrten Bereich. Die zahlreichen spanischen Gäste werden im Laufe des morgigen Tages abreisen. Danach hat der FCS wie im Vorjahr die Anlage quasi für sich allein.