„Das Gasthaus im Panzhaus“ liegt an der Grenze von Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Speisen spiegeln die Vielfalt der Region wider.
Leider geht die Küche unserer Vorfahren immer mehr verloren. Wirklich schade. Anders macht es „Das Gasthaus im Panzhaus“ –
hier kocht Tim Matela das Gute, oft Althergebrachte, mit regionalen Produkten auf ganz hohem Level. Eingebettet in die reizvolle Landschaft des Hochwalds, an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, ist das „Panzhaus“ weit mehr als nur ein Gasthaus. Seit dem Jahr 1820 steht das familiengeführte Traditionshaus für ehrliche Gastlichkeit und es wird heute bereits in vierter Generation geführt.
Besonders zeichnet das „Panzhaus“ seine enge Verbundenheit mit der Region aus. In der Küche kommen frische, saisonale und regionale Zutaten auf den Teller. Viele Produkte stammen direkt von Erzeugern aus der Umgebung und werden zu traditionellen Gerichten mit zeitgemäßer Note verarbeitet. Das Gasthaus legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und ist Teil der Slow-Food-Bewegung, die sich für bewussten Genuss, regionale Wertschöpfung und handwerkliche Qualität einsetzt.
Hausgemachte Speisen, regionale Getränke und saisonale Aktionen – etwa Wildgerichte oder Fischwochen – spiegeln die kulinarische Vielfalt der Region wider. Zu den regionalen Besonderheiten gehören Spezialitäten aus dem Hochwald sowie Angebote, bei denen heimische Produkte und alte Rezepturen im Mittelpunkt stehen.
Chefkoch Tim Matela erklärt: „Die Karte entstand in den letzten Jahren durch das Regionalnetz von Ebbes von Hei! und Slow Food, also durch die Produzenten und Lieferanten. Wir kaufen in diesen Regionalinitiativen ein. So stelle ich mir das auch vor. Die Gäste wollen wissen, wo ihr Essen herkommt. Und so kann ich sie auch zu diesen Produzenten schicken. Damit auch die Leute aus der Region einen Bezug zu unseren Lebensmitteln bekommen.“
Doch nicht nur die Küche macht den „Panzhaus“-Reiz aus. Seine Lage mitten im Naturraum Hochwald – überall sind Hinweisschilder zum Saar-Hunsrück-Steig – macht das Gasthaus zu einem beliebten Ziel. Nach einer Tour laden im Sommer die Sonnenterrasse oder in den Wintermonaten das Kaminfeuer zum Verweilen ein. Die gemütliche Atmosphäre vermittelt vielen Gästen das Gefühl, ein Stück Heimat gefunden zu haben.
Die Region mit allen Sinnen erleben
Um die Theke herum erstreckt sich der Gastraum. Doch es gibt auch Nebenzimmer. In ersten Nebenraum, gleichrechts nach dem Eingang, sieht es aus wie bei Großmutter. Mit historischen Bildern an den Wänden und vielen liebevollen Details. Mit seiner Verbindung aus regionaler Identität, nachhaltiger Küche und herzlicher Gastfreundschaft ist „Das Gasthaus im Panzhaus“ ein kulinarischer Botschafter des Hochwalds. Wer die Region mit allen Sinnen erleben möchte, findet hier nicht nur gutes Essen, sondern auch ein Stück gelebte Heimat.
Grenzen trennen – so lautet eine weit verbreitete Annahme. Doch im „Panzhaus“ in Greimerath zeigt sich das Gegenteil. Hier wird die geografische Lage an der Grenze seit Generationen als Chance verstanden. Das traditionsreiche Gasthaus verbindet Menschen, Regionen und kulinarische Traditionen auf ganz besondere Weise. Die Grenzlage prägt den Alltag des Hauses. Gäste aus beiden Bundesländern gehören seit jeher zum festen Publikum.
Für viele Saarländer ist das „Panzhaus“ ein beliebtes Ausflugsziel, während Besucher aus Rheinland-Pfalz die Nähe schätzen. Wanderer, Radfahrer und Genießer treffen hier aufeinander – unabhängig davon, auf welcher Seite der Landesgrenze sie zu Hause sind. Das „Panzhaus“ bezeichnet sich selbst als „beste Verbindung zwischen Rheinland-Pfalz und Saarland“ und setzt bewusst auf regionale Küche mit Produkten aus der Hochwald-Region. Und Gäste aus Luxemburg und Frankreich kommen auch!
Wichtig sind den Betreibern Gastfreundschaft, Qualität und Regionalität. Im „Panzhaus“ verschmelzen Einflüsse aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu einer gemeinsamen Genusskultur. Traditionelle Gerichte, regionale Produkte, innovatives Kochen und ein familiäres Ambiente schaffen einen Ort, an dem Grenzen nicht trennen, sondern verbinden.
Gerade in einer Zeit, in der regionale Identität und nachhaltiger Tourismus zunehmend an Bedeutung gewinnen, zeigt das „Panzhaus“, wie aus einer besonderen geografischen Lage ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal werden kann. Die Grenze zwischen zwei Bundesländern ist hier kein Hindernis – sie ist vielmehr das Fundament einer Erfolgsgeschichte, die Menschen aus beiden Regionen an einen Tisch bringt.
Transparenz wird groß geschrieben
Ja, die Mitgliedschaft bei Ebbes von Hei! und die Verbindung zu Slow Food Saarland sind gute Indikatoren für Qualität und Transparenz. Sie sind aber keine Garantie, dass ein Restaurant automatisch besser ist. Beim „Panzhaus“ ist es so: Ebbes von Hei! ist eine Regionalinitiative der Saar-Hunsrück-Region. Mitgliedsbetriebe verpflichten sich dazu, regionale Erzeuger zu unterstützen und hochwertige Produkte aus der Region zu verwenden. Ziel ist es, Herkunft, kurze Lieferwege und regionale Wertschöpfung zu fördern.
Das Gasthaus ist außerdem bei Slow Food Deutschland gelistet und wird vom Slow-Food-Convivium Saarland empfohlen. Slow Food steht für die Prinzipien „gut, sauber und fair“: hochwertige Lebensmittel, möglichst nachhaltige Erzeugung, handwerkliche Verarbeitung, Saisonalität und faire Beziehungen zu den Produzenten. Was bedeutet das praktisch? Die Herkunft der Zutaten ist nachvollziehbarer. Es besteht meist eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten und Manufakturen. Saisonale Produkte werden bevorzugt. Handwerkliche Küche hat Vorrang vor industriell stark vorgefertigten Produkten.
Wem also Regionalität, Transparenz bei den Zutaten, Nachhaltigkeit und handwerkliche Küche wichtig sind, dem liefert die Kombination aus Ebbes von Hei! und Slow Food Saarland durchaus gute Gründe, dem „Panzhaus“ ein höheres Maß an Vertrauen entgegenzubringen als einem durchschnittlichen Restaurant, das keinerlei Angaben zur Herkunft seiner Lebensmittel macht. Betriebe wie „Das Gasthaus im Panzhaus“ sprechen eher für eine überprüfbare Haltung als für bloßes Marketing. Die Betreiber freuen sich sehr, dass das „Panzhaus“ in den „Slow Food Genussführer 2026“ aufgenommen wurde.
Auch die Weinkarte hat viele gute Positionen, neben internationalen Kreszenzen auch welche von rund um Saar und Mosel. Und wenn ich einen Wein von Peter Lauer aus Ayl finde wie im „Panzhaus“, weiß ich: Ich habe einen sehr guten Wein gefunden. Den trank ich auch.
Honigpfannkuchen zum Abschluss
Gegessen haben wir eine „Trassemer Fischsuppe“, zubereitet aus den Fischkarkassen mit Fond, viel Gemüse und schönen Fischfilets. Irgendwie eine regionale Antwort auf die Bouillabaisse. Dieses Gericht verbindet regionale Zutaten mit orientalischen Aromen. Der Bachsaibling, ein feinfleischiger, regionaler Süßwasserfisch von Züchter Marc Rosengarten, mit mildem Geschmack, wird beispielsweise mit der knusprigen Dukkah-Kruste veredelt. Dukkah ist eine traditionelle Gewürz- und Nussmischung aus der Levanteküche, die je nach Rezept aus Haselnüssen oder Mandeln sowie Sesam, Koriander, Kreuzkümmel und weiteren Gewürzen besteht. Sie sorgt für eine aromatische Würze und eine angenehme Knusprigkeit. Als Beilage dient ein Fregola-Linsengemüse. Fregola ist eine geröstete, kugelförmige Pasta aus Sardinien, die durch ihr nussiges Aroma und ihren bissfesten Charakter überzeugt. Gemeinsam mit Linsen und saisonalem Gemüse entsteht eine ausgewogene Beilage, die den zarten Fisch geschmacklich hervorragend ergänzt und gleichzeitig für eine harmonische Kombination aus unterschiedlichen Texturen sorgt. Im „Panzhaus“ steht dieses Gericht für eine moderne, kreative Küche, die hochwertige regionale Produkte mit internationalen Einflüssen verbindet und daraus ein ausgewogenes, aromatisches Geschmackserlebnis schafft.
Zum Abschluss nahm ich Honigpfannkuchen nach Großvater Alois mit Vanilleeis vom „Saargauhof“, dazu Gugelhupf, getränkt mit Black-Hen-Kaffee. Schmeckte auch klasse und war die Bestätigung, dass man mit regionalen Produkten zaubern kann.
Ich kann Ihnen nur empfehlen: Fahren Sie umgehend hin!