Rückkehr zum TSV Havelse
Der TSV Havelse hat Robin Müller erneut verpflichtet. Der Vertrag des 26 Jahre alten Angreifers war nach dem Abstieg aus der 3. Liga ausgelaufen; nun unterschrieb er bei den Niedersachsen bis 2027. Damit erhält Trainer und Sportchef Samir Ferchichi eine zusätzliche Option für die Offensive. Müller absolvierte in der vergangenen Saison 35 Drittliga-Spiele für Havelse, erzielte vier Tore und bereitete fünf weitere vor. Ferchichi hebt vor allem dessen Tempo und Dynamik hervor. Der Stürmer könne damit Spiele entscheiden und habe sich zu einem wichtigen Teil der Mannschaft entwickelt. Für Müller ist es die dritte Saison beim TSV. Der gebürtige Berliner wurde unter anderem bei Hertha 03 Zehlendorf und dem SV Babelsberg ausgebildet. Später spielte er für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli und den MSV Duisburg, ehe er sich Havelse anschloss. Nach einer Phase ohne Vertrag setzt er seine Laufbahn nun beim bisherigen Club fort.
Fairplay-Preis
Die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken gehören zu den fairsten Teams der Regionalliga Südwest. Im Wettbewerb um den Lotto-Fairplay-Preis für die Saison 2025/26 belegten sie den dritten Platz und erhalten dafür 1.000 Euro. Erstmals wurden in dieser Spielzeit auch die Mannschaften der Frauen-Regionalliga ausgezeichnet. Den ersten Platz erreichte der 1. FSV Mainz 05 II, der 3.000 Euro erhält. Rang zwei und 2.000 Euro gingen an den TuS Issel. Der Fußball-Regional-Verband Südwest vergibt die Auszeichnung mit Unterstützung von Saarland Sporttoto und Lotto Rheinland-Pfalz. Für die Wertung zählen unter anderem Verwarnungen, Platzverweise und negative Vorfälle durch Verantwortliche oder Zuschauer. Die Preisgelder wurden am Mittwoch in Koblenz übergeben.
Millionen-Überschuss
Der F.C. Hansa Rostock hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Überschuss von 2,6 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte der Verein bei seiner Mitgliederversammlung mit. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 5,5 Millionen auf 44,2 Millionen Euro. Wirtschaftlich legte der Drittligist damit zu, obwohl der angestrebte Aufstieg in die 2. Bundesliga ausblieb. Einen großen Anteil daran hatten die Fans. Hansa verkaufte 14.300 Dauerkarten und nahm mit Tickets mehr als 9,7 Millionen Euro ein. Auch 46.500 verkaufte Trikots bedeuten einen Vereinsrekord; zusammen mit weiteren Fanartikeln brachte das Geschäft 8,7 Millionen Euro. Die Sponsoringerlöse wuchsen auf 11,6 Millionen Euro. Inzwischen zählt der Club mehr als 31.600 Mitglieder. Die zum Bilanzstichtag 30. Juni ausgewiesenen Fremdverbindlichkeiten stiegen allerdings von 15,86 auf 18,47 Millionen Euro. Diese Zahl bildet die spätere Entschuldung noch nicht ab: Bereits im Juli zahlte Hansa nach eigenen Angaben acht Millionen Euro an die Firma des Investors Rolf Elgeti zurück; auf weitere 1,5 Millionen Euro verzichtete Elgeti. Ermöglicht wurde die Rückzahlung unter anderem durch die Einnahmen aus dem Wechsel von Ryan Naderi zu den Glasgow Rangers.
FC Ingolstadt
Achim Beierlorzer übernimmt
Der FC Ingolstadt hat Achim Beierlorzer als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 58-Jährige folgt auf Sabrina Wittmann, von der sich der Drittligist am Donnerstag getrennt hatte. Als Co-Trainer kommt Markus Feldhoff mit zu den Schanzern. Geschäftsführer Harald Gärtner sieht in Beierlorzers Spielidee eine passende Grundlage für den angestrebten aktiven Fußball mit hoher Intensität. Der neue Trainer arbeitete zuvor unter anderem beim 1. FC Köln, beim 1. FSV Mainz 05 und bei Jahn Regensburg. Mit dem SSV stieg er 2017 als Trainer in die 2. Bundesliga auf. Zuletzt war er in Regensburg bis Oktober 2025 als Geschäftsführer Sport tätig. Beierlorzer selbst sagte bei seiner Vorstellung, er habe „wieder richtig Lust, an der Linie zu stehen“. Sein erstes Pflichtspiel mit Ingolstadt ist für den 11. Oktober angesetzt: Dann empfängt der FCI den SV Wehen Wiesbaden. Zuvor steht am 2. Oktober ein Testspiel beim 1. FC Nürnberg im Kalender.
Nur Union weiter
Während der 1. Runde des DFB-Pokals der Frauen hatten die beiden Zweitligateams aus Berlin schwere Aufgaben gegen Bundesligisten zu erledigen. Am Sonnabend bekam es zunächst Hertha BSC im Olympiapark mit dem 1. FC Köln zu tun: Der Tabellenfünfte aus dem Oberhaus ging dabei nach einer Viertelstunde in Führung, doch die „Westend Girls“ wehrten sich tapfer und wurden noch vor der Pause mit dem verdienten Ausgleich durch Elfie Wellhausen belohnt. Nach Wiederanpfiff gelang den Kölnerinnen jedoch schnell das 1:2 – in der Folge ließen sie Hertha BSC kaum noch eine Torchance und setzten sich letztlich routiniert durch. Tags darauf zwang Viktoria Berlin als Außenseiter Bayer Leverkusen sogar in die Verlängerung, musste sich dann aber doch mit 0:2 geschlagen geben. Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Union zogen dagegen erwartungsgemäß glatt mit 5:0 (Tore: Reissner 2, Bauereisen, Weidauer, Kamber) beim zwei Klassen tiefer spielenden 1. FC Magdeburg in die 2. Runde ein, in der die Köpenickerinnen dann beim HSV antreten müssen.
SCC auf Platz 1
Auch nach dem 6. Spieltag präsentiert sich die Berlin-Liga 2026/27 weiterhin ausgeglichen: Tabellenführer 1. FC Wilmersdorf blieb dabei bereits am Freitagabend ungeschlagen, büßte durch das 1:1 (Tore: Böhm – Voigt) bei Neuling BFC Meteor jedoch seine Spitzenposition ein. Türkspor stand so vorübergehend auf Rang 1, weil der Club beim FC Inter 3:2 siegte (Tore: Söylemez, Kayan, Farhadi – Paya, Schneider), während der SV Empor auf eigenem Platz gegen den TSV Rudow patzte (0:3 – Tore: Iraqui, Kirschner, Günther). Am Sonntag eroberte dann aber der SC Charlottenburg (2:0 bei SD Croatia, Tore: Weber, Badu-Amoah) die Spitze – obwohl das Team von Trainer Marco Wilke eine Partie weniger als die meisten Topteams bestritten hat. Blau-Weiß 90 kommt dazu immer besser in den Rhythmus, fügte SF Johannisthal eine deutliche 5:0-Niederlage (Tore: Lopes de Oliveira 2, Bashev, Rausch, Engel) zu. Auch Viktoria bestätigte den Aufwärtstrend und gewann zuhause ungefährdet mit 4:2 (Tore: Kamdem 2, Anders, Sperling – Walter, Grundmann) gegen den Frohnauer SC.
BAK erklimmt die Spitze
Bereits am Freitagabend gingen zum Auftakt des 6. Spieltags der NOFV-Oberliga Nord zwei Berliner Duelle über die Bühne. Lichtenberg 47 setzte sich dabei in Unterzahl dank eines Elfmetertors von Owczarek 1:0 bei Tennis Borussia durch und rückte in der Tabelle ebenso unter die ersten Sechs vor wie der FC Hertha 03, der gegen die Füchse mit 2:1 die Oberhand behielt. Am Samstag unterstrich auch Eintracht Mahlsdorf seine Ambitionen durch einen 3:1-Erfolg über den FCM Schwerin. Letztlich wurde jedoch der Berliner AK neuer Spitzenreiter, denn der bisherige Primus aus Siedenbollentin gab durch ein 1:1 bei TuS Makkabi am Sonntag Punkte ab. Der BAK aber siegte zeitgleich 3:1 in Neustrelitz und eroberte als einziger bislang noch ungeschlagener Oberligist die „Pole Position“. Trotz des Führungstors von Schade verlor der SV Sparta dazu noch mit 1:2 bei Union Klosterfelde.
Regionalliga Nordost
BFC-Serie hält an
Der BFC Dynamo bleibt aus Berliner Sicht die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Nordost – seit Anfang August ist das Team von Trainer Sven Körner unbesiegt. Auch am 11. Spieltag hielt die Serie zuhause gegen den Greifswalder FC, der durch einen Treffer von Dadashov mit 1:0 bezwungen werden konnte. Somit ist der BFC seit acht Partien ohne Niederlage und holte dabei 18 Punkte – der Lohn: Platz 4 im Klassement. Wieder zurück in der Spur scheint die VSG Altglienicke – zwar war das 1:0 (Tor: Schickersinsky) beim 1. FC Magdeburg II der dritte Dreier in Folge, das Siegen geht den Treptowern aber immer noch nicht leicht von der Hand. Unglücklich verlief dagegen das Gastspiel des BFC Preussen beim Halleschen FC: trotz 2:0-Führung (Tore: Adekunle, Wosz) musste man sich am Ende noch 2:3 geschlagen geben. Auch die 1:5-Pleite (Tor: Yajima) des SV Tasmania fiel erst durch drei Gegentore in der Schlussviertelstunde unverhältnismäßig hoch aus – Hertha BSC II trennte sich dazu 1:1 (Tor: Aslanidis) vom FSV Zwickau.