Keine Berliner Siege
Der Auftakt der Regionalliga Nordost 2026/27 verlief aus Berliner Sicht wenig erfolgreich – nur zwei Unentschieden und drei Niederlagen gab es für sie zu verzeichnen. Dabei war das 3:3 der VSG Altglienicke (Tore: Sylla, Brooks, Nietfeld) im Duell der Aufstiegsaspiranten bei Erzgebirge Aue positiv zu bewerten, denn nach wechselnden Führungen und einem Pfostentreffer der Hausherren gelang den Berlinern noch spät der Ausgleich. Weniger zufrieden mit dem Punkt dürfte man wiederum beim BFC Preussen gewesen sein, der zuhause gegen Neuling RSV Eintracht nicht über ein 1:1 (Tor: Frank) hinaus kam. Der BFC Dynamo verlor seinen Auftakt bereits am Freitag in Erfurt mit 1:4 (Tor: Mattmüller) und lag dabei ebenso bereits zur Pause 0:4 in Rückstand wie tags darauf der SV Tasmania in Magdeburg. Der Aufsteiger unterlag der FCM-Reserve am Ende mit 1:5 (Tor: Berko) – erstes Schlusslicht vor der anstehenden Englischen Woche ist aber Hertha BSC II (0:4 gegen Chemnitz).
Neuer Job für Hamann
Lothar Hamann ist im Nordost-Fußball viel herumgekommen: So war er etwa als Chefscout und Sportlicher Leiter beim 1. FC Union (2002-2005) oder als Kaderplaner in Chemnitz (2014-2018) tätig. Nach Stationen bei der VSG Altglienicke, TSG Neustrelitz und Eintracht Mahlsdorf wird der 74-Jährige nun Sportdirektor beim Berliner AK. Der neue Mann in der sportlichen Leitung zeigte sich dabei auch überzeugt vom „Local Player“-Konzept, das die Moabiter nach dem Abstieg aus der Regionalliga 2025 eingeführt hatten. Dabei gilt ein Hauptaugenmerk bei der Kaderplanung Talenten aus der eigenen Jugendarbeit – das Ziel bleibe, so Hamann, „die sportliche Entwicklung der ersten Mannschaft weiter voranzutreiben.“ Nach Abgängen von wichtigen Stützen wie Beyazit (Tasmania), Geue (Babelsberg) oder Gomes Pereira (Greifswald) hat der BAK aber mit El-Ahmar (Mahlsdorf), Wicht und Yoldas (Hertha 03) auch für erfahrene Neuzugänge gesorgt.
Weitere Wechsel
Nach einigen spektakulären Verpflichtungen hat die VSG Altglienicke kurz vor dem Start der Regionalligasaison den Transfer von Kailan Meller (18, Angriff – Barra FC/BRA) bekannt gegeben. Mitkonkurrent BFC Preussen stellte sogar noch drei Zugänge – Cramer (Osnabrück), Vierling (Greifswald) und Wosz (zuletzt Halle) – vor. In der NOFV-Oberliga Nord hatte sich Eintracht Mahlsdorf früh punktuell, aber hochwertig verstärkt. Letzte Woche folgte mit Jonas Burda (Hertha 03) ein weiterer Neuzugang dieser Kategorie. Trotz der Verluste von Mätzke (Luckenwalde), Meißner (TeBe) oder Noack (BFC) will man am Rosenhag so ein gewichtigeres Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Über 20 Ab- und Zugänge bedeuten für den FC Hertha 03 nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost zwar einen totalen einen Neuaufbau – doch dank gleich neun Spielern vom RSV Eintracht (Meister OL Süd 2025/26), die Trainer Patrick Hinze nach Zehlendorf folgten, kann man auf ein starkes Fundament setzen.folgten, kann man auf ein starkes Fundament setzen.
Berlin
Tests der Oberligisten
Vor Beginn der NOFV-Oberliga Nord am 07. August trieben auch die Berliner Vertreter am vergangenen Wochenende ihre Vorbereitung mit Testspielen vorwiegend gegen Clubs aus der eine Spielklasse tieferen Berlin-Liga weiter voran. Der FC Hertha 03, Absteiger aus der Regionalliga, bewies dabei trotz gewaltigen Umbruchs im Kader beim 6:0 (Tore: Yamada, Plumpe je 2, Yildirim, Steinborn) gegen BW Hohen Neuendorf eine gute Form. Dagegen musste Tennis Borussia gegen Viktoria Berlin eine 1:2-Niederlage (Tore: Meißner – Kamdem, Thiele) verzeichnen, während sich Aufsteiger Füchse gegen den bisherigen Ligakonkurrenten 1. FC Wilmersdorf mit 2:0 (Tore: Hassoun, Appiah) behauptete. Eintracht Mahlsdorf setzte sich beim Süd-Oberligisten VfB Krieschow mit 3:1 (Tore: Tomczak, Millgramm, Reichenberger) durch, der Berliner AK behielt gegen BW Hohen Neuendorf die Oberhand (2:0 – Tore: Reichstein, Chen), während TuS Makkabi sich mit einem 1:1 (Tore: Ceesay – Heye) gegen FC Internationale begnügen musste.
Jakob wechselt zur Viktoria
Viktoria Köln hat seine linke Abwehrseite mit Kilian Jakob verstärkt. Der 28-Jährige kommt ablösefrei von 1860 München, nachdem sein Vertrag bei den Löwen Ende Juni ausgelaufen war. Jakob bringt reichlich Erfahrung mit: Für Türkgücü München, Erzgebirge Aue und 1860 München bestritt er insgesamt 90 Drittliga-Partien, in denen ihm sechs Tore und sieben Vorlagen gelangen. Hinzu kommen 17 Zweitliga-Einsätze für den Karlsruher SC und ein Bundesliga-Spiel im Trikot des FC Augsburg. „Kilian wird unsere Defensive mit seiner Erfahrung und fußballerischen Qualität verstärken“, sagt Viktorias Sportlicher Leiter Valentin Schäfer. Der flexible Linksfuß verfüge über „hohe Geschwindigkeit, Progressivität im Aufbau und eine hohe Aufmerksamkeit“. Jakob ist der neunte Kölner Neuzugang und trifft bei der Viktoria auf seinen früheren Auer Mitspieler Pascal Fallmann. „Als Gegner war es gegen Viktoria nie einfach“, erklärt Jakob. Künftig solle es jede Mannschaft gegen die Höhenberger schwer haben.
Ganda verstärkt Ingolstadts Offensive
Der FC Ingolstadt hat Joseph Ganda verpflichtet. Der 29-Jährige hatte bereits am Training teilgenommen und war mit den Schanzern ins Trainingslager gereist. Nun wurde der Wechsel von Hannover 96 II offiziell bestätigt. Ganda kann auf beiden Flügeln sowie im Sturmzentrum eingesetzt werden. Der frühere israelische U19-Nationalspieler absolvierte zehn Zweitliga-Partien für den SV Sandhausen und sammelte zudem Erstliga-Erfahrung in Israel und Österreich. In 40 Regionalliga-Spielen war er an 13 Treffern beteiligt. „Joseph ist ein variabel einsetzbarer Offensivspieler, der unser Angriffsspiel mit seiner Dynamik und seinen Qualitäten im Eins-gegen-eins bereichern kann“, erklärt Rigo Hof, Koordinator Kaderplanung und Scouting beim FCI. Ganda bringe durch seine Stationen im In- und Ausland „ein interessantes Profil mit“. Der achte Ingolstädter Neuzugang freut sich auf die neue Aufgabe: „Im Trainingslager hatte ich bereits die Möglichkeit, die Mannschaft, das Trainerteam und das gesamte Umfeld kennenzulernen. Dabei habe ich mich von Beginn an sehr wohlgefühlt.“
Verl verpflichtet Leipold
Der SC Verl hat André Leipold unter Vertrag genommen. Der 24 Jahre alte Flügelspieler wechselt vom tschechischen Erstligisten FK Pardubice nach Ostwestfalen und ist bereits ins Trainingslager in Ankum eingestiegen. In der vergangenen Saison war Leipold an den niederländischen Zweitligisten Helmond Sport ausgeliehen, für den er in 31 Partien zwei Treffer vorbereitete.
Zuvor sammelte der siebenmalige Nationalspieler der Philippinen unter anderem bei Darmstadt 98, den Würzburger Kickers und dem österreichischen Zweitligisten SV Lafnitz Erfahrung. Auch 23 Erstliga-Einsätze in Tschechien stehen in seiner Bilanz. „Mit André gewinnen wir einen Tempospieler, der sowohl über die rechte als auch über die linke Seite für Gefahr sorgen kann“, zeigte sich Sportvorstand Zlatko Janjic überzeugt von der Verpflichtung.
3. Liga
Benger nach Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf hat Marcel Benger ablösefrei verpflichtet. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler folgt damit erneut Trainer Alexander Ende, unter dem er bereits bei Borussia Mönchengladbach II, dem SC Verl und zuletzt bei Preußen Münster arbeitete.
Benger kam in der vergangenen Saison verletzungsbedingt lediglich auf 15 Einsätze für Münster.
Nach Endes Entlassung Mitte März spielte er nicht mehr. Zuvor hatte er für Verl 63 Drittliga-Partien bestritten und dabei sieben Treffer erzielt. Darüber hinaus bringt der gebürtige Krefelder Zweitliga-Erfahrung mit. Sportvorstand Samir Arabi bezeichnet Benger als „fußballerisch starken, spielintelligenten und technisch versierten Spieler“, der gut zur Düsseldorfer Spielidee passe.
Der 14. Neuzugang der Fortuna ist nach Jorrit Hendrix und Yassine Bouchama bereits der dritte Profi, der aus Münster an den Rhein wechselt.
„Ich bin stolz, jetzt Teil von Fortuna Düsseldorf zu sein“, sagt Benger. Er wolle hart arbeiten und seinen Beitrag zu einer erfolgreichen Saison leisten.