Neue Trainer
Da sich der BFC Dynamo im Dezember nach dem 0:1 in Erfurt von Trainer Dennis Kutrieb trennte, geht der Regionalligist mit einem neuen Chefcoach in die Wintervorbereitung. Sven Körner (43) bewährte sich dabei zuvor bereits als Assistent im Staff von Kutrieb und soll das Team im zweiten Halbjahr in sicherere Gefilde führen. Mit dem 3:1-Erfolg im Berlin-Pokal beim BFC Preussen konnte dabei bereits vor Weihnachten ein positives Signal gesetzt werden. In der NOFV-Oberliga Nord hat der Berliner AK bereits den dritten Trainer der Spielzeit 2025/26 berufen. Nach der Trennung von Philipp Sternitzke und dem Comeback von Vorgänger Hassan Beltagy hat der bisherige U19-Coach Murat Salar die Geschicke beim Tabellen-14. übernommen. Der 49-Jährige war unter anderem bereits für die VSG Altglienicke (RL Nordost) tätig. In der Berlin-Liga hat der SFC Stern 1900 ebenfalls einen neuen Übungsleiter vorgestellt: Yanik Schottelius (früher Berliner SC) wird Nachfolger von Kai Brandt, danach war Andy Thurau bei den Steglitzern vorübergehend eingesprungen.
Endlich daheim?
Seit dem Aufstieg in die Regionalliga Nordost 2024 muss der FC Hertha 03 seine Heimspiele im Stadion Lichterfelde austragen, denn das heimische Ernst-Reuter-Sportfeld ist als nicht regionalliga-tauglich eingestuft worden. Die dort fehlende Umzäunung war bislang das Hauptargument – gerade wegen der vielen Traditionsvereine in der Nordost-Staffel, die meist mit mehreren Hundert Fans anreisen. Der Verein war bislang mit dem Vorhaben, diese Sicherheitsmaßnahme im Stadion umzusetzen, beim Bezirk auf taube Ohren gestoßen. Doch nun scheint Bewegung in die Angelegenheit zu kommen, wie Präsident Kamyar Niroumand gegenüber fupa.net erklärte: „Die ersten Bauzäune stehen schon in unserem eigenen Stadion – es ist unglaublich, dass wir nach fast zwei Jahren vielleicht ab Februar auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld spielen können“, sagte der 65-Jährige. „Wir und der NOFV haben eine Zusage vom Sportamt für 2026: Wir fangen an, die Punkte im eigenen Stadion zu sammeln – das freut uns sehr.“
Erste Tests 2026
Sollten es die winterlichen Bedingungen in Berlin und Brandenburg zulassen, würden ab diesem Wochenende die ersten Vorbereitungsspiele des lokalen Fußballs stattfinden. Dazu zählen auch die fünf Berliner Vertreter in der Regionalliga Nordost: So ist etwa für Sonnabend die Premiere im Jahr 2026 von Hertha BSC II gegen Ligakonkurrent FSV Luckenwalde geplant (12 Uhr, Olympiapark), ebenso die des BFC Dynamo gegen Oberligist Optik Rathenow (13 Uhr, Sportforum) – dazu gastiert der BFC Preussen beim Drittligisten FC Hansa Rostock (13 Uhr, Spielort noch offen). Der FC Hertha 03 wiederum will am 14. Januar (19 Uhr, Ernst-Reuter-Sportfeld) gegen Union Klosterfelde (Oberliga) erstmals für die „Mission Klassenerhalt“ testen, während die VSG Altglienicke am selben Datum bei Optik Rathenow (18 Uhr, Stadion Vogelgesang) und Hertha II bei Drittligist Energie Cottbus (13 Uhr, Sportplatz am Priorgraben) antreten. Die Regionalliga Nordost startet dann ab dem 30. Januar.
Regionalliga Nordost
Spielerwechsel
Noch wenig Bewegung auf dem Transfermarkt gab es bei den Berliner Vertretern in der Regionalliga Nordost zu beobachten. Beim BFC Dynamo kehrt etwa der erst vor der Saison gekommene Ilian Weber (19, Mittelfeld) zu Oberligist Union Klosterfelde zurück. Die VSG Altglienicke meldete bereits im Dezember die Verpflichtung von Mehmet Ibrahimi, der 22-jährige Angreifer war zuletzt vereinslos (zuvor BW Linz/Österreich) und kam bereits zu zwei Kurzeinsätzen. Nach dem feststehenden Abgang von Routinier Stephan Brehmer (33, zurück in seine Heimat Wilhelmshaven) ist beim BFC Preussen erst noch mit weiterer Bewegung bei Zu- und Abgängen zu rechnen. Bereits nach einem halben Jahr wird auch Mohamed Moradi den FC Hertha 03 wieder verlassen, der Youngster war im Sommer aus der U19 von Energie Cottbus nach Zehlendorf gewechselt. Ebenfalls nach sechs Monaten lassen die 03er außerdem Abwehrspieler Steven Roßbach zu Tennis Borussia (NOFV-Oberliga Nord) ziehen – bei Hertha BSC II kehrt dazu Timur Kesim zurück zu RW Oberhausen (RL West).
Langfristige Bindung
Beim SSV Ulm bleibt Oliver Unsöld auch über die Winterpause hinaus Co-Trainer von Pavel Dotchev. Ursprünglich war der 52-Jährige nur bis zum Jahresende eingeplant, wird nun aber dauerhaft Teil des Trainerteams der Profis. Im athletischen Bereich übernimmt Dominik Mayer künftig die Verantwortung. Er hatte diese Aufgabe zuletzt bereits gemeinsam mit Dr. Sebastian Schulz ausgeübt und fungiert nun, zunächst bis zum Saisonende, als alleiniger Athletiktrainer der Spatzen.
Reise ins Trainingslager
Der Schneefall hat auch Rot-Weiss Essen ausgebremst. Beim Trainingsauftakt nach der kurzen Winterpause war am Sonntag auf schneebedecktem Platz nicht mehr als ein lockerer Aufgalopp möglich. Für das Team von Cheftrainer Uwe Koschinat ist das jedoch nur eine Randnotiz, da der Tross bereits am Montag ins Trainingslager nach Antalya reist und im Urlaubsort Lara weiterarbeitet. Mit dabei ist auch Danny Schmidt, Essens erster Neuzugang in dieser Transferperiode. Der 22-jährige Offensivspieler kommt auf Leihbasis von Fortuna Düsseldorf bis zum Saisonende an die Hafenstraße, eine Kaufoption konnte sich RWE nicht sichern. In der Hinrunde kam Schmidt bei der Fortuna in 13 Pflichtspielen auf zwei vorbereitete Treffer. In der Vorsaison stand er noch 26-mal auf dem Platz und war an sechs Toren beteiligt. Nicht mittrainieren konnten Jaka Cuber Potocnik (Muskelbündelriss) und Tobias Kraulich (angeschlagen). Dafür waren vier U19-Spieler dabei, die ebenfalls für das Trainingslager eingeplant sind: Torhüter Romero Gerres, Linksverteidiger Rael Nakuzola sowie die Verteidiger Brandon-Louis Henze und James Gangnon. Laut „WAZ“ reisen zunächst auch Luca Bazzoli und Nils Kaiser mit in die Türkei, obwohl ihre Zukunft in Essen offen ist. Zudem steht mit Ben Hüning offenbar ein weiterer Neuzugang kurz vor der Unterschrift. Der 21-jährige Innenverteidiger soll für eine Ablöse im mittleren fünfstelligen Bereich aus der U23 von Borussia Dortmund kommen und einen Vertrag bis 2028 erhalten.
Transfer
Streit um Okpala
Der Wechsel von Kennedy Okpala vom SV Waldhof Mannheim zum SC Paderborn sorgt weiter für Diskussionen. Während der Zweitligist den Transfer bereits offiziell vermeldet hat, sieht der Waldhof den 21-Jährigen weiterhin als Teil seines Kaders an. Nun hat sich Okpalas Berater Markus Peter zu Wort gemeldet und erhebt Vorwürfe gegen den Verein. Peter erklärt, der Waldhof sei seit Monaten über Okpalas Wechselabsichten informiert gewesen. Die im Vertrag festgeschriebene Ausstiegsklausel in Höhe von 550.000 Euro sei nie infrage gestellt worden. Ende November habe man den Verein über den bevorstehenden Wechsel informiert und zur Abwicklung aufgefordert. Da der Waldhof dem nicht nachgekommen sei, habe Okpala fristlos gekündigt, um seine Rechte zu wahren. Waldhof-Geschäftsführer Gerhard Zuber kündigte eine rechtliche Prüfung an, sodass eine Klärung vor dem Arbeitsgericht möglich ist. Sollte die Kündigung als rechtmäßig gelten, würde Mannheim keine Ablöse erhalten. Beim SC Paderborn gibt man sich gelassen. Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange betont, der Transfer sei ordnungsgemäß erfolgt, weist aber darauf hin, dass Okpala erst nach Erteilung der Spielgenehmigung eingesetzt werden darf.
Schweinfurt holt Özden zurück
Der 1. FC Schweinfurt hat Mustafa Alper Özden zurückgeholt. Der 19-Jährige spielte bereits in der Jugend für den FC05, ehe er 2019 zum FC Ingolstadt wechselte. Dort durchlief der Mittelfeldspieler sämtliche Nachwuchsteams und schaffte im Sommer den Sprung aus der U19 in die Zweite Mannschaft. In der Hinrunde kam Özden 13-mal zum Einsatz und erzielte ein Tor, zudem gehörte er fünfmal zum Drittliga-Kader der Schanzer, blieb dort aber ohne Einsatz. Spielpraxis sammelte der U19-Nationalspieler der Türkei im Landespokal. „Wir hatten Alper in den vergangenen Jahren stets im Blick“, erklärt Geschäftsführer Markus Wolf und betont die positive Entwicklung des Rückkehrers. Mit der Verpflichtung setzt der FC05 erneut auf regionale Identität und nachhaltige Nachwuchsarbeit.