Ausstellung
Modernes Kunsthandwerk
Der Berufsverband Handwerk Kunst Design Saar e. V. präsentiert vom 26. September bis 18. Oktober 2026 zeitgenössisches Kunsthandwerk in der Handwerkskammer des Saarlandes. Elf Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Frankreich zeigen aktuelle Arbeiten und geben Einblick in die Vielfalt handwerklicher Gestaltung. Zu sehen sind Arbeiten aus Holz und Glas, Textil und Porzellan, Keramik, Kalligrafie und Pappmaché sowie Schmuckobjekte. Die Ausstellung verbindet traditionelle handwerkliche Techniken mit eigenständigen zeitgenössischen Formen und künstlerischen Positionen. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich Materialien interpretiert und handwerkliche Verfahren weiterentwickelt werden können. Zugleich unterstreicht die Beteiligung von Gestalterinnen und Gestaltern aus drei Regionen den grenzüberschreitenden Austausch, der die Kunsthandwerksszene im Saarland prägt.
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 25. September, um 18 Uhr. Am 26. und 27. September findet zudem jeweils von 11 bis 18 Uhr ein Galerie-Shop statt. Dann sind Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker persönlich vor Ort und bieten ausgewählte Arbeiten zum Verkauf an. Die Ausstellung ist in der Handwerkskammer des Saarlandes, Hohenzollernstraße 47–49 in Saarbrücken, zu sehen.
Mehr unter: www.kunst-handwerk-saarland.de
Künstlerinnen im Mittelpunkt
Die Aktion Kultur Heusweiler präsentiert in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Saar und der Gemeinde Heusweiler am Sonntag, 27. September, 17 Uhr, im Rathausfestsaal das Lied-Duo Hartmann & Baier mit seinem Konzertprogramm
„(Un)erhört Weiblich“.
Sopranistin Lana Hartmann und der Pianist Alexander Baier widmen sich darin vier bedeutenden Komponistinnen: Fanny Hensel Mendelssohn, Gustava Bley, Clara Schumann und Nadia Boulanger.
Auf hohem musikalischem Niveau verbinden die beiden das Liedschaffen mit Einblicken in Leben und Wirken der Künstlerinnen und machen so deren herausragende Bedeutung für die Musikgeschichte erlebbar. Die Veranstaltung wird durch die Arbeit und Kultur Saarland gGmbH gefördert.
Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro sind über www.aktion-kultur-heusweiler.de sowie bei Schreibwaren Mariani und Schreibwaren Am Markt erhältlich.
Weitere Informationen finden sich unter www.aktion-kultur-heusweiler.de.
Kulturverführung
Lesung: Manchmal denke ich, ich sei an Jahren alt genug, um von allen Gräueln, die die Nationalsozialisten begangen haben, Kenntnis erhalten zu haben. Die jüdische Bevölkerung wurde unter tatkräftiger Hilfe der Nationalsozialisten aus dem Irak vertrieben. Das habe ich nicht gewusst. Die Stiftung Demokratie Saarland mit Ludwig Hofstätter und SRkultur lädt den Autor Usama Al Shahmani ein, der einen Roman geschrieben hat über ein „Stück irakischer Geschichte und abgeschnittene Lebensfäden, untrennbar verbunden mit dem Nahostkonflikt, der kolonialen Vergangenheit Europas und dem Nationalsozialismus“. „In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied“, Autorenlesung Usama Al Shahmani, Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, Karten: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Telefon: 0681-95805464, E-Mail: buchhandlung.st.johann@t-online.de, Stiftung Demokratie Saarland, Europaallee 18, 66113 Saarbrücken
Liederabend: Mit Liebe wird alles gut und irgendwann kommt sie zu jedem – auf die ein oder andere Weise, behaupten Melitta Bach und Daniela Kunzen, am Klavier begleitet von Daniel Krüger. Ensemble Unverhofft – „Liebe und was sonst noch Leiden-schaf(f)t“, Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, Karten: Ticket Regional und telefonisch: 06861-93670, Cloef-Atrium, Orscholz, Mius-Kiefer-Straße, 66693 Mettlach-Orscholz
Oper: Furios eröffnet wurde am Saarländischen Staatstheater die Saison 2026/27 im Großen Haus mit der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Sergei Prokofjew. Wie soll Theater sein? Tragisch, komisch, lyrisch? Die verschiedenen Fraktionen melden sich aus allen Richtungen und geben ihren Forderungen lautstark Ausdruck. Gibt es ein Stück, das allen, allen Ansprüchen genügt? Ja! „Die Liebe zu den drei Orangen“. König Treffs Sohn ist in hypochondrische Depression verfallen. Man setzt am Hof eine Intrige in Gang. Man will die Macht übernehmen und verhindern, dass der Prinz lacht, was ihn retten könnte. Jedoch: Der Prinz lacht über die Zauberin Fata Morgana, die ihm die Liebe zu den drei Orangen anhext. Der Träge wird putzmunter und sucht die Angebeteten. Die Oper scheut keine komisch-skurrilen Momente, wenn in ernsthaftem Gesang vor dem Löffel der Köchin gewarnt wird. Bald erweist sich: Mehr als der Löffel ist die Köchin zu fürchten. Für Menschen ab 12 ist das Stück ideal, um in Kontakt mit dem als schwierig geltenden Genre Oper zu kommen. Diese Oper in dieser Inszenierung ist ein großer Spaß – für Menschen jeden Alters! „Die Liebe zu den drei Orangen“, nächste Termine: Samstag, 19. September, Freitag, 2. Oktober, Dienstag, 13. Oktober, jeweils 19.30 Uhr, www.staatstheater.saarland • Michaela Auinger