Konzert
Aus Fischer wird Knef
Eine musikalische Verbeugung vor der Grande Dame Hildegard Knef wird am Mittwoch, 4. März, in der Stadthalle Merzig geboten. Chansonnier und Schauspieler Tim Fischer ehrt die Künstlerin ab 19.30 Uhr mit seinem Programm „Na und“. Die zeitlose Musik von Hildegard Knef, deren Songtexte von hochkarätigen Komponisten wie Charly Niessen, Kai Rautenberg und Hans Hammerschmid vertont wurden, hat Millionen Menschen bewegt. Die emotionalen, oft tragikomischen Geschichten, die Wärme, Mut und Zerbrechlichkeit ausstrahlen, haben noch heute Bestand. Tim Fischer, begleitet von seiner Band, bestehend aus dem Pianisten, Arrangeur und musikalischen Leiter Mathias Weibrich, aus Lars Hansen (Bass) und Bernd Oezsevim (Drums), taucht in seinem Konzert in die Liederwelt der Künstlerin ein. Er erschafft ihr virtuos und stilsicher ein musikalisches Monument. Im vergangenen Dezember hätte Hildegard Knef ihren 100. Geburtstag gefeiert. An diesem Abend darf sie durch Tim Fischer noch einmal lebendig werden.
Weitere Informationen und Restkarten: www.villa-fuchs.de
Die Seele der Industrie
Am Freitag, 6. März, findet in der Städtischen Galerie Neunkirchen ein Vortrag zur Ausstellung „Industrie/Bilder | Walter Bernstein zum Jubiläum“ mit dem Geografen Delf Slotta statt. In den Blick genommen wird die Darstellung industrieller Landschafts- und Arbeitswelten, bei der Walter Bernstein im Saarland eine bedeutende Stellung einnimmt.
Bernstein (1901 bis 1981), geboren in Neunkirchen, zählt zu den bedeutendsten saarländischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Während einer handwerklichen Ausbildung und Studien in Nürnberg sowie an den Staatlichen Kunstschulen in Berlin entwickelte er seine charakteristische Bildsprache. Seine Bilder zeigen Fabrikhallen, Maschinenparks, Förderanlagen und architektonische Strukturen in einem neuen, mitunter poetischen Licht. Nach dem Abendvortrag am Freitag, 6. März, 18 Uhr, findet am Sonntag, 8. März, 15 Uhr die Finissage statt.
Weitere Informationen: www.staedtische-galerie-neunkirchen.de
Kulturverführung vom 27. Februar 2026
Musik: Kleopatra, Ophelia und Salome setzt Mélanie Bonis mit Orchesterstücken ein Denkmal. Carl Nielsen greift in seiner Zweiten Sinfonie die antike Lehre von den „vier Temperamenten“ auf. Das Klavierkonzert in B-Dur KV 595 ist das letzte vollendete Klavierkonzert Mozarts. Der Pianist Paul Lewis, einer der führenden Interpreten des mitteleuropäischen Klavierrepertoires, spielt. „Legendäre Frauen und musikalische Temperamente – 5. Matinée der Deutschen Radio Philharmonie“, Sonntag, 8. März, 11 Uhr, Congresshalle Saarbrücken, Karten: Buchhandlungen Bock & Seip in Saarbrücken, Merzig und Saarlouis, Telefon 0761-88849999.
Familienkonzert: „Eine Arena voller Klangrekorde, Rätsel und Überraschungen.“ Ich möchte dabei sein, aber da muss ich wohl ein Kind ausleihen. Das Familienkonzert dauert ungefähr eine Stunde, wird Kindern ab fünf Jahren empfohlen, die die Kulturverführung nicht lesen. Die Deutsche Radio Philharmonie spielt Benjamin Brittens Werk „The Young Person’s Guide to the Orchestra“. Das Publikum reist, humorvoll moderiert von Ingrid Hausl, durch das Klanguniversum. „Orchesterolympiade der Deutschen Radio Philharmonie“, Sonntag, 15. März, 10 Uhr, Großer Sendesaal des Saarländischen Rundfunks, Tageskasse: 6 Euro, Buchhandlungen Bock & Seip in Saarbrücken, Merzig und Saarlouis, Telefon 0761-88849999.
Musik: Francis Poulenc? Ja! Französischer Komponist, Zwanzigerjahre – sage ich. Ja, habe ich im CD-Regal – muss ich suchen. Francis Poulenc finde ich gut, selbst wenn ich ihn nicht fände – sonst wäre er nicht im Haus. Francis Poulenc besser kennenlernen? Ja, gerne, und live! Selbstverständlich nicht ihn persönlich, er ist tot in Paris – Friedhof Père-Lachaise, hat mir Freundin Wiki verraten. Und: „Er war ein herausragender Pianist, und die Klaviermusik dominierte sein frühes Werk.“ Der herausragende Pianist Thomas Layes spielt am historischen Zeitter-&-Winkelmann-Flügel Klavierwerke von Francis Poulenc. Ralf Peter moderiert „Moine et voyou / Mönch und Strolch“. Klingt danach, dass Francis Poulenc eine interessante Persönlichkeit gewesen sein muss. Der Programmtitel scheint Musikstücke sowohl mit Leichtigkeit als auch mit Tiefgründigkeit zu assoziieren. Einige seiner Kompositionen werden als „schelmisch und elegant“ beschrieben. Vier Jahre vor seinem Tod 1963 komponierte er sein letztes Klavierstück, eine „Hommage à Édith Piaf”, die beim 32. „Musik-Salon am Sonntag“ gespielt wird. „Moine et voyou / Mönch und Strolch“ – Klavierwerke von Francis Poulenc, Sonntag, 1. März, 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr), Eintritt frei, Hutspenden erbeten, E-Mail-Reservierung: terminus.sb@mail.de oder telefonisch: 0681-95805058, Kulturbistro Terminus, Bleichstraße 32, 66111 Saarbrücken. Michaela Auinger