Kriminaltheater
Die 39 Stufen
Ein unerwarteter Abendgast, eine mysteriöse Warnung und ein Tod, der viel zu plötzlich kommt – für Richard Hannay beginnt damit ein Abenteuer, das sich deutlich weniger logisch verhält als sein sonst so geordnetes Leben. Kaum setzt er den Fuß auf die erste wackelige Stufe dieses Abenteuers, gibt sie schon nach – dann die nächste. Und ehe er sich versieht, steht er mitten in einer Geschichte, in der jedes Detail plötzlich verdächtig wirkt. Im Zentrum all der Rätsel steht eine mysteriöse Organisation: „Die 39 Stufen“. Was sie plant? Unbekannt. Was sie auslöst? Einen wilden Mix aus Spannung, Verfolgung und überraschend komischen Momenten. Denn die Grenze zwischen Gefahr und Situationskomik ist hier ziemlich dünn. Das Ensemble des Berliner Kriminaltheaters bringt die Kriminalkomödie „Die 39 Stufen“ von John Buchan und Alfred Hitchcock ab dem 2. April auf die Bühne. „Es ist eine Kriminalkomödie mit Tempo, Witz und einer guten Portion Ironie. Ein Theaterabend, der zeigt, wie rasch vermeintliche Gewissheiten ins Wanken geraten – und wie unterhaltsam es sein kann, dem Unbekannten dichter auf die Spur zu kommen“, verspricht Line Urbanek vom Kriminaltheater-Team.
Termine und Karten: www.kriminaltheater.de
Vier neue Kunstpreise
Der Hamburger Bahnhof in Berlin hat als Nationalgalerie der Gegenwart vier neue Auszeichnungen verliehen: den Hamburger Bahnhof Studio Award an Abdulhamid Kircher, Monilola Olayemi Ilupeju und Jonas Roßmeißl, den Lifetime Achievement Award an Mona Hatoum, den Global Arts Patronage Award an Kiran Nadar sowie den Changemaker Award an die Delfina Foundation. Mit den Auszeichnungen würdigt das Museum Menschen „für ihren nachhaltigen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst und setzt zugleich ein Zeichen für die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler“, teilen die Staatlichen Museen zu Berlin mit. Die Auszeichnung findet ab sofort jährlich statt. Cate Blanchett, Schauspielerin und Mitgastgeberin der Preisverleihung, sagte: „Wir feiern unter anderem einen Ort, der kreative Kakofonie zulässt, an dem verschiedene Stimmen, Visionen und Energien aufeinandertreffen. Orte wie der Hamburger Bahnhof sind unverzichtbar, um diese Reibungen, dieses zutiefst menschliche Verlangen erleben zu können.“
Kulturverführung vom 27. März 2026
Theater: Am 16. Oktober 1906 stürmt der Schuster Wilhelm Voigt das Rathaus von Köpenick – verkleidet als Hauptmann und mit zwei Trupps obrigkeitshöriger Soldaten im Gefolge. Ein spektakulärer Coup und eine der komischsten Geschichten der deutschen Geschichte, weil sie einer Gesellschaft im Uniform-Taumel den Spiegel vorhält. Als Carl Zuckmayer den Stoff 1931 für die Bühne bearbeitete, ging er damit auch in Opposition zum nationalsozialistischen Regime, wofür ihm Joseph Goebbels in Aussicht stellte – gleich seiner Hauptfigur –, ein preußisches Zuchthaus von innen kennenzulernen. Der Schauspieler Max Hopp, selbst in Köpenick geboren, gestaltet beim Berliner Ensemble eine szenische Lesung mit diesem berühmten Berlin-Stoff. Er liest und spielt bis zum 27. April den Schuster Voigt genauso wie den Uniformzuschneider Wabschke, Bürgermeister Obermüller, die Plörösenmieze und viele andere Figuren aus dieser Köpenickiade. Begleitet wird er von der Musikerin Doris Decker, die zusammen mit Marlon Mausbach die Bühnenmusik komponiert hat. Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin, Karten und Informationen: www.berliner-ensemble.de
Ausstellung: Bis zum 28. Juni ist die gerade eröffnete Ausstellung „Queere Kunst in der DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“ im Mitte-Museum zu sehen. Anhand der Biografien von neun Künstlerinnen und Künstlern sowie ihrer Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Fotografien – zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich die Kunstschaffenden mit den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Zeit umgingen und inwiefern die sexuelle Orientierung ihre künstlerische Arbeit und berufliche Entwicklung beeinflusste. Weiterhin geöffnet ist auch die Dauerausstellung zur Geschichte von Berlins Mitte: „Gewachsen auf Sand“. Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin, der Eintritt ist frei, Informationen: www.mittemuseum.de
Konzert: Nicht nur Dichterinnen und Dichter, auch Musikerinnen und Musiker können sich dem Publikum in einem Wettbewerb stellen – und sie tun das auch. Und zwar am Freitag, 3. April, ab 20 Uhr. Beim Songslam Kreuzberg kämpfen sechs Singer/Songwriter mit selbstgeschriebener Musik in einem der renommiertesten Clubs der Stadt um die Gunst des Publikums und ballern denen, die sie zu ihren Fans machen wollen, mit der Aussicht auf Ruhm, Fame und Schnaps ihre Tracks in die Ohren. Danach wird eine Party gefeiert. Die Kiezpoeten, die seit vielen Jahren Poetryslams und nun auch den Songslam veranstalten, sind auch auf der Suche nach neuen Talenten, die sich bei einem der kommenden Wettbewerbe auf die Kreuzberger Bühne stellen wollen. Privatclub, Skalitzer Straße 85, 10997 Berlin, Tickets und Informationen: www.privatclub-berlin.de und www.kiezpoeten.com Martin Rolshausen