Kettenfabrik
Das North Sea String Quartet (NSSQ) zählt zu den experimentierfreudigsten genreübergreifenden Streichquartetten Europas. Das in den Niederlanden ansässige Ensemble wurde 2016 gegründet und hat sich seither eine einzigartige Identität an der Schnittstelle von Klassik, Jazz und Weltmusik erarbeitet. Interessierte können seine Musik am Sonntag, 13. September, in der Kettenfabrik in St. Arnual erleben.
Alle Mitglieder des NSSQ haben eine klassische Ausbildung und können die Improvisation in all ihren Möglichkeiten ausloten. Das neueste Projekt des Quartetts, Zonar, entwickelt den etablierten Sound konsequent weiter, indem es das akustische Streichquartett in die Klangwelten der elektronischen Musik eintauchen lässt. Durch unkonventionelle Spieltechniken, präparierte Instrumente und kollektive Kompositionen erkunden sie Texturen aus Electronic Dance Music, Ambient und experimenteller Musik und bleiben dabei stets dem Klangcharakter des akustischen Streichquartetts treu.
Neben ihrer Konzerttätigkeit legen die Mitglieder des Quartetts Wert darauf, die nächste Generation von Streichern zu inspirieren. Sie haben zahlreiche Improvisationsworkshops für junge Musiker im In- und Ausland geleitet.
Weitere Infos: www.ketten-fabrik.de
Spiel für Musikexperten
Am 2. September wartet der etwas andere Bingo-Abend im Garten des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs in Merzig. Es gilt, Musik zu erkennen und richtig einzuordnen. Beim Hitster-Bingo handelt es sich um eine schnelle und unterhaltsame Party-Variante des beliebten Musikspiels Hitster, bei dem sich alles um bekannte Songs aus den vergangenen Jahrzehnten dreht. In der ursprünglichen Variante müssen Spieler einschätzen, wann ein Musiktitel erschienen ist. Dabei muss man nicht unbedingt Titel oder Interpret kennen, oft reicht schon ein gutes Gespür dafür, aus welcher Zeit ein Song stammt. Der Bingo-Abend funktioniert etwas anders: Statt Jahreszahlen den richtigen Songs zuzuordnen, müssen beim Hitster-Bingo berühmte Songs erkannt werden und damit eine Bingo-Karte gefüllt werden. Durch das Spiel führt Moderator, Entertainer und Podcaster Oliver Seidel.
Einlass ist um 17 Uhr, Veranstaltungsbeginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter:
www.villa-fuchs.de/veranstaltungen
Kulturverführung vom 28. August 2026
Freistil_Festival: „Zeitgenössische Theater-, Tanz-, Musik- und Performanceproduktionen, die neue Formen erproben“ verspricht das Netzwerk Freie Szene Saar e. V. ab 18. September, denn dann wird das Freistil_Festival eröffnet. Die Website ist bereits freigeschaltet, daher lässt sich das vielfältige Programm virtuell erkunden, was ich auch schon gemacht habe. Spannend erscheint das Schauspiel „Hierarchie“, das Theater mit Ethologie, der Wissenschaft vom Verhalten der Tiere, zu verbinden versucht. Auch interessant: Das Schauspiel „Odysseus“, Weltliteratur wird zum Solo für Eva Kammigan. Sie spielt den griechischen Helden, der nach 20 Jahren Abenteuern und Irrfahrt heimkehrt, und viele weitere Rollen. Macht mich neugierig: Mit „Orpheus’ Unterwelt“ versprechen Elizabeth Wiles, Lisa Ströckens, Ralf Peter und Thomas Layes einen „Musiktheater-Coup mit Jacques Offenbachs Meisteroperette“. „Freistil_Festival“-Auswahl: „Hierarchie“ mit Élodie Brochier, Silvia Gallerano, Daria Lippi, Silvia Mercuriali, Juliette Salmon, Virginie Vaillant, Samstag, 19. September, 18.30 Uhr; „Odysseus“, Sonntag, 20. September, 17.30 Uhr; „Orpheus’ Unterwelt“, Sonntag, 20. September, 20 Uhr; Eintritt jeweils: 15 Euro/ermäßigt 12 Euro; Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Rathausstraße 75-79, 66333 Völklingen, Infos und Kartenvorverkauf (Menschen mit Behinderung erhalten vergünstigte Eintrittspreise): freistil-festival-saar.de
Chorgesang: Ein Festival der Superlative ist in St. Wendel zu erleben. An die 3.000 Sängerinnen und Sänger werden singen, freilich nicht gleichzeitig. Ungefähr 110 Chöre treten beim größten Chorfestival des Jahres im Südwesten Deutschlands auf, das der Saarländische Chorverband e.V. organisiert hat. Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – alle Stimmen sind zu hören. „Sing City“, Samstag, 5. September, In- und Outdoor-Bühnen, Innenstadt St. Wendel, www.saarlaendischer-chorverband.de
Vortrag: Ein bisschen musste ich grinsen, als ich auf unserer Website www. magazin-FORUM.de eine Überschrift las, die ich vor vier Jahren gewählt hatte: „Eine Supermacht zerbröselt“. Das römische Imperium, war gemeint. Wie ist das Imperium entstanden? „Die Expansion Roms von einem kleinen Staat in Mittelitalien zu einem Großreich war ein langwieriger Prozess, der aggressive militärische Eroberungen mit Diplomatie und Integrationsstrategien verband“, erklärt das Museum für Vor- und Frühgeschichte und kündigt den Archäologen Prof. Dr. Manuel Fernández-Götz von der Universität Oxford an, der mehr zum Thema sagen wird. „Konfliktarchäologie – Die römische Eroberung und ihre Folgen“, Mittwoch, 2. September, 18 Uhr, Eintritt frei, Schlosskirche, Am Schlossberg 6, 66119 Saarbrücken Michaela Auinger