Perseiden
Nachts an der Saarschleife
Aktuell lohnt sich ein Blick in den Nachthimmel: Die Perseiden sorgen jedes Jahr im August für besondere Momente. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August.
Die Perseiden entstehen, wenn Gesteinsteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle in die Erdatmosphäre eintreten und dort verglühen. Dem Kometen selbst begegnet die Erde dabei nicht. Sie durchquert auf ihrer Umlaufbahn lediglich einen Bereich, in dem der Komet bei früheren Vorbeiflügen die Teilchen hinterlassen hat. In diesem Jahr kann man den magisch schönen Regen an Sternschnuppen kann vor der besonderen Kulisse hoch über der Saarschleife beobachten und die Sternschnuppen zählen. Der Baumwipfelpfad und sein 42 Meter hoher Aussichtsturm an der Cloef in Orscholz sind am 12. August bis in die Nacht geöffnet.
Die Kasse ist von 20 bis 23 Uhr besetzt; ein späterer Einlass ist nicht möglich. Um 1 Uhr nachts schließt der Baumwipfelpfad. Wer mag, kann sich laut Veranstalter eine Isomatte, Decke und Taschenlampe mitbringen.
Weitere Informationen: https://treetop-walks.com/saarschleife/
Die Geschichte des Stahls
Fast 400 Jahre lang wurden in Neunkirchen Eisen und Stahl erzeugt. Interessierte können in die Geschichte dieser spannenden Industriekultur eintauchen, die am 9. August bei einer Führung über den Neunkircher Hüttenweg von Gästeführer Norbert Morawietz vorgestellt wird.
Teil der Führung ist die Besteigung der Gischtbühne des Hochofens 6 auf fast 25 Meter Höhe – mit einem tollen Ausblick über das Hüttenareal und die Innenstadt. Außerdem stehen die Besichtigung des Spitzbunkers im ehemaligen Stahlwerk und die Besichtigung der letzten erhaltenen Gasgebläsemaschine auf dem Programm.
Bis zum Oktober finden an verschiedenen Sonntagen unter fachkundiger Leitung weitere Veranstaltungen und Führungen über den Neunkircher Hüttenweg statt.
Führung am 9. August, 15 Uhr, Altes Hüttenareal Neunkirchen. Eintritt: 6 Euro, für Kinder bis 13 Jahre kostenfrei.
Mehr Infos unter: www.neunkirchen.de/huettenweg
Kulturverführung
Musik: Alle Jahre wieder, aber mitten im Sommer, findet ein Jazz-Latin-Blues-Konzert statt, das Ro Gebhardt kuratiert. Gitarrist Ro Gebhardt ist zudem Komponist und Arrangeur für Jazz-, Latin-, Pop- und Fusion-Ensembles. Er konzertiert vielerorts, auch zu Hause im Saarland, und präsentiert zum 16. Mal „unser alljährliches Festival“, wie er es nennt, allerdings an einem einzigen Tag. Manchmal steht er gemeinsam mit Sohn Alec, der Bass spielt, auf der Bühne. Bei schönem Wetter wird wohl ein Hofkonzert angesetzt werden, was ich schon miterlebt habe, und, weil ich Gebhardt gerne zuhöre, wieder tun würde. Bei Sonnenschein einen Hut aufsetzen und mitbringen. Und etwas mitbringen, was in den dort vorhandenen Hut hineingelegt werden kann, rate ich, denn einen offiziellen Eintritt wird es nicht geben. Bei den drei Acts kann man auswählen, ob man lieber dem Altmeister oder dem Nachwuchs zuhören möchte. Oder beiden oder beiden gemeinsam, denn ich vermute, bei der Abschluss-Open-Stage-Session stehen sie zusammen auf der Bühne. „The Art Of Trio“, Samstag, 9. August, The Art of Trio I mit Karolin Metzger (p), Fredrik Wittig (dr), Alec Gebhardt (b), 15 Uhr; The Art of Trio II: Bastian Weinig (b), Jean-Marc Robin (dr), Ro Gebhardt (git/voc), 16.30 Uhr; Open Stage Session, 18 Uhr, Theater im Viertel, Landwehrplatz 2, 66111 Saarbrücken, https://dastiv.de
Familienführung: Wo befinden sich Europas größte Buntsandsteinhöhlen? In Homburg! Kann man die Höhlen besichtigen? Ja! Ein Ausflug in die Schlossberghöhlen bringt bei ungefähr 10 Grad Celsius garantierte Abkühlung. An Pulli oder Jacke denken, einen Helm bekommt man vor Ort. Bringen Kinder Taschenlampen und Lupen mit, können sie detektivisch unterwegs sein. „Familienführung durch die Schlossberghöhlen mit Gäste- und Höhlenführer Matthias Wachmann“: Mittwoch, 5. August, 14.30 bis 16 Uhr, Teilnahme: 10 Euro Erwachsene, 5 Euro Kinder, 20 Euro Familien, jeweils inklusive Eintritt. E-Mail-Anmeldung: touristik@homburg.de oder telefonisch 06841/101-820, www.homburg.de
Musik: Ein echtes Festival ist das Metal-Open-Air in Neunkirchen-Wellesweiler, das an zwei Tagen und zum zehnten Mal stattfindet, ermöglicht durch Ehrenamtliche, Sponsoren, Werbepartner und Unterstützer aus der Region. Das Line-up spannt einen vielfältigen Bogen von Heavy Rock und Metal über moderne Sounds bis zu Szene-Highlights und Tribute-Momenten. Das WW:O:A 2026 – ist nach dem Aus des Rocco del Schlacko das einzige Open-Air-Festival mit Rockmusik im Saarland. „Wellesweiler Open Air 2026“, Freitag, 7. August, und Samstag, 8. August, Eintritt: 35 Euro (Zwei-Tages-Ticket), 25 Euro (Tagesticket), Berthold-Günther-Platz, 66539 Neunkirchen-Wellesweiler, Tickets und Camping: www.wellesweiler-open-air.com • Michaela Auinger