Ausstellung
Mit dem Röntgenblick
Genau 130 Jahre nach der Entdeckung der X-Strahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen am 8. November 1895 eröffnet im Weltkulturerbe Völklinger Hütte die Großausstellung X-RAY, die sich dem Röntgenblick in Kunst, Wissenschaft, Film, Politik, Mode, Musik und Architektur widmet.
Röntgens Entdeckung der X-Strahlen war eine technische sowie wissenschaftliche Sensation und zugleich das spektakulärste Ergebnis der Suche nach dem Unsichtbaren um 1900. Das Sichtbarmachen verborgener Strukturen inspiriert Wissenschaftler und Künstlerinnen und Künstler bis heute. Die Ausstellungslandschaft von X-RAY in der Gebläse- und Verdichterhalle, eingeteilt in 18 Kapitel, versammelt neben dem weiten Spektrum der Röntgentechnik von frühesten Röntgenbildern über das Pedoskop bis zum Röntgensatelliten zur Weltraumerforschung insbesondere die kreative und kulturelle Auseinandersetzung in Kunst, Kulturgeschichte, Architektur, Politik, Musik, Literatur, Werbung, Mode oder Kino.
Bemerkenswert außerdem: X-RAY ist die erste Ausstellung überhaupt, die sich dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den umfassenden kulturellen Aspekten des Röntgenblicks widmet.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://voelklinger-huette.org/
Gedächtnis der Stadt
Sie sammeln, bewahren und erschließen alle wichtigen Unterlagen: Stadtarchive gelten als „Gedächtnis einer Stadt“. Auch im Saarland gibt es einige dieser Archive. Hier findet man Verwaltungsakten, Protokolle, Einwohnerverzeichnisse, Karten, Fotos, Zeitungsausschnitte, Chroniken, Festschriften und weitere Dokumente vergangener Jahrzehnte. Sie bieten Möglichkeiten zur Recherche für Forschungsprojekte, Festschriften, zur Klärung von Liegenschaftsangelegenheiten oder zur Ahnenforschung.
Das Stadtarchiv der Landeshauptstadt Saarbrücken ist das älteste und größte Kommunalarchiv im Saarland, es verwahrt Dokumente zur Stadtgeschichte ab dem Jahr 1322. Auch das Stadtarchiv der Kreisstadt St. Wendel gilt wegen seiner Bestände als eines der bedeutendsten im Saarland. Das Stadtarchiv der Kreisstadt Saarlouis findet sich als eigenständige Institution im Kulturamt der Stadt. Zudem gibt es das Landesarchiv, das kein reines Stadtarchiv ist, sondern übergeordnete Bestände des Saarlandes betreut.
Kulturverführung vom 7. November 2025
Workshop und Rundgang: „Wie kann Berichterstattung helfen, patriarchale Rollenbilder, ungleiche Machtverhältnisse und damit verbundene Ungerechtigkeiten und Gefahren aufzudecken?“ Die Frage stellt man sich beim SR in einem Workshop. Ich stelle sie mir auch – nicht jeden Tag, aber immer öfter. Es ist erstaunlich, wie von Frau Gesagtes ignoriert oder weggewischt wird, wie Verhaltensweisen, die Männern zugeschrieben werden, bei Frauen skandalisiert werden. Die Programm-Entscheiderinnen des SR geben Einblick in die Arbeitsabläufe ihrer Programmbereiche. Wichtig scheint mir, patriarchale Rollenbilder aufzudecken. Machtverhältnisse sind ungleich, was per se mit dem Geschlecht nichts zu tun hat. Präzisierung tut not. Als ich 2021 gegen „weiße Männer“ in einer Filmbeschreibung bei der Max-Ophüls-Festivalleiterin schriftlich protestierte, wurde ich: ignoriert. Frauen sind keine besseren Menschen – schon schade. Wo beim SR produziert und gesendet wird, kann bei der Führung in Augenschein genommen werden. Frauenbüro Regionalverband in Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk: „Die Programmmacherinnen – Der SR aus weiblicher Perspektive“, Saarländischer Rundfunk, Franz-Mai-Straße 1, 66121 Saarbrücken, Treffpunkt: Funkhaus Halberg, Pförtnerhaus, Freitag, 21. November, 16.30 bis 19 Uhr, kostenfrei, Anmeldung: Frauenbüro, Regionalverband Saarbrücken, E-Mail: frauenbuero@rvsbr.de
Papiertheater: Kennen Sie die Mona Lisa, das berühmte Ölgemälde von Leonardo da Vinci aus der Zeit der italienischen Renaissance? Ich war enttäuscht von der Frau, als ich ihr in Paris begegnete. Vielmehr faszinierte mich die meisterlich gemalte Landschaft im Hintergrund der Figur. Birthe und Sascha Thiel fragen: „Was, wenn Mona Lisa genug vom ewigen Stillhalten hat und aus ihrem Rahmen ausbricht und sich ins echte Leben stürzt?“ Nun, es werden ihr „patriarchale Rollenbilder und ungleiche Machtverhältnisse“ begegnen. Es steht sogar zu befürchten, dass sie die kennt. Sie klettert schleunigst wieder in ihren Rahmen zurück, um weiterhin leicht spöttisch auf uns zu blicken. Birthe und Sascha Thiel werden gänzlich andere Antworten finden, davon gehe ich aus. Denn: Das Theater ist ein Fantasieraum. Geben Sie auf www.magazin-forum.de im Suchfeld „Birthe Thiel“ ein, gelangen Sie zu dem Interview „Den Zuschauern Freude bereiten“ und erfahren mehr über die charmante Kunst des Papiertheaters, die mich begeistert. „ThéÂtre Mont d’Hiver: Das Lächeln der Mona Lisa?“, Freitag, 14. November, 16 Uhr (Menschen ab 10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen), 19 Uhr, Eintritt: 12 Euro. Anmeldung mit Kursnummer 2208/2208A: telefonisch unter 0681-5064343 oder unter www.vhs-saarbruecken.de erforderlich. Michaela Auinger