Bei Touristen steht Irland hoch im Kurs, die Besucherzahlen steigen laut dem irischen Tourismusverband an. Kein Wunder: Spektakuläre Küsten, verwunschene Burgen und faszinierende Städte ziehen die Menschen in ihren Bann.
Irland ist für viele Reisende ein Sehnsuchtsort. Wild, romantisch, mystisch, das sind Begriffe, die einem einfallen, wenn man an die Grüne Insel denkt. Unberührte Küsten mit bizarren Klippen, grüne Weiten, in denen hier und da verwunschene Burgen auftauchen. Dichte Wälder, die voller Fabelwesen zu sein scheinen. Irland hat eine besondere Kraft, eine Ungestümheit, die den Besucher in eine andere Welt versetzt. Kein Wunder, dass die Macher der Fantasyserie „Game of Thrones“ einige Orte als Kulisse entdeckt haben. Den faszinierenden Gegensatz bilden die Städte – wie Belfast –, die vor allem die Herzen von Musikfans höherschlagen lassen. Irland hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Aufstände und Bürgerkriege erschütterten das Land über Jahrhunderte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Irland geteilt. Der Nordirlandkonflikt forderte dann bis in die späten 90er Tausende von Todesopfern. Heute herrscht Frieden auf der Insel, und Irland hat es zu Wohlstand und Ansehen in der Welt gebracht. Die ersten Einwanderer, die die Insel nachhaltig prägten, waren die Kelten, die etwa ab 400 v. Chr. nach Irland kamen.
Es wimmelt von Legenden
Wer dort unterwegs ist, findet allerorts interessante Spuren dieser geheimnisvollen Kultur. Etwas Magisches geht zum Beispiel von den Steinkreisen aus, die die Kelten hinterließen. Magisch und mystisch wirken die Landschaften immer wieder, und so wundert es nicht, dass es hier nur so von Legenden wimmelt. Eine der bekanntesten ist die Sage um den Giant’s Causeway an der Küste der Grafschaft Antrim. Tausende von fast gleichförmigen Basaltsäulen bieten hier einen überwältigenden Anblick. Der Sage nach wurden sie von einem Riesen gebaut. Vor allem in den Pubs begegnen Besuchern gerne mal musizierende und feiernde Iren. Die Einheimischen gelten als freundlich und offen. Und offenbar auch ihrer Zeit voraus. Im Jahr 2015 hat die Republik Irland als erstes Land der Welt die gleichgeschlechtliche Ehe per Volksabstimmung ratifiziert. Der Glaube, die meisten Iren seien rothaarig, ist übrigens wirklich nur ein Klischee. Obwohl es in Irland im Vergleich zum Rest der Welt mit rund neun Prozent die meisten Rothaarigen gibt, sind die Menschen in Irland überwiegend dunkelhaarig.