... fast alles tragen, was er will, denn der Sommer verspricht Abwechslung auf dem männlichen Haupt. Von coolen Texturen zu starken Kontrasten in Schnitt und Farbe ist alles dabei.
Die coolsten Männerfrisuren in dieser Saison zeigen eine klare Bewegung hin zu Natürlichkeit, Textur und individueller Anpassung. Statt streng geföhnter Konturen oder harter Kontraste dominieren Schnitte, die die Persönlichkeit betonen und gleichzeitig alltagstauglich bleiben. Modemagazine wie „GQ“ beschreiben weiche Übergänge, mittlere Längen und bewusst unperfekte Stylings als zentrale Richtung der Saison. Frisöre und Stylisten setzen auf tragbare Varianten klassischer Cuts, die eine moderne Interpretation erfahren. Im Fokus stehen Looks, die sich flexibel stylen lassen und sowohl im Alltag als auch auf Runway und Kampagnenbildern sichtbar sind. FORUM hat die schönsten Frühjahrs-Looks zusammengetragen.
Textured Crop als moderner Klassiker
Der Textured Crop gehört zu den dominierenden Kurzhaarfrisuren der Saison. Er zeichnet sich durch kurze Seiten und einen etwas längeren, strukturierten Oberkopf aus, der bewusst unperfekt gestylt wird. Dieser Look wirkt besonders modern, da er Bewegung und Klarheit verbindet. In Editorials von „GQ“ und „Men’s Health“ wird er häufig als universell tragbar beschrieben, da er sich sowohl für glattes als auch für leicht welliges Haar eignet. Typisch ist das matte Finish, das durch Stylingcremes oder Texture Pastes sein Finish erreicht. Der Crop steht Männern mit markanten Gesichtszügen besonders gut, da die klare Form die Konturen betont. Dazu passt ein Kleidungsstil, der lässig bleibt und gern oversized daherkommen darf. Entspannung auf dem Kopf und im Outfit gehen damit eine coole Verbindung ein und unterstreichen das urbane Flair.
Soft Curtain Hair als 90s-Revival
Der Curtain Look erlebt ein starkes Comeback. Charakteristisch ist der Mittelscheitel mit weich fallenden Partien, die das Gesicht rahmen und Bewegung ins Haar bringen. Besonders bei mittellangem Haar entfaltet dieser Style seine Wirkung, da die Strähnen locker über Stirn und Schläfen fallen und ein entspanntes, leicht nostalgisches Bild erzeugen. In Modekampagnen und Streetstyle Shootings in Städten wie Kopenhagen und Paris taucht dieser Look häufig auf, oft kombiniert mit minimalistischer Mode und leichten Overshirts. Der Schnitt steht vor allem Männern mit ovalen oder länglichen Gesichtsformen, da die Fransen optisch ausgleichen und Weichheit ins Gesicht bringen. Das Styling erfolgt meist mit wenig Produkt, um die natürliche Textur zu erhalten. Ein leichter Blowout oder lufttrockene Struktur reicht aus, um den charakteristischen Fall zu erzeugen.
Flow Hair als natürliche Länge
Flow Hair beschreibt mittellange bis längere Haare, die frei und natürlich fallen. Dieser Look gewinnt aktuell deutlich an Bedeutung, da er den Wunsch nach Individualität und Natürlichkeit perfekt widerspiegelt. In Modemagazinen wird er häufig mit Outdoor-inspirierten Looks und leichten Stoffen kombiniert, was eine entspannte, fast skandinavische Ästhetik erzeugt. Die Haare werden nicht streng gestylt, sondern erhalten durch leichte Stufen und natürliche Bewegung ihre Form. Besonders in Streetstyle-Fotografie aus Berlin, Stockholm und London ist dieser Look stark vertreten. Er steht Männern mit dichter Haarstruktur besonders gut, da Volumen und Bewegung optimal zur Geltung kommen. Ein leichter Leave-in-Conditioner oder Salzspray genügt meist, um den gewünschten Effekt zu erzeugen.
Buzz Cut 2.0 mit Präzision
Der Buzz Cut bleibt auch im Frühling relevant, allerdings in einer weiterentwickelten Form. Statt radikal gleichmäßiger Länge wird er zunehmend an Kopfform und Konturen angepasst. Dadurch entsteht ein präziser, fast skulpturaler Look, der sehr bewusst gesetzt wirkt. In Modestrecken wird dieser Schnitt häufig mit auffälligen Accessoires oder stark strukturierten Outfits kombiniert, um Kontrast zu schaffen. Besonders bei Männern mit markanten Gesichtszügen oder klar definierten Kieferlinien wirkt dieser Look sehr kraftvoll. Der Vorteil liegt in der extrem geringen Stylingzeit und der dennoch starken Präsenz. Viele Designer nutzen diesen Schnitt bewusst, um Kleidung stärker in den Vordergrund zu rücken, da die Frisur selbst visuell ruhig bleibt.
Modern Mullet als kontrollierter Stilbruch
Der Mullet kehrt 2026 in einer deutlich weicheren, tragbareren Version zurück. Statt harter Kontraste zwischen kurz und lang zeigt sich der moderne Mullet fließend, mit sanften Übergängen und texturierter Struktur. Besonders in High-Fashion-Kampagnen und auf den Laufstegen in Mailand wird dieser Look als bewusstes Stilmittel eingesetzt, um Individualität und Retro-Einflüsse zu verbinden. Der Nacken bleibt leicht verlängert, während Oberkopf und Seiten kontrolliert gestuft sind. Dieser Look steht besonders Männern, die einen experimentellen, modischen Ausdruck suchen und keine Scheu vor Aufmerksamkeit haben. Kombiniert mit minimalistischen Outfits entsteht ein spannender Kontrast zwischen klassischer Silhouette und moderner Attitüde. In Editorials wirkt der moderne Mullet oft leicht zerzaust, was ihm einen künstlerischen Charakter verleiht.
Soft Taper Fade für natürliche Übergänge
Der Soft Taper Fade ist eine der subtilsten Entwicklungen im Bereich der Fade-Schnitte. Anders als extreme Skin Fades arbeitet dieser Look mit sanften Übergängen, die kaum sichtbar in längeres Haar übergehen. Dadurch entsteht ein sehr natürlicher Effekt, der gepflegt wirkt, ohne einen strengen Eindruck zu hinterlassen. Diese Frisur ist besonders beliebt in modernen Business-Kontexten und in der Modefotografie, da sie Struktur gibt, aber trotzdem dezent bleibt. Männer lieben diesen Schnitt, da er auch nach mehreren Wochen noch gut aussieht und nicht sofort nach perfekter Friseurroutine verlangt. Der Soft Taper passt zu fast allen Gesichtsformen und funktioniert sowohl mit kurzen als auch mittellangen Oberpartien. Auf internationalen Fashion Weeks ist dieser Schnitt häufig bei Models zu sehen, die clean und gleichzeitig lässig wirken wollen.
Damit bewegen sich die Männerfrisuren im Frühling klar in Richtung Individualität und Natürlichkeit. Statt uniformer Schnitte entstehen persönliche Looks, die sich an Haarstruktur, Gesichtsform und Lifestyle orientieren. Ob Curtain, Crop, Taper Fade, moderner Mullet oder Flow Hair, alle Varianten eint der Anspruch, modern zu wirken, ohne überstylt zu sein. In der Modewelt dienen diese Frisuren längst nicht mehr nur als Detail, sondern als integraler Bestandteil des gesamten Looks, der die Persönlichkeit sichtbar macht und das eigene Stilbewusstsein unterstreicht. Also ran an die Schere, aber bitte mit Bedacht und nur da, wo es unbedingt nötig ist.