Beatrice Lutter (35)
Keramikerin | Weißensee
Beatrice Lutter leistet bisweilen „Schwerarbeit“. Die Tonklumpen, mit denen die Keramikerin arbeitet, sind nicht immer rückenschonend. So brachte ihr Gesellenstück – ein Waschbecken – immerhin zwölf Kilo auf die Waage. Wirklich leicht war auch ihr Weg zum Traumberuf nicht. Der klappte erst im dritten Anlauf. Dabei wollte sie schon als Zwölfjährige im Jugendclub an die Drehscheibe, wurde jedoch immer wieder vertröstet. Im Rahmen ihrer Erzieherausbildung machte sie einen Töpferkurs und begeisterte sich für das kreative Handwerk, hielt es aber erst einmal für „brotlose Kunst“. Sie wollte lieber Soziale Arbeit studieren. Im Urlaub in der Uckermark machte sie dann aber ein Praktikum in einer Töpferei. Die Meisterin bot ihr im Anschluss einen Ausbildungsplatz an. Zeitgleich erhielt Beatrice Lutter die Studienzusage, auf die sie sieben Jahre gewartet hatte – und entschied sich für die Ausbildung zur Keramikerin. Das hat sie nie bereut. Inzwischen fertigt sie im eigenen Unternehmen „Spotpot“ unter anderem Vasen, Tassen oder schöne Objekte fürs Badezimmer. In Kursen gibt sie ihr technisches Können weiter. Interessierte lernen das Arbeiten mit Tonmaterialien, Töpferscheiben, verschiedenen Werkzeugen, Farben, Glasuren und Brennöfen. Über ihr selbstentwickeltes Online-Mentoring-Programm begleitet Beatrice Lutter außerdem andere Töpfer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. www.spotpot.de