Gerd Welker (59)
Ranger im Nationalpark | Hunsrück-Hochwald
„Wenn sich das Laub im Herbst färbt, die Blätter auf den Wegen liegen und bei jedem Schritt ein leises Knirschen zu hören ist, dann ist für mich die schönste Zeit im Nationalpark angebrochen. Ich nenne das dann ‚Augenkino‘ oder ‚Keltischer Sommer‘ in Anlehnung an den Indian Summer in den Neuenglandstaaten in den USA.“ Gerd Welker führt seit 2016 als Ranger – offizielle Berufsbezeichnung: geprüfter Natur- und Landschaftspfleger – in dritter Generation im Nationalpark Hunsrück-Hochwald Kindergartengruppen, Schulklassen und Erwachsene durch die wilde Natur, lenkt den Blick der Betrachter auf die Besonderheiten des Parks und weckt Verständnis für die Grundidee des Nationalparks: nämlich Natur Natur sein lassen. Soll heißen: „Wir räumen keine umgefallenen Bäume mehr aus dem Weg, und wir fällen auch keine Bäume mehr, außer in den Randzonen, um Schaden von Menschen abzuhalten. Liegendes oder stehendes Totholz bleibt an Ort und Stelle, es ist voller Leben von Insekten und Pilzen.“ „Neben meinen Umweltbildungsprogrammen kümmere ich mich auf meinen Kontrollgängen vom Kahlen- berg bis zum Dollberg um Abfallentsorgung, Schadholzaufnahme, Borkenkäfermonitoring und Zaunabbau. Regelmäßig entbusche ich mit fleißigen Helfern den keltischen Ringwall von Otzenhausen und kontrolliere den Wildkatzenbestand.“