Jürgen Fecht (57)
Notfallsanitäter | Saarbrücken
Wenn der ADAC-Rettungshubschrauber am Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg zum Einsatz kommt, ist neben dem Piloten und dem Arzt immer auch ein Notfallsanitäter an Bord. „Ich bin seit über 30 Jahren dabei“, sagt Jürgen Fecht. „Von der Geburt bis zum Tod habe ich schon alles miterlebt. Erstere sind natürlich die schönsten Erlebnisse. Von der Alarmierung bis zum Start vergehen circa zwei, bis zur Landung an der Einsatzstelle selten mehr als zwölf bis 13 Minuten. Bis zum Bostalsee brauchen wir zum Beispiel gerade mal zehn Minuten.“ Geflogen wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang rund 500 Meter über Meeresniveau mit 220 bis 230 km/h. Im Schnitt drei bis vier Einsätze pro Tag. Herzinfarkt und Schlaganfälle sind die häufigsten Einsatzursachen. „Bei der Landung bin ich für die Hindernisbeobachtung zuständig. Stehen zum Beispiel Sonnenschirme oder Trampoline im Garten oder stehen Zäune auf dem Feld? Zusammen mit dem Arzt renne ich zum Patienten. In meinem Rucksack habe ich standardisierte Medikamente, Betäubungsmittel, Ultraschallgerät, Video-Laryngoskop zum Sichern der Atemwege, Defibrillator et cetera. Ist der Patient im Hubschrauber, überwache ich die Vitalfunktionen. Ist der Patient stabil, fällt bei mir die Anspannung ab und ich kann hier und da sogar den Blick über das weite Land genießen. Ein guter seelischer Ausgleich.“