Hans Rosenthal dürfte den Jüngeren unter uns kaum bekannt sein. Dafür hat sich der legendäre Quizmaster von „Dalli, Dalli“ schon vor zu langer Zeit von dieser Welt verabschiedet. Andernfalls hätte er wohl beim „saarländischen Deutschlandfest“ allen Grund gehabt, zu einem seiner berühmten Luftsprünge anzusetzen samt seinem legendären Ausruf: „Das war Spitze!“
„Wer uns findet, findet uns gut“, hat der Kanzler einen unserer Werbeslogans zitiert – und der war wohl selten so zutreffend wie an diesen Tagen.
Durch die Bank haben sich Gäste angetan bis lobend geäußert. Dass wir feiern können, ist bekannt. Aber das hat doch noch einmal einiges getoppt. Die Atmosphäre lässt sich nur unzulänglich in Worte fassen. Ist auch nicht nötig. Schließlich dürften es die meisten Leserinnen und Leser dieser Zeilen ja selbst erlebt haben.
Ob auf der Festmeile oder beim offiziellen Festgottesdienst und Festakt: Unser Land hat sich in all seinen Facetten in einer Art gezeigt, dass wir durchaus stolz darauf sein dürfen. Darauf, wie wir uns präsentiert haben, aber vielleicht mehr noch, wie wir sind. Was wir im Alltagstrott und bei all den großen Herausforderungen (mit ihren Rückschlägen) oft nicht mehr wahrnehmen.
Dabei gibt es gute Gründe, selbstbewusst zu sein. Was uns in unserer saarländisch-bescheidenen Zurückhaltung oft genug abgeht. Wofür es eigentlich keinen Grund gibt, wie das „saarländische Deutschlandfest“ eindrucksvoll gezeigt hat.
Was davon bleibt, liegt an uns selbst.
Wir sind ein kleines Land, aber ein besonderes mit eigenen Stärken. Mag sein, dass wir gelegentlich dazu neigen, die zu unterschätzen. Und zuweilen auch, einiges unnötig schlechtzureden. Was nicht heißt, dass wir uns irgendetwas schönreden sollen.
Das Fest hat ein Bild von einem Land gezeigt, in dem Zusammenhalt immer noch einen besonderen Stellenwert hat, ein Land, das Umbrüche kennt und wieder einmal in einem großen Umbruch steht. Wissend, dass der nicht nur aus eigener Kraft allein bewältigt werden kann. Umso wichtiger sind die Botschaften, die bei Gästen und im Rest der Republik angekommen sind. Und das können wir selbstbewusst auch für uns selber mitnehmen.