Endlich mal eine gute Nachricht. US-Präsident Donald Trump will seine Unterschrift auf den Dollarscheinen. Passt zu einem Land, in dem Socken mit Trumps Konterfei reißenden Absatz finden. Ob hierzulande Socken mit dem Abbild des Kanzlers die Binnennachfrage endlich wieder ankurbeln würden?
Zurück zu „King“ Trump. Wenn der in seinem goldenen Zimmer, umrahmt von Höflingen, jeden Dollarschein selbst unterschreibt, hat er weniger Zeit, ständig auf Truth Social Dinge zu verbreiten, die in Sekundenschnelle weltweite Nachrichtenseiten füllen.
Dinge, die die Welt nicht braucht.
Schülerinnen und Schüler einer Berliner Schule haben in einem Selbstversuch erprobt, was für sie unverzichtbar ist – und was nicht. Drei Wochen verbrachten sie ohne Smartphone und Social Media. Ergebnis: „Ich war sehr viel gechillter“ und: „Habe meine Freunde öfter getroffen“. Ja, es gab auch Entzugserscheinungen, was nicht sonderlich überrascht.
Die süchtig machenden Konstruktionen der Plattformen sind selbst von einem US-amerikanischen Gericht bestätigt worden – es hat Schadenersatz in Millionenhöhe verhängt. Hierzulande, wo sonst immer alles in Sachen Jugendschutz zügig geregelt wird, streiten wir noch.
Österreich ist weiter. Sowohl in Sachen Kinder- und Jugendschutz (Altersgrenzen sollen im Juni beschlossen werden) als auch vor allem bei Freiwilligkeit: Dort haben sich bereits tausende Schülerinnen und Schüler an wochenlangen Smartphone-Verzicht-Aktionen beteiligt, Schulen in anderen Ländern sind gefolgt. Und ähnlich wie in der Berliner Schule haben sich viele anschließend dafür ausgesprochen, so was unbedingt zu wiederholen. Schlicht, weil sie sich mal eine Zeit lang frei von einem inneren Druck gefühlt haben.
Jetzt lässt sich noch vieles differenziert diskutieren, und Social Media hat bei Weitem nicht nur negative Seiten.
Ich bin auch kein Anhänger davon, bei allen Problemen als einzige Antwort sofort nach Verboten zu rufen. Mir wäre viel lieber, es gäbe überall solche freiwilligen Selbst-Experimente (nicht nur von jungen Menschen).
Das muss keine Vision sein. Es hindert uns niemand daran, es einfach zu probieren. Ist doch auch eine gute Nachricht.