Drei Tage Weiterbildung, Austausch und Gemeinschaft: Die Victor’s Residenz-Hotels investieren viel Zeit in ihre Auszubildenden und trotzen damit dem Fachkräftemangel in der Hotel- und Gastronomiebranche.
Vom 9. bis zum 11. Januar 2026 verwandelte sich das Victor’s Residenz-Hotel Saarlouis in einen Campus für junge Hoteltalente: Rund 90 Auszubildende und Studierende aus allen Victor’s Residenz-Hotels bundesweit trafen sich zum diesjährigen Azubi-Camp –
einer Veranstaltung, die weit mehr sein sollte als eine Fortbildung: gelebte Unternehmenskultur, Investition in die Zukunft und seit über zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der Ausbildungsphilosophie der Hotelgruppe.
Das diesjährige Camp in Saarlouis griff aktuelle Trends auf. Als ein besonderes Highlight für die Auszubildenden im dritten Lehrjahr galt die Konzeption und Live-Präsentation eines Podcasts zu Themen aus dem Hotelleben. Ziel dieser Übung sei es, abteilungsübergreifendes Verständnis zu fördern und die Kompetenz im freien Vortrag zu stärken – beides essenzielle Fähigkeiten für angehende Führungskräfte, so die Victor’s Group.
Azubi-Camp soll Fähigkeiten stärken
Weitere Programmpunkte waren ein Workshop mit Sommelière Nina Mann vom Victor’s Fine Dining by Christian Bau, Kurse zu den Themen Revenue Management und Marketing sowie verschiedene Teambuilding-Maßnahmen. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Party unter dem Motto „Viva México“, die Raum für Spaß, Austausch und das Feiern der Gemeinschaft geben sollte.
Die Wurzeln des Victor’s Azubi-Camps reichen zurück ins Jahr 2005. Damals fand im Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken der erste Azubi-Tag statt –
eine Premiere, die 72 Auszubildende aus allen Häusern der Gruppe zusammenbrachte. Von Anfang an stand ein klares Konzept im Mittelpunkt: Wissensvermittlung, das Entdecken von Gemeinsamkeiten über Standorte hinweg, intensiver Austausch untereinander und überregionale Trainings, die den Blick über den eigenen Hotelhorizont hinaus ermöglichen. Was als einmaliges Experiment begann, entwickelte sich schnell zur Tradition. Die Azubi-Tage tourten an verschiedenen Standorten durch Deutschland. Mit der Ausgabe 2026 in Saarlouis feierte Victor’s nun das zwölfte Azubi-Camp seiner Geschichte.
Von Beginn an erfuhr das Victor’s Azubi-Camp große Resonanz – nicht nur intern, sondern auch auf den regionalen Arbeitsmärkten. Davon zeugt auch das Siegel „Top Ausbildungsbetrieb“, das mittlerweile mehrere Hotels der Gruppe tragen. Gerade in den herausfordernden Jahren nach der Corona-Pandemie zahlte sich diese konsequente Positionierung aus. Nach Unternehmensangaben blieb, während die gesamte Hotellerie unter einem gravierenden Mangel an Auszubildenden litt, Victor’s vergleichsweise verschont. Die klaren Alleinstellungsmerkmale der Victor’s -Ausbildung – allen voran das Azubi-Camp – wirkten auf junge Menschen, die eine Karriere in der Hotellerie anstreben, hieß es.
Das Azubi-Camp ist dabei eine Fokus-Veranstaltung in der Ausbildungsstruktur, die auf mehreren Säulen ruht. So setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus analogen und digitalen Lernformaten, die den Auszubildenden Orientierung, Wissen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Jeder Auszubildende erhält einen personalisierten Ausbildungsordner, der alle Lerninhalte und Arbeitsabläufe übersichtlich nach Abteilungen sortiert auflistet. Ergänzt wird dies durch „azubi:web“, eine digitale Lern-App, die berufsspezifische Inhalte nach Ausbildungsjahren gliedert und Lernabfragen ermöglicht. Auch das Berichtsheft wird digital geführt.
Im Arbeitsalltag setzen die Victor’s-Hotels auf „Training on the Job“: Erfahrene Mitarbeitende aus allen Abteilungen leiten die Auszubildenden an, begleiten sie bei einzelnen Arbeitsschritten und geben ihr Wissen praxisnah weiter. Zusätzlich nutzt Victor’s lokale Netzwerke: Kooperationen mit Fleisch- und Getränkelieferanten oder Wäschereien erweitern die Fachkenntnisse und vermitteln ein ganzheitliches Verständnis der Branche.
Führungskräfte selbst ausbilden
Regelmäßige Azubi-Meetings auf monatlicher Basis, gewählte Azubi-Sprecher und vielfältige hausinterne Kommunikationsformate sollen dafür sorgen, dass die jungen Menschen Gehör finden, sich einbringen können und kontinuierlich begleitet werden.
Das Azubi-Camp nun vereint all diese Elemente – und soll eine entscheidende Komponente hinzufügen: die Erfahrung von Victor’s als Unternehmensfamilie. Drei Tage lang lernen die Auszubildenden nicht nur fachlich dazu, sondern knüpfen Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern, erleben Zusammenhalt und Gemeinschaft.
Die Lerneinheiten sind differenziert nach Ausbildungsberufen und Ausbildungsjahren konzipiert. So wird der „Victor’s Way“ – und damit eine unternehmensspezifische Art, Gastfreundschaft zu leben – systematisch und nachhaltig vermittelt. Der Großteil der Trainerinnen und Trainer kommt aus den eigenen Reihen: Hoteldirektoren, Abteilungsleiter und Fachkräfte geben ihr Wissen weiter. Die Auswahl der Workshops ist fachlich abgestimmt, zukunftsorientiert – nicht zuletzt, weil das Unternehmen verstärkt darauf setzt, künftige Führungskräfte aus der eigenen Ausbildung zu rekrutieren.
Mit dem Azubi-Camp will Victor’s ein Zeichen für Wertschätzung, Weiterbildung und eine Unternehmenskultur setzen, die junge Menschen ernst nimmt. Seit über 20 Jahren investiert die Hotelgruppe damit konsequent in ihren Nachwuchs – und will sich damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem umkämpften Markt verschaffen. Das zwölfte Azubi-Camp war ein Beweis dafür, dass nachhaltige Ausbildung und gelebte Gemeinschaft die besten Rezepte gegen den Fachkräftemangel sind.