Eine neue Attraktion in Schottland: In Dundee ist am vergangenen Samstag das „Victoria & Albert Museum" eröffnet worden. Die erste Außenstelle des weltberühmten Londoner V&A wurde für gut 90 Millionen Euro nach den Plänen des japanischen Star-Architekten Kengo Kuma erbaut. Wie ein Schiffsrumpf scheint das spektakuläre Gebäude aus dem Fluss Tay zu ragen. Grau in Grau, wie die Felsklippen der nahen Nordseeküste, fügen sich Tausende von Steinplatten in Wellenform zu einem Ganzen: Fensterschlitze und Bullaugen bündeln Sonne, Licht und Blicke aufs Wasser. Kuma gilt als Meister der Verbindung von Natur und Bauwerk und ließ sich bei seinem ersten Projekt in Großbritannien von der Geschichte und den Klippen Dundees inspirieren. Das Museum sei das „Tor zum Meer", sagt er. Dem häufigen Vergleich mit dem Guggenheim-Ableger in Bilbao, der die sterbende Industriestadt im spanischen Baskenland zum lebendigen Kunstmekka gemacht hat, weicht der 64-Jährige aus. Dennoch weckt das neue V&A auch in der von hoher Arbeitslosigkeit geplagten 150.000-Einwohner-Stadt Dundee Hoffnungen auf eine kulturelle Regeneration.
BILDER DER WOCHE
Foto: picture alliance / empics
Kulturelles Tor zum Meer
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