Großer Preis von Berlin
12:10-Favorit Rebel’s Romance mit Jockey Billy Loughnane wurde am 10. August seiner Rolle vollauf gerecht. Der siebenjährige Vollblüter gewann den 135. Großen Preis von Berlin über 2.400 Meter vor 11.900 Zuschauern auf der Galopprennbahn Hoppegarten vor Junko mit Rene Piechulek und Cold Heart mit Andrasch Starke. Für den Sieg im Gruppe-I-Rennen kassierte sein Besitzer 100.000 der 155.000 Euro Prämien.
Personalkarussell
Im Volleyball vermelden zwei Teams aus der Hauptstadtregion Positives. Frauen-Bundesligist SC Potsdam verlängerte den Vertrag mit Jade Cholet um ein Jahr. Nicht selbstverständlich, denn die 25-jährige Außenangreiferin aus Frankreich hatte sich im Januar bei einer unglücklichen Landung das rechte Kreuzband gerissen. Noch kann sie nicht mit der Mannschaft trainieren. Bei den Männern haben die Netzhoppers Königs Wusterhausen nach Carl Möller und Ben Breiter auch die letzte Mittelblocker-Position besetzt. Der 22-jährige US-Amerikaner Caleb Lipscomb kommt von der Purdue Fort Wayne University in Indiana und ist stolze 2,11 Meter groß.
WM-Helden bleiben
Gleich bis 2029 hat DEL-Champion Eisbären Berlin die Verträge mit drei deutschen Nationalspielern verlängert, die 2023 WM-Silber geholt hatten: Kai Wissmann, Jonas Müller und Frederik „Freddy“ Tiffels. Das teilte der Club bei der Saisoneröffnungsfeier an der Uber Arena am 9. August mit.
Alba verstärkt sich im Spielaufbau
Nun haben auch Dorian Grosber und Robert Baker II ALBA Berlin verlassen. Der Luxemburger Grosber, als Doppellizenzler auch für Lok Bernau aktiv, wechselt in die USA zur High Point University in North Carolina. Der US-Amerikaner Baker wechselt nach Neuseeland zu den New Zealand Breakers. Neu an Bord ist hingegen der 24-jährige Boogie Ellis. Für den offensivstarken US-Guard, den es für ein Jahr vom Farmteam der Indiana Pacers (NBA), den Noblesville Boom, nach Berlin zieht, ist Europa Neuland.
American Football
Von Hertha zur ELF
Den Namen Ingo Schiller verbinden Sportfans eigentlich mit Hertha BSC. Schließlich war der 60-Jährige von 1998 bis 2022 Geschäftsführer der Herthaner und saß auch von 2013 bis 2022 im Aufsichtsrat der Deutschen Fußball Liga. Vergangene Woche Montag haben ihn die Gesellschafter der kriselnden European League of Football einstimmig engagiert. Bis Saisonende wird Schiller als Co-CEO zusammen mit Zeljko Karajica und Chief Financial Officer der Liga fungieren, zur neuen Spielzeit dann Karajica als CEO ablösen. Schiller sieht laut rbb24 „enormes Potenzial“ bei der ELF, „sowohl sportlich als auch wirtschaftlich“. Die Berliner ELF-Franchise Berlin Thunder hat es derweil am 10. August geschafft, in Ungarn bei den bislang sieglosen Féhérvár Enthroners zu verlieren. Bis 32 Sekunden vor Schluss führten Thunder mit acht Punkten, kassierten einen Touchdown mit Two-Point-Conversion und verloren durch ein Field Goal in der Verlängerung mit 31:34. Die Berliner bleiben Dritte der Nordstaffel vor den Hamburg Sea Devils. Beide Teams verpassen die Playoffs und treffen zum Saisonabschluss am 17. August in Berlin aufeinander. In der German Football League verspielten parallel die Berlin Rebels bei den Braunschweig Lions noch eine Führung nach drei Vierteln zur 32:33-Niederlage. In der GFL Nord blieben die diesmal spielfreien Teams aus Dresden und Potsdam an der Spitze vor den Rebels.
Schon wieder Chaos
Chaos-Auftakt beim Sommer-Grand-Prix der Skispringer: Die nach dem norwegischen Manipulationsskandal eingeführten neuen Anzugregeln haben beim Start der Sommersaison zu mehreren Disqualifikationen geführt.Bei der Qualifikation zum Auftaktspringen im französischen Courchevel wurde unter anderem der Norweger Kristoffer Eriksen Sundal vom Wettkampf ausgeschlossen. Nach Angaben der norwegischen Nachrichtenagentur „NTB“ und der Zeitung „Dagbladet“ lag das an einem zu großen Anzug. Sundal war bereits einer derjenigen Norweger gewesen, die bei der WM in Trondheim suspendiert worden waren. Schon vorab hatten unter anderem Sundals Teamkollege Benjamin Östvold und mehrere finnische Skispringer in Courchevel keine Starterlaubnis erhalten, auch das wegen zu großer Anzüge. Östvold versicherte in einer Mitteilung, dass man auf keine Weise versucht habe, die Grenzen auszutesten. Sein Anzug sei lediglich etwas zu groß an den Oberarmen gewesen.
Port auf Rang Fünf
Timo Port vom SV GO! Saar 05 hat im Finale der U20-Europameisterschaft in Tampere (Finnland) den fünften Platz im Hammerwurf belegt. Mit einer Quali-Weite von 71,10 Metern war er ins Finale eingezogen. Dort startete er mit zwei ungültigen Versuchen. Konnte mit dem 3. Versuch den Endkampf erreichen und landete mit 73,08 Meter im 6. Versuch schließlich auf Platz fünf. Die 4x400-Meter-Staffel des DLV wurde im Finale Vierter. Lucca Agostini (GO! Saar 05) hatte im Vorlauf mit starkem Schlusspurt den Weg ins Finale geebnet. Dort ging er allerdings nicht an den Start.
Handball
HGS gut drauf
Der Chef war zufrieden: „Am Ende war es ein nächster guter Schritt für uns.“ So die Bilanz von Jörg Lützelberger am Samstagabend nach dem knappen 31:32 (18:19)-Auswärtssieg seiner Jungs gegen den Zweitliga-Aufsteiger HC Oppenweiler-Backnang. In einer sehr intensiv geführten und über weite Strecken ausgeglichenen Partie hatte der Handball-Drittligist aus dem Saarland, vor allem in der zweiten Halbzeit, „gefühlt die Nase immer ein kleines bisschen weiter vorne“ (Lützelberger) und verdienten sich damit auch im fünften Vorbereitungsspiel den Sieg. Dabei waren die Saarländer nicht so gut reingekommen in die Partie, standen – obwohl sie zunächst mit 3:5 (6.) in Führung gegangen waren – in der Defensive nicht so stabil wie sonst, ließen die Gastgeber ihre Tore zu leicht erzielen. „Geduld bewahren“, so das Motto von Jörg Lützelberger in dieser Phase. Doch zunächst übernahm der Neu-Zweitligist das Kommando auf dem Feld und konnte sich bis zur 22. Spielminute auf 14:11 absetzen. Doch die Saarländer stabilisierten sich. Erste Paraden, erste gewonnene Bälle, und es gab einen 6:0-Lauf für die Gäste. Innerhalb weniger Minuten drehte vor allem die wieselflinke linke Angriffsseite mit Yves Kunkel und Elyas Noh das Spiel und brachte die Saarländer mit 14:17 (26.) in Führung. Beim Pausenpfiff blieb vom Drei-Tore-Vorsprung noch einer übrig: 18:19. Die zweite Hälfte war dann vom Abwehrspiel auf beiden Seiten geprägt. Die Saarländer legten vor, der HCOB glich aus: So lief die Partie bis eine Viertelstunde vor dem Ende (25:26, 45.). Erst da gelang es den Gastgebern dann mal wieder, selbst die Führung zu übernehmen (27:26, 48.). Saarlouis aber blieb im Flow. Sven Eberlein und Elyas Noh stellten das Ergebnis wieder um (27:28, 50.). Drei Minuten vor dem Schlusspfiff war beim 30:32 das Endergebnis fast erreicht. „Wie gewohnt“, kurz darauf der 31:32-Anschlusstreffer. Die letzte Chance zum Ausgleich blieb in der Abwehr der Saarländer hängen, die sich mit diesem Erfolg einen weiteren Schluck aus der „Selbstvertrauens-Pulle“ holten.