Der Mittelblock steht
Nach Ruben Schott und Maximilian Treiter ist er der dritte gebürtige Berliner im Team der Berlin Recycling Volleys und der vierte Mittelblocker. Der 28-jährige Yannick Goralik hatte seine Karriere beim VC Olympia Berlin begonnen, war danach für die Volleyball Bisons Bühl und die Netzhoppers Königs Wusterhausen aktiv. Sein letzter Vertrag bei AO Kalamata stand unter einem schlechten Stern: Im Januar brach er sich den Zeh und war erst wieder nach Ende des Transferfensters fit. Die Berliner holten ihn als ständigen Trainingspartner dazu. „Yannick hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen“, so Geschäftsführer Kaweh Niroomand. Den Berlinern fehlt nach dem Abgang von Jake Hanes nun noch ein Diagonalangreifer.
Auch mit neuem Quarterback dominant
Zuletzt hatten die Düsseldorf Panther dem Spitzenreiter der German Football League Nord, den Dresden Monarchs, einen heißen Fight geliefert, aber verloren. Am 8. August empfingen sie im Benrather Stadion den amtierenden GFL-Meister Potsdam Royals. Deren Quarterback Xeaiver Bullock war jüngst mitten in der Saison nach Japan gewechselt. Frisch von der Johns Hopkins University verpflichtet wurde nun der Schweizer Hugh „Bay“ Harvey. Trotz nur weniger Trainingseinheiten offenbarte er in Düsseldorf seine große Klasse und führte die Royals, auch unterstützt durch überragendes Spiel der Potsdamer Defense, zu einem 49:0-Kantersieg. Die Dresden Monarchs verteidigten mit einem 36:7 ihren Platz an der Sonne derweil in Berlin, wo sie den Rebels erst im Schluss ihre sieben Ehrenpunkte gestatteten. In der American Football League Europe unterlagen tags darauf Berlin Thunder zu Hause dem Tabellenführer der Staffel Nord/West Rhein Fire mit 28:49 und haben nun keine Chance mehr, die Play-off-Halbfinals auf dem Weg zum Gold Bowl zu erreichen.
Toughe Tests
Nach drei Vorbereitungsspielen gegen jeweils unterklassige Gegner hatten die Füchse Berlin zwei echte Härtetests vereinbart: am 5. und 7. August in Dänemark gegen Aalborg Håndbold. In Spiel 1 reichte den Berlinern eine zwischenzeitliche Fünf-Tore-Führung nicht zum Sieg. Endstand 36:36. Zwei Tage später hielten die beiden überragenden Füchse-Keeper Lasse Ludwig und Andreas Palicka ihr Team im Spiel, doch im Berliner Angriff klappte längst nicht alles, und so hieß es schließlich 30:28 für Aalborg. Bester Füchse-Werfer war jeweils Welthandballer Mathias Gidsel mit zwölf beziehungsweise sieben Toren.
Alba Berlin
Ojedas Sommer
Alba-Sportchef Himar Ojeda hat in dieser Sommerpause abgeliefert. Nach vielen stark einzuschätzenden Neuzugängen konnte er Justin Bean und Martin Hermannsson für weitere drei Jahre an den Club binden. Doch in der vergangenen Woche nun der Königs-Nicht-Transfer. Guard Jack Kayil, bester Nachwuchsspieler der BBL und der Champions League, war von NBA Champion New York Knicks gedraftet worden und präsentierte sich in der NBA Summer League. Die Knicks haben zurzeit aber Top-Guards. Zeit für Ehrenrunden in Europa in der Hoffnung, es doch als dritter Berliner nach Moritz und Franz Wagner in die beste Liga der Welt zu schaffen. Ojeda nutzte das Momentum, holte Kayil aus dessen noch bestehendem Vertrag bei Mega Basket (Serbien) heraus und gab ihm gleich einen Fünf-Jahres-Kontrakt mit Alba. Der Deutsche Meister hat nun einen sehr starken Kader zur Verfügung. Bis 2031 gehört diesem auch Center-Talent Nevio Bennefeld an, den seine Furchtlosigkeit und sein stabiler Wurf auszeichnen. Er wird auch weiter zusätzlich in der Pro B für Lok Bernau auflaufen. Bei den Frauen bleibt Point Guard und Anführerin Deeshyra Thomas (31) für eine weitere Saison. Auch ihretwegen hatte Alba 2024 die DBBL-Meisterschaft geholt. „Im Laufe der Jahre bin ich bei Alba ein Teil von etwas geworden, das über den Basketball hinausgeht. Mit dem Frauen-Programm wird hier etwas Bleibendes geschaffen, und Geschichte zu schreiben, wird nie langweilig“, freute sich Thomas.
Vollering triumphiert
Demi Vollering hat zum zweiten Mal die Tour de France Femmes gewonnen. Die 29 Jahre alte Niederländerin setzte auf der neunten und letzten Etappe rund um Nizza noch einmal ein deutliches Ausrufezeichen und sicherte sich neben dem Gesamtsieg auch den Tagessieg. 16 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering zur entscheidenden Attacke an. Aus einem Vorsprung von lediglich acht Sekunden zu Beginn des Tages machte sie im Gesamtklassement schließlich mehr als eine Minute. Damit ist sie die erste Fahrerin seit der Wiedereinführung der Tour de France Femmes, die das Rennen zweimal gewinnen konnte. Hinter Vollering belegte die Polin Kasia Niewiadoma Rang zwei. Für eine der bemerkenswertesten Leistungen aus deutscher Sicht sorgte Antonia Niedermaier. Die 23-Jährige beendete die Tour auf dem vierten Gesamtrang und verpasste das Podium lediglich um 51 Sekunden. Zudem gewann sie das Weiße Trikot als beste Nachwuchsfahrerin. Damit schrieb Niedermaier Geschichte: Noch nie zuvor hatte eine deutsche Fahrerin die Tour de France Femmes mit einem Wertungstrikot beendet. Bereits zuvor hatte sie mit Rang zwei beim Giro d’Italia ihr großes Potenzial unter Beweis gestellt. Dramatisch endete die Tour dagegen für die Schweizerin Marlen Reusser. Die zeitweise Gesamtführende stürzte auf der Schlussetappe und fiel vom dritten auf den 14. Rang zurück.
Erstmals auf dem Podium
Großer Erfolg für Justus Töpper vom Triathlon-Team Saar: Der Deutsche hat beim Weltcup im paraguayischen Asunción erstmals in seiner Karriere einen Podiumsplatz auf dieser Ebene erreicht. Über die olympische Distanz sicherte sich Töpper nach 1:42:50 Stunden den zweiten Platz. Nur der Neuseeländer Dylan McCullough war schneller. Nach dem Schwimmen hatte Töpper zunächst noch nicht zur Spitzengruppe gehört. Auf der Radstrecke arbeitete sich der Saarländer jedoch gemeinsam mit einer Verfolgergruppe wieder nach vorne und schloss zum zwischenzeitlich allein führenden Athleten auf. Damit brachte sich der Deutsche vor dem abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf in eine gute Ausgangsposition. Dort setzte sich Töpper gemeinsam mit McCullough und dem Australier Toby Powers vom restlichen Feld ab. Das Trio machte den Sieg unter sich aus. Der Neuseeländer gewann in 1:42:41 Stunden, neun Sekunden vor Töpper. Powers wurde in 1:43:15 Stunden Dritter. Für Töpper war Rang zwei der vorläufige Höhepunkt starker Wochen. Zwei Wochen zuvor war er bereits deutscher Vizemeister geworden, anschließend hatte er auch beim Wettkampf in Rio überzeugt.
Handball
HGS überzeugt gegen Zweitligisten
Die HG Saarlouis hat in der Vorbereitung auf die neue Saison den nächsten Achtungserfolg verbucht. In einem Benefizspiel bei den Eulen Ludwigshafen kam der saarländische Handball-Drittligist zu einem 27:27 (14:12) gegen den Zweitligisten. „Die Jungs haben wieder den nächsten Entwicklungsschritt gemacht“, zeigte sich HGS-Cheftrainer Jörg Lützelberger mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden.
Die Begegnung in der Günter-Braun-Halle fand im Gedenken an den Ludwigshafener Zugbegleiter Serkan Çalar statt, der während seines Dienstes durch eine Gewalttat ums Leben gekommen war. Sportlich nutzten beide Mannschaften die Partie als wichtigen Test in der Saisonvorbereitung. Dabei präsentierte sich Saarlouis über weite Strecken auf Augenhöhe und lag zur Pause sogar mit 14:12 in Führung. Vor allem mit der Defensivarbeit zeigte sich Lützelberger zufrieden. Auch nach dem Seitenwechsel hielt die HGS gegen den klassenhöheren Gegner dagegen. In der Schlussphase war sogar ein Sieg möglich: Nach einer Parade von Torhüter Finn Zecher versuchte Elyas Noh mit einem langen Wurf, das verwaiste Ludwigshafener Tor zu treffen, scheiterte jedoch am Pfosten. Einen Wermutstropfen gab es für die Saarländer allerdings. Laurin Karrenbauer knickte bei einer Angriffsaktion um und verletzte sich am Fuß. Eine genaue Diagnose stand zunächst noch aus. Am Montag beginnt für die HGS die letzte Woche der Vorbereitung. Den abschließenden Test bestreitet das Team am Freitag in Heilbronn-Horkheim.