HGS feiert Heimsieg
Die HG Saarlouis ist mit einem Sieg in die renovierte Stadtgartenhalle zurückgekehrt. Vor fast 1.400 Zuschauern setzte sich die HGS mit 33:23 (15:11) gegen Interaktiv Handball Düsseldorf-Ratingen durch und bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen. Überragender Akteur war Torhüter Michel Fiedler, der mit 19 Paraden und einer Fangquote von 45 Prozent großen Anteil am Erfolg hatte. Bester Saarlouiser Werfer war Marcel Becker mit neun Treffern. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzte sich die HGS kurz vor der Pause deutlicher ab und ging mit vier Toren Vorsprung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel sorgten die Gastgeber schnell für klare Verhältnisse. Bis zur 35. Minute baute Saarlouis die Führung auf 20:12 aus und ließ Ratingen anschließend nicht mehr herankommen. „Wir sind jetzt mal so richtig in der Saison drin“, sagte Trainer Jörg Lützelberger, betonte aber, dass seine Mannschaft noch weiteres Entwicklungspotenzial habe. Am kommenden Wochenende gastiert die HGS in Friesenheim.
KSV Köllerbach gewinnt Saar-Derby
Der KSV Köllerbach hat am vierten Kampftag der Ringer-Bundesliga das Saar-Derby beim ASV Hüttigweiler mit 21:9 gewonnen. Sieben der zehn Kämpfe gingen an die Gäste, die sich durch den Erfolg in der Tabelle von Rang sechs auf vier verbesserten. Köllerbach erwischte den besseren Start. Kamil Kerimov gewann seinen Kampf mit 15:0, anschließend setzte sich Hayk Khloyan mit 5:2 gegen Jan Krempin durch. Tigran Minasyan sorgte mit einem 15:0-Erfolg gegen Gleb Titov für weitere Punkte. Hüttigweiler kämpfte sich jedoch zurück, sodass der KSV lediglich mit einer 10:8-Führung in die Pause ging. Danach zogen die Köllerbacher davon. Dominic Arnold (6:3), Kapitän Marc Antonio von Tugginer (7:1) und Rostislav Leicht mit einem technisch überlegenen 16:0-Sieg sorgten für die Vorentscheidung. Zwar gewann Hüttigweilers Valentin Borzin noch knapp mit 4:2 gegen Andrey Shyyka, doch Vasile Taran machte mit seinem 11:2-Erfolg gegen Kevin Titov den 21:9-Derbysieg perfekt. Als Nächstes empfängt der KSV am 3. Oktober um 19:30 Uhr die RKG Reilingen/Hockenheim, der ASV ist zeitgleich beim AC Lichtenfels gefragt.
Erstmals Landeswinterspiele der Special Olympics
Nach den Nationalen Spielen im vergangenen Sommer richtet Special Olympics Saarland erstmals Landeswinterspiele aus. Vom 16. bis 18. März 2027 treten Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung in der Gemeinde Spiesen-Elversberg in fünf Sportarten an: Stocksport, Floorball, Schneeschuhlauf, Klettern und Tanzen. Neben den Wettbewerben ist ein umfangreiches Rahmenprogramm geplant. Dazu gehören eine Eröffnungsfeier, ein Gesundheitsprogramm, wettbewerbsfreie Angebote sowie eine Disco für die Teilnehmer. „Wir freuen uns riesig, dass Spiesen-Elversberg 2027 Gastgeber der Landeswinterspiele von Special Olympics Saarland sein darf“, erklärte Bürgermeister Bernd Huf.
Tischtennis
FCS-TT schlägt Bad Königshofen
Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat sein Heimspiel gegen den TSV Bad Königshofen mit 3:1 gewonnen. Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte Hugo Calderano, der beide Einzel souverän für sich entschied. Zum Auftakt setzte er sich ohne Satzverlust gegen Andre Bertelsmeier durch. Deutlich mehr Mühe hatte anschließend Eduard Ionescu gegen Daniel Habesohn. Nach wechselhaftem Verlauf musste die Entscheidung im fünften Satz fallen, den der Saarbrücker mit 11:5 gewann. Kapitän Patrick Franziska konnte den vorzeitigen Gesamtsieg dagegen nicht perfekt machen. Nach einem 0:2-Satzrückstand kämpfte er sich gegen Steger zurück und erzwang ebenfalls den Entscheidungssatz. Dort behielt der Bad Königshofener mit 11:9 die Oberhand. Calderano ließ anschließend jedoch keine Zweifel mehr am Saarbrücker Heimsieg aufkommen. Gegen Daniel Habesohn gewann der Brasilianer erneut glatt mit 3:0 und sicherte dem FCS damit den 3:1-Erfolg.
Eisbären Berlin
Wild und souverän
Da Stürmer Patrick Khodorenko noch länger nicht fit wird, haben die Eisbären Jean-Luc Foudy unter Vertrag genommen. Der 24-jährige Kanadier wechselte von den Iowa Wild aus der American Hockey League nach Berlin. Und schon in seinem ersten Einsatz für den Deutschen Meister zahlte sich der Transfer aus. Vergangene Woche Freitag traf er vor 17.592 Zuschauern in der Lanxess Arena in einer wilden Partie gegen die Kölner Haie zum 5:3, doch diese erzwangen noch die Overtime. Im Penaltyschießen schoss dann ausgerechnet Foudy das 6:5-Siegtor für Berlin. In Iserlohn am Sonntag traten die Eisbären souverän auf, trafen vier Mal, und Goalie Jonas Neffin hielt bei seinem DEL-Debüt seinen Kasten komplett sauber.
Teuer erkaufter Sieg
Alba-Chefcoach Pedro Calles hatte einiges zu bemängeln: „Wir sind heute zu langsam ins Spiel gestartet. Wir haben darauf gewartet, dass Frankfurt den Ton angibt, und haben anschließend nur reagiert. Zwei Aspekte, auf die wir uns konzentrieren wollten, haben heute nicht gut funktioniert: das Rebounding und die Eins-gegen-Eins-Verteidigung.“ In der Tat konnte sich Alba am 24. September in der Uber Arena erst ab dem 3. Viertel etwas von den Frankfurt Skyliners absetzen, bis am Ende der 94:83-Erfolg feststand. Doch dieser rückte in den Hintergrund. Hatte Alba schon zuvor Bedarf an einem weiteren Big Man, so waren es nun zwei, denn Norris Agbakoko brach sich gegen Frankfurt den Innenknöchel, Point Guard Martin Hermannsson zog sich kurz vor Schluss noch eine schwere Muskelverletzung am Oberschenkel zu. Beide fallen länger aus. Unter diesen Vorzeichen war das Gastspiel beim FC Bayern Basketball zwei Tage später ungünstig terminiert. Nach dem Verlust der sicher geglaubten Meisterschaft gegen Alba waren die Münchener hochmotiviert – und hochüberlegen. Die Berliner konnten zu keinem Zeitpunkt der Bayern-Dominanz etwas entgegensetzen und kassierten eine 61:95-Klatsche.
Füchse bei der Klub-WM
WM statt Bundesliga: Das HBL-Heimspiel der Füchse am 26. September gegen Balingen-Weilstetten musste verlegt werden, denn für die Berliner ging es nach Kairo zur Handball-Klub-Weltmeisterschaft. Die erste Aufgabe in Gruppe B am 25. September war keine Hürde für die Füchse. Zu schwach war Burgan SC aus Kuwait. Nach dem 38:18 gegen den Außenseiter wartete allerdings zwei Tage danach schon wieder Veszprém HC. Nach der deutlichen Heimniederlage in der Champions League präsentierten sich die Berliner deutlich besser und führten mit bis zu fünf Toren Vorsprung gegen die Ungarn, doch nach der Pause machten sie sich selbst das Leben schwer durch Zeitstrafen, Ballverluste und Fehlwürfe. So siegte Veszprém erneut, diesmal mit 34:33.
Drama um Tigst Assefa
Bis zu Kilometer 40 war sie beim Berlin-Marathon am 27. September sogar auf Weltrekordkurs: Tigst Assefa aus Äthiopien. Dann verletzte sich die 29-Jährige an einer Sehne, brach das Rennen aber nicht ab, sondern humpelte den letzten Rest der Strecke ins Ziel – und gewann immer noch in 2:11:04 Stunden. Eine Minute über dem Weltrekord, aber immer noch Streckenrekord. Sie musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Die Berliner Polizistin Anna Langerwisch war beste Deutsche in 2:27:31 Stunden. Bei den Männern gewann der Äthiopier Guye Adola Idemo in 2:02:50 Stunden. Gut fünfeinhalb Minuten später kam der schnellste Deutsche, Haftom Welday aus Hamburg, ins Ziel.