Triumph trotz Fehlern
Die Berliner Paarläufer Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben den Eiskunstlauf-Grand-Prix in Helsinki gewonnen. Trotz eines Sturzes lagen die beiden Berliner Athleten nach dem Kurzprogramm vorne und konnten auch nach einem weiteren Patzer in der Kür nicht von den US-Paaren Alisa Efimova und Misha Mitrofanov sowie Ellie Kam mit Daniel O’Shea von der Spitze verdrängt werden.
Konzentrationsmängel
Die Basketballerinnen von Alba Berlin spielten am 23. November beim TK Hannover keine gute erste Hälfte, bedingt durch viel Wurfpech. In der Pause wurde offenbar Zielwasser gereicht. Die Berlinerinnen, die nun auch besser reboundeten, setzten sich auf bis zu 15 Zähler Vorsprung ab. 3:36 Minuten vor Ende versprach eine Neun-Punkte-Führung den letztlich sicheren Sieg. Doch nun klappte bei Alba rein gar nichts mehr. Hannover zog mit einem 15:0-Lauf noch an Berlin vorbei und siegte 77:71.
Zwei Pflichtsiege
Beim VC Olympia am 19. November im Sportforum Hohenschönhausen gewannen die Berlin Recycling Volleys erwartungsgemäß mit 3:0, ließen aber viel Gegenwehr im zweiten Satz zu. Vier Tage danach empfing der Deutsche Meister aus der Hauptstadt den ASV Dachau, der in der Vorwoche daheim gegen den VCO nach 2:0-Führung noch 2:3 das Nachsehen hatte. Die Bayern hielten lange gut mit, dennoch stand am Ende ein 3:0 für die Gastgeber. Die Netzhoppers Königs Wusterhausen fuhren derweil den dritten Sieg in Serie ein. Hatten sie in der Vorwoche Freiburg und Dachau geschlagen, so bezwangen sie am 22. November zu Hause die Baden Volleys Karlsruhe auch in den Sätzen klar und deutlich mit 3:0.
Wiedergutmachung
Klare Worte von Eisbären-Coach Serge Aubin: „Was wir ändern müssen, ist unsere Einstellung.“ Zuvor hatten er und 14.200 Zuschauer in der Uber Arena am 21. November im Spiel gegen Red Bull München eine zerfahrene Darbietung des Heimteams gesehen. Einzig Andreas Eder traf für die Berliner, München siegte 3:1. Schon zwei Tage später bei Tabellenführer Straubing Tigers zeigten die Spieler ein anderes Gesicht. Sie ließen sich auch vom frühen Führungstreffer der Bayern nicht schocken, schlugen stattdessen viermal zurück. Am Ende stand ein nie gefährdetes 4:2 für den amtierenden DEL-Champion.
Handball
Siegesserie ausgebaut
Die Handballer der Füchse Berlin befinden sich zurzeit in einer absolut überragenden sportlichen Verfassung – und das trotz Schocknachrichten: Denn ihre HBL-Meisterschale wurde unter Nutzung eines Generalschlüssels aus der Geschäftsstelle gestohlen. Meisterhaft blieb es dennoch auf dem Platz: Vergangene Woche Donnerstag in der Max-Schmeling-Halle ließen die Berliner Sporting Lissabon nach höherem Vorsprung zwar erst noch einmal ausgleichen, setzten sich dann aber nicht zuletzt dank einer absoluten Spitzenleistung von Keeper Lasse Ludwig wieder ab und siegten am Ende mit einem absolut verdienten 33:29.
In der Bundesliga blieb das Auswärtsspiel drei Tage später in Mannheim bei den Rhein-Neckar-Löwen bis zum Schluss hin eine hart umkämpfte Angelegenheit. Am Ende hieß es dann aber doch Aufatmen für die Füchse, die sich schließlich mit einem knappen 33:30-Sieg gegen die Löwen durchsetzen konnten.
TGS im „kleinen Finale“
Die Bundesliga-Turner der TG Saar haben den Einzug ins „kleine Finale“ geschafft. Im letzten Wettkampf der regulären Saison in der Turn-Bundesliga gewannen die Saarländer in der mit rund 350 Zuschauern vollbesetzten Dillinger Kreissporthalle mit 41:14 gegen Eintracht Frankfurt und buchten damit das Ticket für das Endturnier der DTL am nächsten Samstag im SNP Dome in Heidelberg, wo sie nach ihrer dritten Bronzemedaille in Folge gegen Rekordmeister SC Cottbus greifen. „So klar hätte ich das nicht erwartet. Aber die Jungs haben einfach sehr gut geturnt und nix anbrennen lassen“, freute sich der TG-Saar-Vorsitzende Thorsten Michels nach dem souveränen Erfolg gegen die Frankfurter, für die es ob des anstehenden Rückzugs die letzte Vorstellung auf der Bundesliga-Bühne war.
Italien siegt
Italiens Tennisspieler haben auch ohne ihre Topstars Jannik Sinner und Lorenzo Musetti den Titel-Hattrick im Davis Cup perfekt gemacht. Die spanische Mannschaft, die im Halbfinale das deutsche Team rauswarf, wartet nach der Niederlage am vergangenen Sonntag weiter auf ihren ersten Titel seit 2019.
Der Gastgeber setzte sich bei der Endrunde in Bologna im Finale gegen Spanien mit 2:0 durch und triumphierte wie schon 2023 und 2024 im prestigeträchtigen Mannschafts-Wettbewerb. Dieses Kunststück hatten zuletzt die USA geschafft, die von 1968 bis 1972 sogar fünfmal in Serie gewinnen konnten. Der frühere Wimbledonfinalist Matteo Berrettini hatte Italien im Endspiel gegen Spanien mit einem 6:3, 6:4-Sieg gegen Pablo Carrena Busta in Führung gebracht. Flavio Cobolli sorgte anschließend mit einem 1:6, 7:6 (7:5), 7:5 gegen Jaume Munar für den entscheidenden zweiten Punkt. Das Top-Doppel Andrea Vavassori und Simone Bolelli musste in Bologna dann gar nicht mehr ran. Die Spanier, die ohne den verletzten Alcaraz auskommen mussten, müssen derweil auf ihren siebten Davis-Cup-Triumph warten. Sie standen erstmals seit 2019 im Finale.
Motorsport
Verstappen nah dran
Max Verstappen ist plötzlich wieder mittendrin im WM-Kampf. Weil die beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri aufgrund von Regelverstößen an ihren Autos in Las Vegas aus der Wertung genommen wurden, verbesserten sich die Chancen des Weltmeisters im Titelrennen schlagartig: Verstappen hat nur noch 24 Punkte Rückstand auf Norris – die letzten beiden Rennwochenenden in Katar und Abu Dhabi versprechen ein dramatisches Finale. „Es ist frustrierend, so viele Punkte zu verlieren“, sagte Norris in einer Mitteilung des Rennstalls: „Ich kann daran jetzt nichts mehr ändern.“ Teamchef Andrea Stella entschuldigte sich bei seinen Fahrern für die verlorenen Punkte zu einer „entscheidenden Zeit“ im WM-Kampf. Der zu hohe Verschleiß kam durch ein unerwartet starkes Hüpfen des Wagens im Rennen und den dadurch entstehenden Bodenkontakt zustande – die Gründe dafür muss McLaren erst noch suchen. Statt komfortabler 42 Punkte beträgt Norris’ Vorsprung auf Verstappen nur noch 24 Zähler. Zu Piastri hat Verstappen mittlerweile punktgleich aufgeschlossen. Somit ist der englische WM-Führende Norris zwar noch immer im Vorteil, doch jeder Fehler wiegt schwer: Bei einem weiteren Ausfall bei einem gleichzeitigen Sieg des Weltmeisters wäre Verstappen urplötzlich vorne. Maximal 58 Zähler gibt es an den beiden noch ausstehenden Rennwochenenden in Katar und Abu Dhabi zu holen.
Wichtiger Heimsieg
Handball-Drittligist HG Saarlouis hat den Titelkandidaten TV Gelnhausen in einem begeisternden Spiel mit 30:26 geschlagen. 1500 Zuschauer machten die restlos ausverkaufte Stadtgartenhalle zu einer Festung. Die HGS bleibt damit weiter an der Spitze. „Das ist die Stadtgartenhalle, und das habe ich gerade schon den Jungs im Kreis gesagt nach dem Spiel. Sie sollen das aufsaugen und sich merken, weil das unser Standard sein soll. Wir haben gekämpft, gebissen und verdient gewonnen“, schwärmte der zufriedene HG-Kapitän Tom Paetow gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. Auch Trainer Jörg Lützelberger war zufrieden: „„Was mich besonders stolz macht, ist, dass wir wirklich den Kopf und die Kontrolle bewahren und dann über die 60 Minuten wirklich ganz gut bei unserer Struktur bleiben.“ Für die Tabelle bedeutet der Heimerfolg für die HG, dass Gelnhausen jetzt auch bei vier Minuspunkten steht. Nur die HSG Nieder-Roden ist mit drei Minuspunkten besser platziert.