Crunch Time
In der German Football League (GFL) ließ Meister Potsdam Royals am 22. August zu Hause gegen die Kiel Baltic Hurricanes nichts anbrennen und überfuhr die Nordlichter mit 60:0. Währenddessen befürchten die Berlin Rebels, in die GFL 2 abzusteigen. Bei den Hildesheim Invaders reichte es für sie gerade einmal zu einem Safety im Schlussabschnitt. Nach der 2:26-Pleite sind die SCC-Footballer Letzte der Nordstaffel und müssten in die Relegation gegen den Südletzten Straubing Spiders. Allerdings spielen die Rebels noch zweimal – gegen den direkten Konkurrenten Braunschweig Lions am 29. August und im Nachholspiel am 6. September gegen Hildesheim. In der American Football League Europe hatte die Liga die Organisation des letzten Saisonspiels des insolventen Clubs Berlin Thunder übernommen. Diese zeigten sich am 22. August auf Augenhöhe mit Favorit Wrocław Panthers und unterlagen nur mit 33:36.
Chancenlos
Im SAP Garden von München sind die Füchse Berlin am 22. August gegen den Deutschen Meister SC Magdeburg böse unter die Räder geraten. Beim Supercup lagen die Pokalsieger aus Berlin einmal in Führung – mit 1:0. Danach übernahm der SCM komplett das Kommando. Auch zehn Treffer von Welthandballer Mathias Gidsel reichten nicht, um den 38:31-Sieg der Magdeburger um Gísli Kristjánsson (neun Tore) zu verhindern.
Erster Test
Während des Nationalmannschaftsfensters testete Alba Berlin ohne Malte Delow, Martin Hermannsson und Norris Agbakoko. Am 23. August wurde im Trainingszentrum in der Schützenstraße gegen die SBB Baskets Wolmirstedt aus der ProA viel rotiert und probiert. So kamen auch die Nachwuchsspieler Richard Schmitt, Fin Borczanowski und Noah Isichei zu Spielzeit. Topscorer beim 84:78-Erfolg waren Jack Kayil und Jordan Ford mit jeweils 13 Punkten. Am 29. August stehen zwei Pre-Season-Games an, diesmal vor Publikum beim Fanfest in der Sömmeringhalle. Die Frauen testen ab 15 Uhr gegen ihr Farmteam TuS Lichterfelde aus der 2. DBBL Nord, die Männer anschließend gegen die Veolia Towers Hamburg (BBL).
Carroll Connection
Pepperdine University, da war doch was. Richtig, am kalifornischen College wirkt seit sieben Jahren schon ein in Berlin sehr bekannter Trainer, nämlich Paul Carroll. Der Australier war von 2011 bis 2018 Diagonalangreifer bei den BR Volleys, holte sechs Meisterschaften, 2015 Bronze in der Champions League und gewann 2016 den CEV-Pokal. Vom inzwischen 40-Jährigen viel gelernt hat der 23-jährige US-amerikanische Außenangreifer Ryan Barnett. BRV-Boss Kaweh Niroomand: „Ryan ist sehr ehrgeizig und bringt alles mit, vor allem Qualitäten in der Offensive. Ryan bekommt bei uns jetzt eine große Chance.“ Mit der Verpflichtung von Barnett ist der 14-köpfige BRV-Kader komplett.
Tischtennis
Drama Queen Mittelham
Nationalspielerin Nina Mittelham spielt einfach gern Tischtennis. Nur so lässt sich erklären, dass die Weltranglisten-29. beim ersten WTT Feeder Berlin im TT-Dome Heyse25 gleich dreimal über die vollen fünf Sätze ging. Im Halbfinale wehrte die Spielerin von Gastgeber TTC Berlin Eastside sogar fünf Matchbälle der Japanerin Rin Mende ab. Im Endspiel gegen Kotomi Omoda (ebenfalls Japan) lag Mittelham mit 0:2 Sätzen und 0:3 im dritten Durchgang zurück, bis sie den Turbo zündete und in der Folge Omoda demontierte. „Die Premiere des WTT Feeder Berlin ist sportlich und organisatorisch gelungen. Neben Frankfurt und Düsseldorf ist Berlin, auch als Gastgeber des Youth Contender, der dritte wichtige Standort der WTT Series in Deutschland“, so DTTB-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Dörner.
Supermoto im September in St. Wendel
Vom 25. bis 27. September wird St. Wendel erstmals Austragungsort der „Supermoto of Nations“. Im Wendelinuspark kämpfen die besten Nationalmannschaften der Welt um den Team-Weltmeistertitel. Jeweils drei Fahrer pro Nation treten an, daneben gibt es eine Juniorenwertung für Piloten bis 23 Jahre. Nach Qualifikationsrennen am Samstag fallen die Entscheidungen in drei Läufen am Sonntag. Anders als bei einer klassischen WM gewinnt das Team mit der niedrigsten Punktzahl: Der Sieger eines Laufes erhält einen Punkt, der Zweite zwei und so weiter. Aus regionaler Sicht steht besonders Paul Müller aus Pfeffelbach im Fokus. Der 16-Jährige startet als jüngster Fahrer im deutschen Team und will vor heimischem Publikum um den WM-Titel kämpfen. Zusätzlich werden in St. Wendel die Piloten der Internationalen Deutschen Supermoto-Meisterschaft ihren Champion ermitteln. Gefahren wird auf einem anspruchsvollen Stadtkurs mit Asphalt- und Offroad-Passagen.
HGS verkauft sich teuer
Die HG Saarlouis hat sich in der ersten Runde des DHB-Pokals trotz einer 29:34 (14:18)-Niederlage gegen Bundesligist Frisch Auf Göppingen achtbar aus dem Wettbewerb verabschiedet. Vor 1.040 Zuschauern in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle bot der Drittligist dem Favoriten über weite Strecken Paroli. Dabei musste HG-Trainer Jörg Lützelberger auf mehrere Leistungsträger verzichten. Neben Neuzugang Laurin Karrenbauer fehlten unter anderem Yves Kunkel, Marko Jelicic, Olle Österhall und Hubert Kornecki verletzt. Dennoch erwischten die Saarlouiser einen guten Start und gingen durch Tom Paetow, Sven Eberlein und Elyas Noh zunächst mit 3:1 in Führung. Bis zum 7:7 nach elf Minuten verlief die Partie ausgeglichen, anschließend setzte sich der Bundesligist allmählich ab. Beim Stand von 14:18 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Saarlouis durch Marcel Becker und Noh auf 16:18 und hielt die Begegnung weiter offen. Göppingen, angeführt vom neunfachen Torschützen Erik Persson, bewahrte jedoch in den entscheidenden Phasen die Ruhe. „Heute überwiegt der Stolz über die Enttäuschung“, sagte Noh nach der Partie. Auch Lützelberger zeigte sich zufrieden: „Das war ein guter nächster Schritt in unserer Entwicklung.“ Nun richtet sich der Blick auf den Ligastart. Am Samstag um 19.30 Uhr empfängt die HG erneut in der Joachim-Deckarm-Halle die Bergischen Löwen zum ersten Spiel der neuen Drittliga-Saison.
Ehrung
Rehlinger empfängt SVE und FCS TT
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Sportminister Reinhold Jost haben die SV Elversberg und den 1. FC Saarbrücken-Tischtennis für ihre herausragenden sportlichen Erfolge gewürdigt. Bei einem gemeinsamen Empfang in der Staatskanzlei dankten sie Spielern, Verantwortlichen, Sponsoren und Unterstützern beider Vereine. Die SV Elversberg hatte am letzten Spieltag mit einem 3:0 gegen Preußen Münster erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den direkten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft. Der 1. FC Saarbrücken-Tischtennis feierte unterdessen eine historische Saison mit dem Triple. Nach dem Gewinn des deutschen Pokals verteidigte der FCS zum vierten Mal in Folge den Titel in der Champions League und sicherte sich anschließend mit einem 3:1 im Finale gegen Borussia Düsseldorf auch die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Rehlinger bezeichnete beide Vereine als wichtige Botschafter des Saarlandes. Sie machten das Land national wie international sichtbar und sorgten für Identifikation. Gerade die internationale Zusammensetzung der Mannschaften stehe zudem für ein weltoffenes Saarland.
Sportminister Jost hob die kontinuierliche Arbeit hinter den Erfolgen hervor. Diese seien das Ergebnis professioneller Strukturen, intensiven Trainings und eines starken Umfelds. Neben Spielern und Trainern hätten auch Vorstände, Beschäftigte, Ehrenamtliche, Sponsoren und Fans entscheidenden Anteil. Beide Vereine hätten sich ihre Erfolge über Jahre hinweg erarbeitet und zeigten, welche sportliche Leistungsfähigkeit im Saarland vorhanden sei, erklärten Rehlinger und Jost.