Knapper Sieg
Nachdem Rasta Vechta gleich das 1. Basketball-Viertelfinale bei Alba Berlin gestohlen hatte, schlugen die Berliner am 19. Mai an gleicher Stelle wacher und konzentrierter zurück. Vechtas Gameplan, der auf vielen Einzelleistungen und teils absurd schwierigen Distanzwürfen beruht, scheiterte. Die Vechtaer trafen schlicht nicht. Alba konnte sich auf fast 20 Punkte absetzen. Vechta machte es noch einmal spannend, doch die Berliner brachten das 90:85 zum Serienausgleich ins Ziel. Drei Tage später zog man für Spiel 3 nach Vechta in den Rasta Dome um. Vechtas Offense klickte wieder. Ausgerechnet Center-Veteran Tibor Pleiß schenkte Alba Dreier um Dreier ein. Rasta führte zur Halbzeit mit 53:44. Alba bäumte sich auf, verlor allerdings zu oft den Ball, so dass sich Vechta mit dem 91:82 in der Serie mit 2:1 in Führung brachte. Zwei Tage später vertauschte Rollen im Rasta Dome: Alba strotzte vor Selbstvertrauen, Vechta schien wie gelähmt, warf den Ball weg, traf nicht von außen – ganz im Gegenteil zu den Berlinern, die geleitet vom wie immer bärenstarken Martin Hermannsson nervenstark blieben, 85:79 gewannen und die Serie zum 2:2 ausglichen.
Spandau geht in Führung
Für das Männerteam von Spandau 04 ist es am Pfingstsamstag um die Deutsche Wasserballmeisterschaft gegangen. In Spiel 1 der Finalserie gegen Waspo Hannover, die im ungewöhnlichen Modus 1-2-1-1 ausgespielt wird, fügten die Spandauer dem Meister der vergangenen Jahre die erste nationale Niederlage seit 20 Monaten zu. Sie gewannen 3 der 4 Viertel und siegten 14:11. Nach Spiel 2 am 27. Mai gehen die Finals am 30. Mai mit Spiel 3 weiter – jeweils im Volksbad Limmer in Hannover.
Auf Kurs in die Handball-Champions-League
Die Füchse sind am 21. Mai nicht über ein 30:30 gegen die TSV Hannover-Burgdorf hinausgekommen. Parallel krönte sich der SC Magdeburg mit einem 31:30 gegen die SG Flensburg-Handewitt vorzeitig zum Meister. Am 24. Mai verlor Flensburg auch in Stuttgart, die Füchse rückten damit auf Rang 2, der für die Champions League berechtigt.
Pfingstspaziergang
Der Deutsche Football-Meister Potsdam Royals hat die Braunschweig Lions, zwölffache Deutsche Meister, sechsfache Eurobowl-Sieger, am Pfingstsamstag empfangen. Nur sind ihre jüngsten Titelgewinne schon länger her: national 2019, europäisch 2018. Im Potsdamer Sportpark Luftschiffhafen traten die Lions zudem ersatzgeschwächt an. Potsdam musste wenig Widerstand brechen. Erst kurz vor Abpfiff ließen die Royals 3 Punkte der Gäste zu und siegten 75:3 (54:0).
Tischtennis
Finalturnier boykottiert
Noch im Januar hatte der ttc Berlin eastside als Saisonziel insbesondere ausgegeben, „erneut Europas Königsklasse zu gewinnen“. Mitte Februar avisierte man eine Fanfahrt zum Final Four der Tischtennis-Champions-League nach Tarnobrzeg in Südostpolen. Am 23. Mai lief im Halbfinale gegen den Gastgeber allerdings die Berliner „Jugend-forscht-Aufstellung“ mit Yuka Kaneyoshi (19), Josi Neumann (16) und Mia Griesel (20) auf. Keine Nina Mittelham, keine Shan Xiaona, keine Natalia Bajor, keine Sabina Šurjan. Man wolle den Modus Final Four nicht unterstützen, so betonte es Manager Andreas Hain, denn: „Die ETTU nimmt uns unsere wichtigsten Heimspiele für unsere Fans, Sponsoren und die Medien ohne eine entsprechende Gegenleistung. Das Preisgeld ist so lächerlich niedrig, dass wir einen hohen Verlust einfahren werden. Zudem hat die ETTU eine neue fragwürdige Champions League für nächste Saison eingeführt, die es neben einem unsinnigen Spielsystem ermöglicht, mit zwei Nicht-Europäerinnen zu spielen. Damit vernichtet man rund 15 Arbeitsplätze für unsere besten Spielerinnen in Europa!“ An der Platte holte eastside nicht einen Satz gegen Tarnobrzeg um die deutsche Nationalspielerin Han Ying. Tags darauf gewannen die Gastgeberinnen erwartungsgemäß den Titel mit 3:0 gegen Metz.
Doberstein ist zurück
Profiboxer Jürgen Doberstein hat sich nach seiner K.o.-Niederlage im Februar in Saarlouis eindrucksvoll zurückgemeldet. Der 37-Jährige aus Kleinblittersdorf setzte sich bei einem Kampfabend am Samstag in der Columbiahalle in Berlin gegen den Mazedonier Emran Aliju (27) aus Euskirchen problemlos nach Punkten durch. In der vierten Runde hatte Ex-Weltmeister Doberstein seinen Gegner am Rande eines Knockouts. Aliju, ein unangenehmer Linksausleger, ging zu Boden, rappelte sich aber wieder auf und hielt bis zum Ende durch. Doberstein war nach dem Kampf – genau drei Monate nach der Niederlage gegen den Franzosen Hubert Dibombe und dem Verlust seines WM-Gürtels des Verbandes GBC im Supermittelgewicht – sehr zufrieden. „Es ist immer eine Herausforderung zurückzukommen“, sagte er: „Es war ein fantastischer Abend. Ich bin sehr glücklich über meine Leistung. Und ich habe ihn ja einmal auch richtig gut erwischt. Insgesamt habe ich klar gewonnen und alles richtig gemacht.“
Fünf Medaillen für Homburger Schwimmer
Jolina Schmolt vom Schwimmclub Homburg hat bei den Süddeutschen Meisterschaften in Stuttgart vier Titel geholt und eine Bronzemedaille gewonnen. Die 17-Jährige gewann unter anderem zwei Jahrgangstitel. Außerdem holte sie mit der 4x100-Meter-Freistil-Staffel der SSG Saar Max Ritter Gold. Zudem entschied sie die 200 Meter Lagen in neuer persönlicher Bestzeit von 2:25,61 Minuten für sich. Zum Abschluss der Titelkämpfe gewann Schmolt zusammen mit Anja Schaumburger mit der 4x100-Meter-Lagen-Mixed-Staffel der SSG Saar Max Ritter die Bronzemedaille. Aus Sicht des Vereins unterstrichen die Ergebnisse die starke Nachwuchsarbeit.
Mihambo triumphiert
Bei Sonnenschein und rund 30 Grad gingen beim Rehlinger Pfingstsportfest am Sonntag mehr als 300 Athletinnen und Athleten an den Start. Einer der Sport-Topstars, die beim Rehlinger Pfingstsportfest ihre Leistung zeigten, war Daniel Ståhl aus Schweden. Stahl hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio im letzten Versuch die Goldmedaille gewonnen. In Rehlingen stellte der Schwede in seinem zweiten Versuch mit 69,01 Metern einen neuen Stadionrekord auf. Auch wieder mit dabei war Weitspringerin und Tokio-Olympiasiegerin Malaika Mihambo, die vergangenes Jahr bei schwierigem Wetter die Goldmedaille in Rehlingen gewann. Diesmal siegte die 32-Jährige im sechsten und letzten Versuch mit 6,82 Meter und verbesserte damit erneut den Meetingrekord. „Mit dem Einstieg bin ich auf jeden Fall zufrieden“, sagte sie. „Darauf kann man aufbauen.“
HG Saarlouis
Bittere Niederlage
Rückschlag für die HG Saarlouis im Kampf um den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. Der Drittligist kassierte am Pfingstmontag eine unnötige und bittere 33:34-Auswärtsniederlage beim MTV Braunschweig. Dabei gaben die Saarländer Mitte der zweiten Halbzeit einen Vorsprung von acht Toren aus der Hand. Dann änderte der Trainer der Gastgeber das System und die Saarländer verloren den Zugriff. „Diese eine Umstellung von Braunschweig auf das ganz defensive System hat uns einfach zu viele Bälle gekostet“, sagte HG-Trainer Jörg Lützelberger: „Dann kommt Thermik auf in dieser Halle und das, was Hamm letzte Woche in Saarlouis erlebt hat, haben wir heute erlebt.“ Dennoch richteten Mannschaft und Trainer den Blick nach vorne: „Das tut den Jungs unglaublich weh, mir unglaublich weh. Ich habe ihnen gerade gesagt, dass es ein Teil der Reise ist und auch wichtig für uns ist, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und zu wachsen“, erklärte Lützelberger gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. Sein Kapitän richtete den Blick trotz der großen Enttäuschung direkt wieder nach vorne: „Das Ding muss spätestens, wenn wir im Bus sitzen, erledigt sein. In fünf Tagen haben wir am Samstag um 19.30 Uhr die nächste Aufgabe, in Hamm zu gewinnen“, meinte Paetow. Die HG, Hamm und Braunschweig haben nun alle 2:2 Punkte, Saarlouis hat trotz der Niederlage alles weiter in eigener Hand.