HBL-Pleite nach CL-Triumph
Das Champions-League-Hinspiel beim ungarischen Meister hatten die Füchse bereits gewonnen, am 27. November mussten die Handballer des KC Veszprém nun in der Max-Schmeling-Halle antreten. In einer kampfbetonten, lange Zeit äußerst engen Begegnung konnten sich die Gastgeber erst gegen Ende absetzen und fuhren mit 38:34 erneut die Punkte ein. Vor dem HBL-Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe am 30. November begann allerdings die Gerüchteküche zu brodeln. Und am 1. Dezember bestätigten die Füchse: Im Sommer 2027 wechselt der dänische Weltmeister und Olympiasieger – und gute Freund von Mathias Gidsel – Simon Pytlick von der SG Flensburg-Handewitt bis 2030 nach Berlin. Im Spiel gegen Lemgo scheiterten die Füchse jedenfalls zwölfmal am Österreicher Constantin Möstl im Tor der Ostwestfalen. Füchse-Keeper Lasse Ludwig hielt auch 12 Bälle, den Berlinern unterliefen aber mehr Fehler. So entführte Lemgo mit 34:33 die Punkte aus der Hauptstadt. Danach waren die Füchse nur noch Fünfte hinter Lemgo
Meisterliche Auftritte
Zwei klare Siege standen nach der vergangenen Woche für die Berlin Recycling Volleys zu Buche. Am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale in der Arena Rostock brach Gastgeber SV Warnemünde immer zur Satzmitte ein, die Berliner siegten 3:0 und müssen zum Halbfinale am 17. Dezember zum alten Rivalen VfB Friedrichshafen. Am Samstag ging es in der Bundesliga ans andere Ende des Landes. Bei den Baden Volleys Karlsruhe musste der Deutsche Meister nur im zweiten Satz größeren Widerstand brechen und fuhr mit einem 3:0 nach Hause. Parallel verloren die Netzhoppers Königs Wusterhausen wieder. Bei Aufsteiger Barock Volleys MTV Ludwigsburg unterlagen sie in vier hart umkämpften Durchgängen 1:3.
Die Mauer steht
Beim ersten DBBL-Heimspiel nach drei Auswärtsauftritten gab es eine Konstante im Spiel der Basketballerinnen von Alba Berlin. Auf die Verteidigung war am 29. November in der Sömmeringhalle gegen die Eisvögel des USC Freiburg stets Verlass. So ließen die Berlinerinnen im ganzen Spiel nur 47 Punkte (in Hälfte zwei nur 17) zu. Vorne fehlte ihnen lange das Wurfglück, sodass die Tabellenletzten eine Weile von ihrem zweiten Saisonsieg träumten. Nach der Pause fielen allerdings die Berliner Würfe, Freiburg hatte nichts zuzusetzen. Am Ende stand ein 66:47-Erfolg für Alba. Drei Tage nach dem Pokalspiel beim Syntainics MBC in Halle gibt es zu Nikolaus wieder ein DBBL-Heimspiel: gegen den Meister Rutronik Stars Keltern.
Anschluss gehalten
Im Verfolgerduell der Wasserball-Bundesliga der Männer haben sich die Wasserfreunde Spandau 04 durchgesetzt. Vergangene Woche Samstag bezwangen sie den ASC Duisburg in der Schwimmhalle Schöneberg mit 16:11 und schoben sich am ASC vorbei wieder auf Rang zwei hinter Waspo Hannover. Die SG Neukölln holte gegen Schlusslicht SV Cannstatt mit 17:11 ihren ersten Saisonsieg.
Eisbären Berlin
Lehrreiche Woche
Spielt man, so Eisbären-Trainer Serge Aubin vergangene Woche Mittwoch nach der 2:5-Pleite beim ERC Ingolstadt, mit zu wenig Einsatzbereitschaft und lässt daher zu viele Turnover zu, dann verliert man ein Eishockey-Spiel. Zwei Tage später war derselbe Coach sehr zufrieden, denn sein Team hatte bei den Grizzlys Wolfsburg komplett dominiert und 6:1 gewonnen. „Wir haben unseren Spielplan über die gesamte Spieldauer umgesetzt und das Spiel einfach gehalten.“ Zum Wochenausklang am Sonntag überließen die Eisbären nach gutem Beginn den Kölner Haien lange Zeit das Kommando. Bei 3:3 ging es erst in die Verlängerung, dann ins Penaltyschießen. „Im Shootout kann es immer in beide Richtungen gehen.“ In diesem Fall traf Nate Schnarr zum 4:3-Sieg für Köln.
Bronze für TGS
Die TG Saar hat sich beim Mannschaftsfinale der Deutschen Turnliga (DTL) in Heidelberg den dritten Platz gesichert. Dabei gewannen die Saarländer gegen den SC Cottbus. Schon 2023 und 2024 hatte die TG Saar im „Kleinen Finale“ Bronze geholt. Wie in den beiden Jahren zuvor siegte Straubenhardt im Finale und wurde erneut Deutscher Mannschaftsmeister im Turnen. „Das haben sich die Jungs nach so einer Saison mit vielen Hindernissen verdient“, sagte der TGS-Vorsitzende Thorsten Michels.
Deutlicher Sieg
Badminton-Bundesligist 1. BC Bischmisheim hat sein Auswärtsspiel gegen den TSV Trittau klar mit 7:0 gewonnen. Das erste Herrendoppel ging mit 3:0 (11:6, 11:4, 11:5) an Popov und Datko. Auch das erste Damendoppel mit Lohau und Thygesen ging mit 3:0 an den BCB. Im zweiten Herrendoppel setzten sich Christophersen und Seidl mit 3:1 durch. Popov siegte im Einzel mit 3:0. Jakobsen hat ihr Einzel ebenfalls mit 3:0 gewonnen. Im Mixed siegten Thygesen und Seidl. Auch das letzte Einzel konnte sich Christophersen souverän mit 3:0 sichern.
Bob
Sieg für Friedrich
Francesco Friedrich hat erstmals im aktuellen Olympia-Winter ein Rennen gewonnen. Bei seinem Dauerkonkurrenten Johannes Lochner rissen damit gleich mehrere Serien. Mit einem deutlichen Vorsprung auf die Verfolger hat sich Francesco Friedrich gemeinsam mit Tim Becker, Alexander Schüller und Felix Straub am vergangenen Sonntag in Innsbruck-Igls seinen ersten Saisonsieg geholt. Für den Bob-Dominator der vergangenen Jahre war es der insgesamt 88. Triumph in seiner Karriere. Für das deutsche Team setzte sich eine Serie fort –
auch der vierte Wettkampf des Winters bei den Männern ging an die knallgelben Bobs. Lochner und sein Team mussten sich auf der umgebauten und in die Kritik geratenen Bahn unter dem Patscherkofel diesmal mit Rang zwei begnügen. Adam Ammour verpasste das Podest als Vierter um eine Hundertstelsekunde, zur Halbzeit hatte er noch auf Rang zwei gelegen. So durfte sich der Italiener Patrick Baumgartner mit seiner Crew über den dritten Rang freuen. Lochner konnte sich, angeschoben von Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer, im zweiten Lauf mit der zweitschnellsten Zeit des Tages noch von Rang vier nach vorne schieben. Im Vierer-Weltcup liegen Lochner und Friedrich mit nun jeweils einem Sieg und einem zweiten Platz gleichauf. Weiter geht es für den Bob-Tross in zwei Wochen in Norwegen. Dann stehen auf der Olympiabahn von 1994 die nächsten zwei Rennen an – beide dann im Viererbob.
Boxen
Doberstein in Saarlouis
Box-Weltmeister Jürgen Doberstein tritt zur Titelverteidigung im Februar in der Stadtgartenhalle an. Sie wird der Schauplatz am 21. Februar sein, wenn Supermittelgewichtler Doberstein zwei Tage vor seinem 37. Geburtstag den WM-Titel des Verbandes GBC erstmals im Saarland verteidigt. Der Gegner steht schon fest, wird aber erst im Januar bekanntgegeben. Gewonnen hatte Doberstein den Titel am 24. September 2024 in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle und ihn bisher einmal verteidigt, am 25. Mai in Bassenheim bei Koblenz. „Bei der HG war ich noch nicht, aber schon öfter bei den Saarlouis Royals. Und ich habe mir schon immer gedacht, dass es cool wäre, hier zu kämpfen“, sagte Doberstein mit Blick auf den neuen Austragungsort: „Mein Wunsch ist es immer, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Zu zeigen, dass im Saarland große Dinge möglich sind, wenn man zusammenhält und zusammenarbeitet.“ Der Kampf ist eingebettet in die „Ursapharm Fightnight“, in deren Rahmen ein zweiter WM-Kampf stattfinden wird. Yakub Saglam wird seinen Titel im Schwergewicht verteidigen. „Gleich zwei WM-Kämpfe an einem Abend“, sagte Manager Michael Schultheis: „Das ist ein echtes Novum im saarländischen Sport.“