Trends
Auf den Punkt
Kaum ein Muster schafft es, so mühelos zwischen Verspieltheit und Stil zu wechseln wie der Punkt. Er zieht sich in dieser Saison durch die Kollektionen vieler Designer, von Moschino über Nina Ricci bis zu Dries Van Noten und Balenciaga. Moschino nutzt großformatige Punkte auf voluminösen Kleidern und Blusen und spielt mit der Grenze zwischen Mode und Kunst. Bei Nina Ricci schweben winzige Polka-Dots über Chiffon und Organza und verleihen klassischen Silhouetten Bewegung. Dries Van Noten mischt Punkte mit floralen Mustern, wodurch ein spannender Dialog zwischen Struktur und Freiheit entsteht. Balenciaga interpretiert das Motiv grafischer, in Schwarz-Weiß auf strengen Formen, und verleiht dem Look dadurch fast architektonische Präzision.
Ist denn schon Weihnachten?
Glimmernde Fransen erobern die Wintermode und setzen Outfits sofort auf Party-Niveau. Kleider mit schwingenden Metallfäden treffen auf Blazer mit funkelnden Kanten. Besonders schön gelingt der Trend in Silber und Champagner oder an schwarzen Teilen, die durch die Bewegung der Fransen lebendig wirken. Ein elegantes Beispiel liefert Stella McCartney mit schimmernden Statement-Kleidern. Alltagstauglicher geht es bei Ganni zu. Dort ist Tweed verziert mit leichten Fransen, die Looks im Büro wie beim After-Work aufwerten. Wer ein günstiges Trend-Piece sucht, findet bei Second Female stylische Bouclé-Blazer mit Fransen. Für den großen Auftritt eignen sich Clutches oder Miniröcke mit Pailettenfransen, dazu hohe Stiefel und dezenter Schmuck. Mehr Glitzer geht kaum.
Beauty
Winterdüfte
Die kühle Jahreszeit lädt dazu ein, auf intensive, warme Duftkompositionen umzusteigen. Sandelholz und Bernstein sorgen für eine samtige Basis, Vanille bringt süße Tiefe. Giorgio Armani Sì mit schwarzer Johannisbeere, Vanille und Wildleder ist hier eine gute Wahl. Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen findet sich im Jo Malone Ginger Biscuit, würzig-nussig mit Vanillenachklang. Würzig-holzig zeigt sich das Atelier Materi Black Oregano mit Kardamom, Oregano, Vetiver und Oud. Welcher Duft soll es sein?
Reiche Texturen
Wintercremes setzen auf Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Squalan, Avocadoöl oder Hagebuttenkernöl. Sie stärken die Hautbarriere und verhindern, dass die Haut bei Wind und Heizungsluft austrocknet. Luxushäuser wie La Mer oder Augustinus Bader setzen auf Kompositionen, die pflegende Fette mit Antioxidantien verbinden und so regenerierend wirken. Naturkosmetikmarken wie Weleda und Dr. Hauschka greifen auf pflanzliche Wachse und Öle zurück, die die Haut weich und geschmeidig halten. Auch moderne Emulsionen werden zunehmend fettreicher.
Fundstück der Woche
Blazer Liebe
Die kalte Jahreszeit bringt den Wunsch nach Stil und Wärme mit sich. Genau hier entfaltet der Blazer seine Vielseitigkeit in völlig neuer Form. Dabei setzen die Designer statt auf klassische Formen auf klare Linien, hochwertige Materialien und überraschende Details. Besonders gefragt sind Modelle im „Businesscore“-Look mit Nadelstreifen oder zurückhaltender Farbpalette von Grau über Braun bis Creme, die elegant und doch kraftvoll wirken. Gleichzeitig feiern Longline-Schnitte ihr Revival. Kastig, lang gezogen oder leger weit, welche Form darf es sein? Varianten in großer Ausführung wirken modern, unangestrengt und lassen sich perfekt zu Jeans oder einem weiten Rock kombinieren. Auch die Materialwahl rückt ins Rampenlicht. (Kunst-)Leder, Cord oder Brettgewebe wie Fischgrät ergänzen den Blazer um wintertaugliche Textur und Tiefe. Aus dem schlichten Blazer wird so ein echtes Statement-Piece. Taillierte Modelle wirken dabei besonders grazil.