Ursprünglich hatte der 1. FCS noch einen zweiten Testspielgegner gesucht, doch daraus wird wohl nichts. Am Nachmittag gab es einen hohen Sieg gegen eine Regionalauswahl.
Nach dem einzigen Testspiel im Trainingslager gegen den spanischen Fünftligisten Chiclana CF, der allerdings nicht in voller Besetzung angetreten war, zeigte sich Cheftrainer Jürgen Luginger zufrieden. „Das war gefühlt der höchste Sieg in meiner Trainerlaufbahn“, sagte er mit einem Schmunzeln nach dem 15:0-Erfolg, der locker noch höher hätte ausfallen können. Wichtiger als das Ergebnis sei für ihn jedoch der Auftritt gewesen. Vor allem offensiv habe die Mannschaft bereits ordentliche Abläufe gezeigt. „Für die Jungs war es wichtig, endlich wieder Tore zu schießen – auch wenn der Gegner nicht allzu stark war. Aber wie wir die Tore herausgespielt haben, das gibt Selbstvertrauen“, so Luginger.
Nicht alle mitgereisten Akteure kamen zum Einsatz. Abdoulaye Kamara arbeitet weiter am Comeback und befindet sich aktuell im Aufbautraining. „Er ist noch nicht so weit, braucht voraussichtlich noch zwei Wochen, bis er wieder einsatzfähig ist“, erklärte Luginger. Bei Amine Naifi wird es wohl noch länger dauern. Kapitän Sven Sonnenberg war am Vortag umgeknickt und saß ebenfalls nur auf der Bank. „Da warten wir mal ein, zwei Tage ab“, sagte Luginger.
Dominik Baumann blieb als einziger fitter Akteur ohne Spielminuten. „Es ist derzeit schwer für ihn. Er trainiert ordentlich, aber heute wollte ich, dass Sebastian Vasiliadis und Patrick Sontheimer Spielzeit bekommen. Einer musste in den sauren Apfel beißen“, sagte Luginger, der das Comeback der beiden Langzeitverletzten hervorhob. „Sonti war im Mittelfeld sehr präsent und aktiv“, sagte Luginger. „Und Vasi kommt rein und macht gleich sein Tor – das tut der Mannschaft gut.“
Besonders lobend äußerte sich Luginger über Amine Groune. Der Neuzugang komme aus einer sehr niedrigen Liga, habe sich jedoch kontinuierlich weiterentwickelt. „Gerade im Tempo sieht man, dass er dazugelernt hat. Ich freue mich auf die Rückrunde mit ihm.“
Am Donnerstag steht zunächst eine Regenerationseinheit auf dem Platz an, am Nachmittag folgt eine weitere Trainingseinheit. Am Freitag sind Abschlusseinheiten geplant, ein freier Nachmittag ist derzeit nicht vorgesehen. „Wir wollen die Zeit hier optimal nutzen, auch weil wir nicht wissen, wie die Bedingungen nächste Woche sein werden“, so Luginger. „Wenn wir nach Hause kommen, dürfen die Jungs dann frei machen.“