Bulimie
Schattenseiten des Ruhms
Hollywood-Legende Sylvester Stallone hat in jüngeren Jahren eigenen Angaben nach an Bulimie gelitten. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zu „Rambo“-Zeiten sei sein Körper seine Rüstung gewesen, sagte der heute 80-Jährige in einem Interview der „New York Times“. Die Kultfigur Rambo sollte seiner Meinung nach im Vergleich zu Boxer „Rocky“ animalischer sein, führte Stallone aus. „Nicht groß wie Arnold (Schwarzenegger), sondern eher wild und aggressiv und sehr geschmeidig und athletisch.“ Es sei zu einer schlimmen Obsession geworden. „Es ging so weit, dass ich bulimisch wurde.“ Beim Dreh zu „Rocky III“ sank sein Körperfettanteil auf 2,6 Prozent, und er habe nichts bei sich behalten können. Stallone, der damals in seinen Dreißigern war, nannte es eine „zwanghafte Körperanbetung“. Niemand könne das ohne Hilfsmittel und Drogen – man müsse Steroide nehmen. Mit Blick auf Teile seiner Karriere sagte er: „Ich habe meinen Körper missbraucht.“ Er habe neun Rücken- und zwei Schulteroperationen sowie mehrere Eingriffe an der Halswirbelsäule gehabt. Heute sei er zwar noch einigermaßen in Form, aber er nehme eine Menge Tabletten, um dranzubleiben, sagte Stallone. Zudem berichtet Stallone von Panikattacken und plötzlicher Todesangst, was sich immer häufiger wiederholt habe. (dpa)
Jede Bewegung zählt
Mehr Bewegung im Alter muss nicht gleich Sportprogramm bedeuten. Das zeigt die neue Studie „Präventive Bewegungsförderung im Alter“, die beim Kongress für Prävention und Langlebigkeit Anfang September in Berlin vorgestellt wurde. Dafür wurden 1.504 Menschen ab 55 Jahren aus Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis: Entscheidend ist nicht nur die eigene Motivation, sondern auch das Umfeld. Wohnortnahe Angebote, soziale Kontakte und geeignete Bewegungsorte erhöhen die Chance, aktiv zu bleiben. Besonders deutlich zeigt sich der Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand. Rund 30 Prozent der Menschen, die ihre Gesundheit als schlecht oder sehr schlecht einschätzten, waren inaktiv. Bei Personen mit gutem oder sehr gutem Gesundheitszustand waren es nur rund fünf Prozent. Die Botschaft der Forschenden lautet deshalb: Jede zusätzliche Bewegung zählt. Der größte gesundheitliche Gewinn entsteht bereits beim Wechsel von keiner zu etwas mehr Aktivität.
App warnt vor Smart Glasses
Nicht immer lässt sich auf den ersten Blick feststellen, ob ein Mensch nur eine auffällige Brille trägt oder ob da umfangreiche Technik drinsteckt, die mitfilmt. Immer wieder sorgen missbräuchliche Fälle von Smart Glasses im Alltag für Ärger. Bis wir als Gesellschaft eine klare Umgangsregelung mit diesen Geräten finden, gibt es erste Möglichkeiten der Selbstverteidigung – in Form einer App. „Nearby Glasses“ heißt das Programm für Smartphones (Android/iOS). Entwickelt hat es ein Nutzer der Plattform Github namens Yves Jeanrenaud. Einmal installiert und gestartet, sucht „Nearby Glasses“ nach den charakteristischen Bluetooth-Signalen solcher Brillen. Werden Herstellerkennungen gefunden, gibt es einen Hinweis auf mögliche Smart Glasses in der Nähe. Perfekt ist die App nicht, denn es kann zu Fehlalarmen kommen, etwa mit einigen Virtual-Reality-Brillen. Außerdem werden nicht alle Hersteller erfasst. Man kann die App also als Hinweisgeber nutzen. (dpa)
Chinesischer Preisbrecher
China schickt eines seiner erfolgreichsten Modelle in den Export und verkauft den Geely Xingyuan als E2 auch bei uns. Zu Preisen ab 19.990 Euro unterbietet er Modelle wie den VW ID.Polo oder den Renault R5 um gleich mehrere Tausend Euro. Dabei überzeugt er dennoch mit einer soliden Ausstattung, einem vorbildlichen Sicherheitspaket und alltagstauglichen Abmessungen. Zum Preisvorteil gibt es noch ein üppiges Garantieversprechen über acht Jahre, 200.000 Kilometer und einen Bonus beim Ladepartner EnBW. Es gibt ihn als E2 Pro mit 60 kW/82 PS und einem Akku von 35 kWh für eine Normreichweite von 252 Kilometern. Der E2 Max leistet 85 kW/116 PS, hat einen 47-kWh-Akku und soll 345 Kilometer weit kommen, kostet aber 4.000 Euro mehr. Allerdings sind 130 km/h Höchstgeschwindigkeit ein bisschen wenig, und auch beim Laden ist Geduld gefragt: Am Wechselstrom gehen maximal 6,6 kW und am Gleichstrom je nach Akkuvariante 60 oder 80 kW. (dpa/red)