Warnsysteme für im Auto vergessene Kinder getestet
Es passiert immer wieder, dass Kinder allein im Auto vergessen werden. Steht das Fahrzeug in der Sonne, kann das lebensbedrohlich sein. Manche Autos haben ein eingebautes System, das erkennen soll, ob nach dem Abstellen noch Kinder oder Tiere im Wagen sind, um idealerweise eine Warnkaskade auszulösen. Der ADAC hat in einer Studie vier Modelle unterschiedlicher Hersteller getestet. Zwei unterschiedliche „Child Presence Detection“-Systeme zur Erkennung gibt es: Die indirekten überprüfen eine Kombination aus Gurtschlossstatus, Sitzbelegung und Türöffnungen. Direkte sollen per Radar Bewegungen erkennen. Fazit des ADAC: Die direkt messenden Systeme hätten „das größere Potenzial“, weil sie nicht auf indirekte Rückschlüsse aus Türkontakten, Sitzbelegung oder Gurtschlosszuständen angewiesen sind. Generell unterstütze man „Child Presence Detection“-Systeme als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. (dpa)
Welche Versicherung zahlt bei Waldbrandschäden?
Der in Nordrhein-Westfalen wütende Waldbrand zwang schon jetzt zahlreiche Menschen dazu, ihr Hab und Gut hinter sich zu lassen und sich in Sicherheit zu bringen. Doch was, wenn die Flammen tatsächlich am zurückgebliebenen Eigentum züngeln? Welche Versicherung greift dann? Der Bund der Versicherten klärt auf: Wenn das eigene Haus durch die Flammen Schaden nimmt, können Eigentümer auf ihre Wohngebäudeversicherung bauen. Sie kommt entweder für die Reparatur des Gebäudes oder den Neubau zum Neuwert auf. Kosten- und Preissteigerungen sind hier also mitversichert. Für Schäden durch Brand oder Löschwasser an allen nicht fest mit dem Haus verbundenen Gegenständen – also etwa Möbel, Kleidung und technische Geräte – braucht es eine Hausratversicherung. Auch sie entschädigt die in Mitleidenschaft gezogenen Dinge zum Neuwert. Geht das Auto in Flammen auf, braucht es eine Kaskoversicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung genügt dafür nicht. (dpa)
Im Alter weniger fit
Wie gesund fühlen sich ältere Menschen in Europa? Eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft auf Basis von Eurostat-Daten zeigt deutliche Unterschiede zwischen den EU-Staaten. Im europäischen Durchschnitt bewerten vier von zehn Menschen ab 65 Jahren ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut. Deutschland liegt mit 36,6 Prozent darunter. Besonders positiv fällt die Selbsteinschätzung in Irland aus. Dort bezeichnen 62 Prozent der über 65-Jährigen ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. Auch in den Beneluxstaaten und in Skandinavien liegen die Werte vergleichsweise hoch. Die Erhebung misst allerdings keine objektive Krankheitslast, sondern die sogenannte subjektive Gesundheit. Sie beschreibt, wie Menschen ihre körperliche und psychische Verfassung selbst wahrnehmen. Dabei können chronische Beschwerden, Mobilität, soziale Kontakte und kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen.
Aktion
Für sicheres Schwimmen
Vier Tage und mehr als 200 Kilometer war die Extremschwimmerin Na-thalie Pohl im Wasser unterwegs. Sie schwamm vom Main bis zum Kölner Rheinufer. Mit ihrer Aktion will die 31-Jährige auf die Bedeutung des sicheren Schwimmens für Kinder aufmerksam machen. Über Spenden und Aktionen entlang der Strecke wurde Geld für Schwimmprojekte und Schwimmausbildung gesammelt. Bis zum Ende der Aktion kamen 616.000 Euro zusammen, wie ihr Team mitteilte. Pohl schwamm dabei nicht durchgehend. Sie wechselte sich etwa alle zwei Stunden mit anderen Schwimmerinnen und Schwimmern ab, und nachts wurde eine Pause gemacht. „Jedes Kind verdient es, sich sicher im Wasser zu fühlen“, sagte Pohl nach ihrer Ankunft laut Mitteilung. Sie sei froh, mit ihrer Aktion Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken zu können. Das Schwimmen in den großen Flüssen war dabei nicht ohne Risiko. „Gerade im Rhein ertrinken leider immer noch zu viele Menschen. Er ist kein Badegewässer, selbst wenn man gut schwimmen kann“, betonte Pohl. „Meine Challenge soll nicht als falsches Signal verstanden werden.“ Für ihr Projekt hatte die Schwimmerin eine Sondergenehmigung erhalten. (dpa)