Café-Traum
Therapie an der Bar
Psychologin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl sieht eine Trendwende weg vom Digitalen hin zu echten Begegnungen: „Die Menschen wollen wieder mehr ins richtige Leben reingehen. Nichts geht über echte Nähe, ein Von-Gesicht-zu-Gesicht-Gespräch“, sagte Stahl der Deutschen Presse-Agentur in Trier. In Trier hat sich Stahl jetzt einen persönlichen Traum erfüllt: Sie hat ein Lokal eröffnet – mit dem Namen „Heimat“. „Ich träume eigentlich seit 40 Jahren davon“, sagte sie. „Einen Ort zu kreieren, wo Menschen zusammenkommen, sich wohlfühlen, wo einfach viele Begegnungen stattfinden.“ Zu dem Café-Restaurant gehört auch ein großer Biergarten. Der Name „Heimat“ sei eine Anspielung auf ihren Bestseller „Das Kind in dir muss Heimat finden“ (2015). Er stehe aber auch für den Begegnungsort, den sie anbieten wolle. Künftig plane sie dort das Format „Bar-Therapie“, bei dem Gäste mit ihr über alle möglichen psychologischen Fragen ins Gespräch kommen können. Stahl sagte, sie sei auf das Lokal „ganz stolz“ und „eigentlich stolzer“ als auf ihre Bücher. „Ich habe so viel Wert darauf gelegt, dass es wirklich schön ist, dass es lecker Essen gibt und alles so schön gestaltet ist.“ Die gebürtige Hamburgerin lebt seit vielen Jahren in Trier. Gerade ist ihr neues Buch „Ich erklär’ das jetzt mal psychologisch“ erschienen. Es umfasst 45 Essays zu verschiedenen psychologischen Themen. (dpa)
Impfquoten sinken
In vielen EU-Ländern werden Kinder seltener oder später geimpft. Das zeigt eine aktuelle Studie, für die Daten aus allen 27 EU-Staaten von 1980 bis 2024 ausgewertet wurden. Auch Deutschland ist betroffen. Bei fünf von sieben untersuchten Kinderimpfungen gingen die Quoten zuletzt zurück. Aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen zugleich, dass vor allem bei Kleinkindern noch deutliche Impflücken bestehen. So waren 2024 im Alter von zwei Jahren 76 Prozent vollständig gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten geimpft, 73 Prozent gegen Pneumokokken. Die zweite Masernimpfung hatten zu diesem Zeitpunkt 78 Prozent erhalten. Viele Impfungen werden allerdings später nachgeholt. Bei den Schuleingangsuntersuchungen lagen die Quoten deutlich höher. Als mögliche Faktoren gelten Pandemie-Effekte, Fehlinformationen und ein verändertes Vertrauen in Impfstoffe. Fachleute warnen, dass größere Impflücken die Rückkehr eigentlich vermeidbarer Krankheiten begünstigen können.
ID.3 wird als GTI zum Elektrosportler
Ein halbes Jahr nach dem Facelift des ID.3 setzt VW jetzt wieder ein Sportmodell an die Spitze der elektrischen Baureihe. Das kompakte Kraftpaket wird als GTI angeboten, teilt der Hersteller mit. Preise nennen die Niedersachsen noch nicht, wollen aber nach offiziellen Angaben „unter 50.000 Euro“ bleiben. Bislang steht der teuerste ID.3 Neo mit 170 kW/231 PS mit 47.595 Euro in der Liste. Für das elektronisch geregelte Fahrwerk hat VW einen eigenen GTI-Modus mit spürbar härterer Abstimmung programmiert und die Lenkung neu kalibriert. Mit 240 kW/326 PS wird der ID.3 zum stärksten Serienmodell, das bis dato ein GTI-Logo getragen hat. Der Fünftürer beschleunigt in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 und wird erst bei 200 km/h elektronisch abgeriegelt. Im Boden des GTI steckt der 79-kWh-Akku der Baureihe, der eine Normreichweite von 601 Kilometern ermöglichen soll. Die maximale Ladeleistung hat VW auf 183 kW erhöht. (dpa)
Dodge bringt den Charger nach Europa
Der Dodge Charger kommt nach Europa. Für Preise ab 66.000 Euro gibt es nach Werksangaben gleich vier Grundtypen: als Coupé und Limousine, und der Hersteller bietet ihn als Verbrenner oder – als einziger in diesem Segment – mit Elektroantrieb an. Unter der langen Haube steckt beim Benziner ein Sechszylinder mit drei Litern Hubraum und zwei Turboladern, der je nach Ausbaustufe auf 308 kW/420 PS oder 404 kW/550 PS kommt und bis zu 719 Nm entwickelt. Damit beschleunigt der als Allradler konstruierte Amerikaner in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht maximal 285 km/h.
Für die Generation E bauen die Amerikaner zwei Elektromotoren ein, die auf 370 kW/469 PS oder 470 kW/630 PS kommen, und geben dem Charger den Beinamen Daytona. Sie beschleunigen das Gefährt in 3,3 Sekunden auf Tempo 100, bei 220 km/h zieht die Elektronik den Stecker. Die Energie liefert ein Akku mit 100,5 kWh, der für bis zu 510 Kilometer Normreichweite reichen soll. (dpa)