Mercedes-Truck setzt auf Wasserstoff
Daimler Truck setzt auf Dampf statt Dieselqualm. Denn parallel zum elektrischen Lastwagen entwickelt der Nutzfahrzeugkonzern für den Schwerverkehr auch die Brennstoffzelle zur Serienreife. So wollen die Schwaben lokal emissionsfreie Mobilität auf der Langstrecke bieten und den Aktionsradius des Mercedes eActros glatt verdoppeln: Bis zu 1.000 Kilometer soll der voll beladen 42 Tonnen schwere NextGenH2-Truck schaffen, bevor seine 85 Kilo großen Wasserstofftanks wieder gefüllt werden müssen. Genau wie der rein elektrische eActros fährt auch der Wasserstoff-Actros laut Hersteller mit einem E-Motor, der hier bis zu 375 kW/510 PS leistet. Aber wo beim elektrischen Laster eine Batterie von 600 kWh an Bord ist, gibt es hier nur etwa 100 kWh als Pufferspeicher. Die Hauptlast tragen zwei Brennstoffzellen von 150 kW/204 PS, in denen der Wasserstoff zu Wasserdampf reagiert und der Strom zum Fahren entsteht. Bis der Wasserstoff-Actros neben E-Modell und Diesel regulär im Katalog steht, werde es aber bis in die frühen 2030er-Jahre dauern. (dpa)
Doppelte Auszeichnung für Petgen-Dahm
Das Weingut Petgen-Dahm aus Perl-Sehndorf ist bei der Berliner Wein Trophy 2026, einem der weltweit strengsten Wettbewerbe überhaupt, zum elften Mal in Folge als „Bester Weinproduzent Deutschlands“ ausgezeichnet worden. Zudem ging auch der Titel „Bester Sektproduzent Deutschlands“ nach 2024 und 2025 zum dritten Mal in Folge nach Perl-Sehndorf. Bei dem alljährlichen Wettbewerb verkosten mehr als 300 internationale Juroren nahezu 11.000 Weine und Sekte unter notarieller Aufsicht. Am Ende stehen für das Weingut Petgen-Dahm zweimal „Großes Berliner Gold“ sowie 36 Goldmedaillen für die unterschiedlichsten Weine. Im Gespräch mit FORUM freuten sich Ökonomierat Ralf Petgen und seine Frau Brigitte besonders über die erneute Anerkennung der Fachjury für ihre verschiedenen Sekte.
Google bringt Desktop Mode auf Pixel-Smartphones
Pixel-Nutzer können ihr Smartphone bald zusammen mit einem Monitor auch als Desktop-Ersatz benutzen. Mit dem jüngsten Feature Drop im März soll der Desktop-Modus Schritt für Schritt für alle Google-Smartphones ab dem Pixel 8 verfügbar werden. Der Modus erweitert die Smartphones zusammen mit einem externen USB-C-Monitor um eine Desktopcomputer-ähnliche Oberfläche, die mit Maus und Tastatur angesteuert werden kann. Damit ist dann die Arbeit am großen Bildschirm auch in mehreren Fenstern möglich, etwa für Textbearbeitung, Fotos, Videostreams und mehr. Der Desktop Modus wird bereits seit 2025 in Test-Versionen von Googles Betriebssystem für Smartphones erprobt. Neben Google hat auch Samsung für viele seiner Smartphones einen ähnlichen Modus im Repertoire. DeX erweitert beim Anschluss an einen USB-C-Bildschirm die Oberfläche ebenfalls in einen Compter-ähnlichen Anzeige- und Benutzermodus. Für die Einführung auf den Pixel-Smartphones hat Google laut „golem.de“ mit Samsung zusammengearbeitet. (dpa)
Auszeichnung
Koch des Jahres
Im Sommer vorigen Jahres wurde Küchenchef Martin Stopp in seinem neuen Restaurant „Artama by Martin Stopp“ in St. Ingbert in nur sechs Monate nach der Eröffnung mit zwei Michelin-Sternen vom Guide Michelin ausgezeichnet. Jetzt darf sich der 46-Jährige über eine weitere Auszeichnung freuen. „Der Große Restaurant & Hotel Guide“, auch als der „Große Guide“ bekannt, hat den Senkrechtstarter zum „Koch des Jahres“ gekürt. Der „Große Guide“ ist nach eigenen Angaben eine feste Größe unter den deutschen Gastroführern, das Nachschlagewerk umfasst auf 736 Seiten Bewertungen von mehr als 2.000 Betrieben im deutschsprachigen, europäischen Raum, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz und Südtirol. Neben dieser Hauptkategorie vergibt die Redaktion Awards in verschiedenen Sparten, um besondere Leistungen in der Branche hervorzuheben. Stopps Handschrift ist es, mit wenigen, sehr guten Grundprodukten eine Küche zu kochen, die auf einer traditionellen Basis neue Interpretationen zeigt. Dabei ist sein Stil auf das Wesentliche reduziert. Weitere Informationen zu den Preisträgern und detaillierte Übersichten zu den Kategorien wie Sommelier, Patissière oder Hotelier des Jahres unter www.der-grosse-guide.de
Timing entscheidet
Nicht nur die Zusammensetzung der Nahrung, sondern auch der Zeitpunkt der Mahlzeiten beeinflusst den Stoffwechsel stärker als lange angenommen. Das ergibt sich aus der aktuellen Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Sie zeigt, dass ein frühes Essenszeitfenster die Fettverarbeitung im Körper selbst bei identischer Kalorien- und Nährstoffzufuhr messbar verbessern kann.
Untersucht wurden Frauen mit Übergewicht oder Adipositas, die ihre Mahlzeiten zu unterschiedlichen Tageszeiten einnahmen. Dabei wurde deutlich, dass der Organismus auf die gleiche Nahrung unterschiedlich reagiert: Frühere Mahlzeiten gingen mit günstigeren Blutfettprofilen einher, insbesondere mit niedrigeren Triglyzeridwerten, die als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass auch die Insulinempfindlichkeit im Tagesverlauf variiert. Als möglicher Mechanismus gilt der circadiane Rhythmus, der zahlreiche Stoffwechselprozesse steuert.
Kritik
Gegen Eintritt für Dom
Hape Kerkeling ist dagegen, dass für den Besuch des Kölner Doms bald Eintrittsgeld genommen werden soll. „Unmöglich! Das geht nicht“, sagte der Entertainer, Schauspieler und Buchautor der Deutschen Presse-Agentur. „Die Zeiten ändern sich – aber Eintrittsgeld für den Dom? Wer hat sich das denn ausgedacht?“ Das Domkapitel hatte kürzlich angekündigt, demnächst von Touristen Eintrittsgeld zu verlangen. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden. Gottesdienstbesucher und Betende sollen weiter gratis Zugang erhalten, ebenso Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins. In Hape Kerkelings neuem Film „Horst Schlämmer sucht das Glück“ kommt der Dom prominent vor – ebenso wie der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. „Wir wollten ihn wahnsinnig gern dabeihaben, denn zum Glück gehört für wahnsinnig viele Menschen ja nun auch der Glaube an Gott“, sagte Kerkeling. „Und deshalb hat das in einem Film über Glück viel verloren. Und mit wem sollte man darüber reden, wenn nicht mit dem Erzbischof von Köln, der Diözese, in der Horst Schlämmer nun mal beheimatet ist?“ Kerkeling war aber „dann schon sehr erstaunt, dass Herr Woelki tatsächlich zugesagt hat“. (dpa)