Suppenküche für den guten Zweck
Seit acht Jahren bezieht die mobile „Feld-Suppenküche“ in der Vorweihnachtszeit ihr Quartier auf dem historischen Marktplatz in Homburg. Ein Novum in diesem Jahr ist, dass Ehrenamtliche vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Homburg bei der Essensausgabe behilflich sind und die Institution auch gleichzeitig Empfänger der Spenden sein wird. Nachdem der DRK-Kreisverband Homburg vergangenen November Insolvenz angemeldet hat, tut Hilfe not. Diese Idee hatte Giuseppe Nardi, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Theiss Naturwaren GmbH und Projekt-Initiator. „Das DRK KV Homburg ist eine Institution, auf die sich viele Menschen in unserer Stadt verlassen“, so Nardi. „Mit unserer Aktion möchten wir diese Organisation, die vielfach Hilfe geleistet hat, unterstützen, damit die Mitarbeiter dort eine Perspektive haben und diese wertvolle Arbeit weitergeführt werden kann.“ „Wir als DRK-Kreisverband Homburg freuen uns sehr, dass Sie uns unterstützen“, so Geschäftsführerin Nicole Adolph. Die beiden Küchenchefs, Francesco Nardi und Christoph Bonaventura, bereiten alle Suppen tagesfrisch und auch in einer Veggie-Variante mit der Unterstützung des Teams Oh!lio zu. Von Mittwoch, 10. Dezember, bis Freitag, 12. Dezember kann dort frische Suppe von 12 bis 18 Uhr gegessen oder in mitgebrachten Gefäßen abgeholt werden (solange der Vorrat reicht).
Besserung in Sicht
Die verheerende Vogelgrippewelle bei Kranichen ist nach Ansicht von Experten weitgehend vorüber. „Die Infektionswelle ebbt jetzt komplett ab“, sagte Günter Nowald, Geschäftsführer der Gesellschaft Kranichschutz Deutschland. Das sei auch in anderen europäischen Ländern entlang der Zugroute so. Dass in diesem Herbst auf ihrem Zug nach Süden so viele Kraniche starben, liegt dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zufolge womöglich daran, dass die über Deutschland ziehende Population vom Virus in den Vorjahren weitgehend verschont blieb und keine Immunität aufgebaut hat. Die Vogelgrippe allerdings kursiert weiter – und das vehement. (dpa)
Nachschlag für Aston Martin
Der Aston Martin DBX festigt seine Position als eines der sportlichsten oder zumindest stärksten SUVs am Markt. Denn jetzt gibt es den Konkurrenten von Autos wie Bentley Bentayga oder Ferrari Purosangue auch als S-Modell mit einem erstarkten V8-Motor, teilt der Hersteller mit. Statt 520 kW/707 PS leistet das bei AMG in Affalterbach eingekaufte Turbo-Triebwerk nun 535 kW/727 PS und lässt damit alle konventionellen Konkurrenten hinter sich; nur mit Hybrid-Modul oder voll elektrisch wird das von anderen Geländewagen noch überboten. Weil schon das Grundmodell so stark ist, ändert sich bei den Fahrleistungen allerdings nichts: Von 0 auf 100 km/h beschleunigt auch der DBX S in 3,3 Sekunden und das Spitzentempo liegt hier wie dort bei 310 km/h. Immerhin nimmt das S-Modell der Grundversion von 0 bis 200 km/h drei Zehntel ab. Dafür allerdings machen die Briten – ungewöhnlich in dieser Liga – auch beim Preis keinen Unterschied und verlangen für beide Modelle 258.000 Euro. Aston Martin hat das Design sichtlich und die Abstimmung spürbar nachgeschärft. Und es gibt ein paar Extras, so drücken zum Beispiel ein Carbondach und Magnesium-Räder das Gewicht um 47 Kilo – treiben dafür aber den Preis am Ende dann doch um zusammen rund 26.000 Euro in die Höhe. (dpa)
Cupra Raval
Wilder Feger
Der elektrische Cupra Born bekommt einen kleinen Bruder: Im nächsten Sommer will die sportliche Seat-Schwester die Generation E mit einem neuen Einstiegsmodell locken. Technisch eng verwandt mit dem VW ID.Polo und benannt nach einem Stadtteil von Barcelona soll dieser Raval für rund 26.000 Euro an den Start gehen, teilte der Hersteller mit. Damit wäre er rund 1.000 Euro teurer als sein Vetter aus Wolfsburg. Allerdings verspricht Cupra dafür auch mehr Fahrspaß und Lebensfreude. Der Raval habe zudem einen fünf Zentimeter niedrigeren Schwerpunkt und eine einen Zentimeter breitere Spur als seine Verwandtschaft. Außerdem gibt es Finessen wie eine elektronische Differenzialsperre an der angetriebenen Vorderachse. Zum Start soll es den Raval laut Cupra in zwei Motorvarianten mit 155 kW/210 PS oder 166 kW/226 PS und immer 290 Nm geben. Später folgt eine abgespeckte Version für das Einstiegsmodell. Die beiden Akkus haben nach Informationen aus Unternehmenskreisen etwa 38 und 56 kWh und sollen Reichweiten von bis zu 450 Kilometern ermöglichen.
So agil und quirlig der Stadtflitzer auch sein will, findet der Sportsgeist beim Spitzentempo schnell seine Grenzen: Bei 175 km/h ist bereits Schluss. (dpa)
Ehrung für Margot Friedländer
Berlin benennt einen Platz nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der Vorplatz des Abgeordnetenhauses künftig den Namen der Berliner Ehrenbürgerin tragen, die am 9. Mai im Alter von 103 Jahren gestorben ist. Margot Friedländer (1921 bis 2025) stammte aus einer jüdischen Familie und wurde von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Nach der Befreiung 1945 ging sie mit ihrem Mann in die USA. Erst mit 88 Jahren zog sie zurück nach Berlin und erzählte ihre Geschichte als Zeitzeugin unter anderem in Schulen. Das ZDF-Dokudrama „Ich bin! Margot Friedländer“ brachte ihr Leben 2023 einem größeren Publikum nahe. Friedländers eindringlichster Appell war: „Seid Menschen.“ Sie fand auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee ihre letzte Ruhe. Vorschläge, sie nach ihrem Tod zu ehren und ihr Vermächtnis zu bewahren, gab es in Berlin in den vergangenen Monaten einige. Zu den Ideen gehörte, einen Platz in Charlottenburg, eine Straße in Kreuzberg oder eine Schule in Neukölln nach ihr zu benennen. Diskutiert wurde auch über ein Denkmal.