Elektro-SUV mit drei Motoren
Alpine entfernt sich weiter von seinen Wurzeln und hat sein erstes SUV gebaut. Auch wenn der A390, der im Frühjahr zu Preisen ab etwa 67.500 Euro in den Handel kommt, betont flach und schnittig ausfällt, ist er der mit Abstand größte Alpine seit Gründung der Marke. Der 4,62 Meter lange Fünftürer bietet selbst im Fond genügend Platz für zwei Erwachsene und hat 532 Liter Kofferraum. Im gleichen Segment zu Hause wie ein VW ID.5 GTX oder ein Toyota bZ4X lässt der A390 mächtig die Muskeln spielen. Er hat als einer der wenigen in dieser Klasse immer drei E-Motoren, von denen zwei an der Hinterachse montiert sind und mit variabler Kraftverteilung den Spaß in den Kurven steigern wollen. Die drei Maschinen kommen im Basismodell auf 295 kW/400 PS und im A390 GTS auf 345 kW/470 PS. Das reicht laut Alpine für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden und erst bei 220 km/h ist Schluss. Gespeist werden sie aus einem Akku von 89 kWh für eine Normreichweite von maximal 555 Kilometern. Danach wird mit 11 oder gegen Aufpreis 22 kW am Wechselstrom und bis zu 190 kW am Gleichstrom geladen, schreibt Renault. (dpa)
Bewegung gegen Alzheimer
Schon wenige Tausend Schritte täglich können den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung bremsen. Das zeigt eine Studie des Teams um Wai-Ying Wendy Yau vom Mass General Brigham in Boston, veröffentlicht in Nature Medicine. Bereits 3.000 Schritte am Tag könnten dazu beitragen, „dass sich im Gehirn weniger schnell schädigende Tau-Proteinklumpen ansammeln“, schreiben die Forschenden. Einen noch größeren Effekt zeigten 5.000 bis 7.500 Schritte täglich. „Hier scheint körperliche Aktivität die Ausbreitung dieser Veränderungen über Jahre hinweg zu verlangsamen und in Verbindung damit die mentale Leistungsfähigkeit zu schützen“, sagte Emrah Düzel vom Universitätsklinikum Magdeburg. Bewegung trainiere zudem Orientierung, Gedächtnis und Herz-Kreislauf-System. Düzel rät, mindestens 5.000 bis 7.000 Schritte täglich zu gehen – am besten beim Erkunden der Umgebung. Laut den Forschenden gilt: „Jeder Schritt zählt – und selbst kleine Steigerungen der täglichen Aktivitäten können sich im Laufe der Zeit zu nachhaltigen Veränderungen summieren.“
Passkeys erleichtern sicheres Whatsapp-Backup
Verschlüsselte Whatsapp-Backups lassen sich bald auch mithilfe des Passkeys-Verfahrens einfach und passwortlos speichern. Um die Sicherung der gesammelten Chats und Inhalte anzulegen oder wiederherzustellen, müssen Nutzer dann künftig nur die Abfrage des Passkeys-Kryptoschlüssels freigeben. Das geht so schnell und bequem, wie man es schon von vielen anderen Anwendungen gewohnt ist – nämlich per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Displaysperrcode. Das Passkeys-Backup soll sowohl auf iPhones als auch auf Android-Telefone kommen, wie die Meta-Tochter mitteilt. Bislang musste man sich für die verschlüsselte Speicherung eines Whatsapp-Backups ein Passwort oder einen 64 Zeichen langen Schlüssel merken. Die Passkeys-Funktion für die Datensicherung soll „in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise eingeführt werden“. (dpa)
Monarchie
Degradierter Prinz
Der Epstein-Skandal hat Folgen: Mit der öffentlichen Degradierung von Prinz Andrew versucht die britische Monarchie, einen Schlussstrich unter einen der größten Skandale ihrer modernen Geschichte zu ziehen. König Charles III. habe ein formelles Verfahren eingeleitet, um seinem Bruder alle verbliebenen Titel und Ehren zu entziehen, teilte der Buckingham-Palast am Mittwochabend mit. Der 65-Jährige soll fortan nur noch als Andrew Mountbatten Windsor firmieren und das luxuriöse Anwesen Royal Lodge räumen. Es ist ein tiefer Fall für den Royal, der einst als Lieblingssohn der Queen galt und wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verruf geriet. Ein Blick in britische Medien zeigt, dass die Causa Andrew historische Dimensionen angenommen hat. „Dies ist die schärfste mir bekannte Maßnahme gegen ein Mitglied der königlichen Familie“, sagte etwa die frühere BBC-Korrespondentin Jennie Bond dem Sender Sky. In der Boulevardpresse ist von einer „öffentlichen Demütigung“ die Rede, von einer „Sensation“ für die Geschichtsbücher – und bei Sky von einer „ultimativen Sanktion“ des Palasts. (dpa)