Die große Gala zur Ehrung der „Saarsportler des Jahres“ ist zurück: Am 17. Dezember werden die Preisträger im Saarlouiser Theater am Ring auf großer Bühne geehrt. Im Anschluss steigt die heiße Aftershow-Party.
Zwei Jahre lang mussten die Besten der Besten des „Saarsports“ auf ihren Roten Teppich verzichten. Am Samstag, 17. Dezember, ist es endlich wieder so weit. Im Rahmen der großen „Saarsportlerwahl“-Gala im Theater am Ring in Saarlouis werden die Saarsportlerin, der Saarsportler und die saarländische Mannschaft des Jahres 2022 gekürt. Ausgerichtet wird die Gala vom Verein Saarländische Sportjournalisten (VSS) in Kooperation mit der Kreisstadt Saarlouis. Im Fokus stehen dann wieder die besten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Saarlandes. Darüber hinaus werden auch wieder die besten Nachwuchssportler gekürt. Zur Wahl vorgeschlagen und letztlich auch gewählt werden die Sportlerinnen und Sportler von den Sportfachverbänden im Landessportverband für das Saarland (LSVS) und den im VSS organisierten Sportjournalistinnen und Sportjournalisten.
Enges Rennen in allen Kategorien
„Es ist in diesem Jahr so spannend wie lange nicht“, weiß Organisator Thomas Wollscheid. „In keiner Kategorie sind absolute Topfavoriten dabei.“ Bei den Frauen haben gleich vier Topathletinnen gute Chancen auf den Titel: Radsportlerin und Vorjahres-Preisträgerin Lisa Klein (Europameisterin in der Mannschaftsverfolgung, Deutsche Vizemeisterin im Einzelzeitfahren), Fußballerin Lena Lattwein (Vize-Europameisterin), Badmintonspielerin Isabell Lohau (Europameisterin, WM-Dritte im Mixed und EM-Zweite im Doppel) und Turnerin Pauline Schäfer-Betz (EM-Dritte mit der Mannschaft, Deutsche Meisterin). Auch die Motorsportlerin Carrie Schreiner ist nach ihrem historischen Erfolg nicht chancenlos: Die Völklingerin hat als erste Frau überhaupt den Meistertitel in der GT3 GT60-Serie eingefahren.
Bei den Männern könnte es ebenfalls eng werden. Fußball-Torhüter und Nationalspieler Kevin Trapp, der bekanntlich aus Merzig kommt, steht hoch im Kurs. Der Kapitän von Eintracht Frankfurt hat mit seiner Mannschaft in beeindruckender Manier die Europa League gewonnen und sich mit konstant starken Leistungen das Ticket für die laufende Fußball-WM in Katar verdient. Auch der Marathon-Läufer Richard Ringer vom LC Rehlingen ist nach seinem Sensations-Schlussspurt zum Sieg bei den European Championships in München ein heißer Kandidat auf den Titel „Saarsportler des Jahres“. „Er ist zum ersten Mal auf unserer Liste“, weiß Thomas Wollscheid. „Auch Kevin Trapp hat ein herausragendes Jahr gespielt. Dazu ist Tischtennis-Nationalspieler Patrick Franziska immer ein aussichtsreicher Kandidat. Ohnehin ist die Liste bei den Männern außergewöhnlich lang.“
Bei den Mannschaften wird Dauerkandidat und Titelverteidiger 1. FC Saarbrücken Tischtennis sicher wieder weit vorne landen. Doch es gibt starke Konkurrenz: Die DLRG Völklingen hat als frisch gebackener Deutscher Mannschaftsmeister im Rettungsschwimmen ebenso gute Chancen wie erstmals auch die SV Elversberg. Die Fußballer von der Kaiserlinde haben mit dem Drittliga-Aufstieg, dem Saarlandpokalsieg und der aktuellen Tabellenführung in der 3. Liga mächtig abgeliefert.
Dem wollen auch die saarländischen Sportjournalisten in nichts nachstehen und haben sich für die Gestaltung des Rahmenprogramms ordentlich ins Zeug gelegt. Allen voran Thomas Wollscheid: „Ohne zu viel zu verraten wird es unter anderem einen sehr emotionalen Tanz geben, bei dem der Behindertensport eine große Rolle spielen wird“, berichtet der SR-Reporter und ergänzt: „Es wird auch eine Turndarbietung geben. Nachdem wir 2019 den Turn-Nachwuchs auf der Bühne hatten, geht es in diesem Jahr eher um die Altinternationalen, die eine ganz besondere Nummer auf die Bühne bringen wollen.“ Dort werden neben den aktuellen Preisträgern noch weitere Aktive erwartet: „Wir haben die noch nicht geehrten Gewinner aus dem Jahr 2021 nicht vergessen“, betont Wollscheid. Die musikalische Gestaltung der Festveranstaltung übernimmt das Gunni-Mahling-Showensemble – erstmals mit großem Orchester.
In den Räumlichkeiten des Theaters am Ring wird es in Kooperation mit dem Sparkassenverband eine Fotoausstellung geben, für die die saarländischen Sportfotografinnen und Fotografen jeweils ihre fünf besten Sportfotos bereitstellen. Diese Ausstellung geht nach der Veranstaltung auf Wanderschaft durch die saarländischen Sparkassen-Filialen. „Ab dem Moment, in dem der Vorhang auf der Bühne fällt und sich die Türen des Foyers öffnen, sind wir die Gäste einiger Saarlouiser Kaufleute, die die Aftershow-Party ausrichten werden“, berichtet Thomas Wollscheid: „Da unsere Veranstaltung in diesem Jahr nicht auf den Totensonntag fällt, müssen wir uns auch nicht zurücknehmen. Es wird eine richtige Party werden, mit DJ Tom und allem, was es dazu sonst noch braucht.“
„Ein starkes Zeichen für den Saarsport“
Einschränkungen durch die andauernde Corona-Pandemie fürchtet Wollscheid nicht: „Wir wollen die Veranstaltung auf jeden Fall durchziehen – gegebenenfalls natürlich unter den aktuell geltenden Bestimmungen“, stellt er klar und ergänzt: „Wenn nicht gerade wieder ein totaler Lockdown ausgerufen wird, wovon ich nicht ausgehe, dann wird das auch gelingen.“ In den vergangenen zwei Jahren ist dies nicht gelungen. Auch deshalb ist Wollscheid, der bereits 2019 nach 16 Jahren aus dem Amt des VSS-Vorsitzenden ausgeschieden war, überhaupt noch mit der Planung und Organisation der Gala betraut. „Weil die Veranstaltung 2019 ein schöner Erfolg war, wurde die Bitte an mich herangetragen, dieses Erlebnis doch im nächsten Jahr zu wiederholen“, erklärt Wollscheid. Doch seither fiel die Veranstaltung zweimal pandemiebedingt aus. Umso glücklicher ist Thorsten Klein, der dem VSS seit 2021 vorsteht, dass sich Wollscheid erneut dieser Aufgabe widmete: „Wir sind Thomas sehr dankbar. Er ist durch seine langjährige Erfahrung bestens vernetzt und hat es geschafft, dass diese hochkarätige Veranstaltung die Pandemie überstanden hat. Das ist ein starkes Zeichen für den Saarsport.“ Die Lorbeeren reicht der so Gelobte weiter: „Ich bin unseren Partnern sehr dankbar, dass sie uns von Anfang an ein klares Zeichen gegeben haben, dass sie über die Pandemie hinaus an Bord bleiben“, sagt Wollscheid und ergänzt: „Nach dem Motto: ‚Wir lassen die Verträge von 2020 bestehen und ändern nur das Datum, wenn es soweit ist.‘“ Diese Zeit ist nun gekommen und eingetragen wurde: 17. Dezember 2022.