Nur Dritte im Pokal
Das Frauen-Team von Alba Berlin wollte als Ausrichter eigentlich erstmals den DBBL-Pokal gewinnen. Doch schon das Halbfinale am 1. März in der Sömmeringhalle ging daneben. Gegen die Saarlouis Royals verspielten noch die Gastgeberinnen vor 1.850 Fans eine 17-Punkte-Führung. Saarlouis hatte schon beide Bundesliga-Spiele gegen Alba gewonnen und einmal gegen die Rutronik Starks Keltern. Derart beseelt, besiegten die Royals um Turnier-MVP Martha Burse tags darauf im Endspiel auch Keltern und das absolut dominant mit 97:73. In dieser Form sind die Saarländerinnen ein Faktor im Titelrennen. Alba betrieb erfolgreich Wiedergutmachung und schlug die Eigner Angels Nördlingen im Spiel um Platz drei mit 91:55. Albas Männer-Team verlor in der Euroleague am 28. Februar chancenlos 73:98 bei Anadolu Efes Istanbul, verpflichtete aber Big Man Robert Baker II aus dem G-League-Team der Orlando Magic bis Saisonende. Er kann in Euroleague und Bundesliga auflaufen.
Klar gescheitert
Der SC Potsdam und Gastgeber Allianz MTV Stuttgart trafen am 1. März in der Stuttgarter Scharrena aufeinander. Nachdem der SCP zu Saisonbeginn den Triple-Gewinner der letzten Spielzeit gehörig hatte ärgern können, wies der MTV den Potsdamerinnen diesmal schon nach 67 Minuten mit 3:0 die Tür. Der Club aus Brandenburgs Landeshauptstadt bleibt dennoch weiter Vierter vor Suhl.
Füchse halten Kurs
Um unter möglichst günstigen Umständen in die Play-offs der Handball-Champions-League einziehen zu können, mussten die Füchse vergangene Woche Donnerstag zu Hause unbedingt gegen den HC Pelister Bitola aus Nordmazedonien gewinnen. Das gelang letztlich durchaus souverän mit 39:29 (15:12). Die beiden Erstplatzierten der Gruppe ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Dritten bis Sechsten müssen eine Zusatzrunde absolvieren. Die Füchse rangierten nach der Partie auf Platz drei. In der Bundesliga ging es drei Tage danach zum SC DHfK Leipzig. Wie fast immer machte der HBL-Tabellenzwölfte den Berlinern lange das Leben schwer, bis diese sich in der zweiten Hälfte deutlich steigerten und 33:30 siegten. Dadurch rückten die Füchse auf Platz zwei vor und lagen nur noch einen Zähler hinter Spitzenreiter MT Melsungen.
Play-offs klargemacht
Der TTC Berlin Eastside hat sich zur Rückrunde der Tischtennis-Bundesliga verstärkt. Die weitgehend unbekannte 18-jährige Japanerin Yuka Kaneyoshi feierte am 1. März auswärts beim ESV Weil ihr Deutschland-Debüt gleich an Setzposition eins. Und sie lieferte: einen Sieg im Doppel zusammen mit Mia Griesel und zwei im Einzel.
Sabina Šurjan, Josi Neumann und Mia Griesel steuerten die weiteren Zähler beim 6:1-Erfolg bei, durch den – das Kernziel – die Play-offs erreicht sind. Daher schmerzt es wenig, dass es tags drauf beim TSV Dachau nicht so rundlief. Eastside verlor in gleicher Aufstellung 4:6.
Eisbären Berlin
Hauptrunden-Zweite
Vermutlich sieht man sich in den bald beginnenden DEL-Play-offs wieder. Doch vergangene Woche Mittwoch hatten die zweitplatzierten Eisbären erst einmal mit 1:3 das Nachsehen beim Tabellenführer ERC Ingolstadt. Durch gutes Spiel sei man zur Führung gelangt, befand Eisbären-Trainer Serge Aubin, habe danach aber zu kompliziert gespielt. Zwei Tage später bei Red Bull München bewiesen die Berliner Fighter-Qualitäten und kamen zweimal von einem Rückstand zurück, um am Ende sogar 3:2 zu gewinnen. Zurück in Berlin am 2. März, mussten sich die Eisbären nach langer Dominanz gegen das Comeback der Wolfsburg Grizzlys im Schlussdrittel stemmen, trafen dann aber noch zweimal zum 6:3-Endstand. Damit ist den amtierenden Champions Platz zwei nach der Hauptrunde nicht mehr zu nehmen, gleichbedeutend mit der festen Qualifikation für die Champions Hockey League in der kommenden Saison.
Viele Teilnehmer
Am 18. Juni findet der siebte Saarbrücker Firmenlauf statt. 2024 gingen 8.400 Läuferinnen und Läufer aus 470 Unternehmen an den Start, die Veranstalter rechnen für dieses Jahr mit einer fünfstelligen Teilnehmerzahl. Der Firmenlauf startet am Mittwoch, 18. Juni um 18 Uhr am Tbilisser Platz vor dem Staatstheater. Die Strecke hat sich nicht geändert: Nach dem Start am Theater geht es durch die Mainzer Straße, später rechts in die Straße des 13. Januar, über den Lyonerring und die Bismarckstraße, dann noch an die Saar und über den St. Johanner Markt zurück zum Theater ins Ziel.
Wer einfach nur zuschauen möchte, kann sich ab 17 Uhr das Rahmenprogramm ansehen – es gibt Essens- und Getränkestände sowie ein Musikprogramm. Die verbindliche Anmeldegebühr pro Teilnehmer, die vonseiten der Unternehmen getragen wird, kostet 23,50 Euro plus Mehrwertsteuer. Anmeldungen sind bis zum 2. Juni online möglich unter www.firmenlauf-sb.de/anmeldung.
Überraschender Erfolg
Skispringer Andreas Wellinger hat sein Formtief pünktlich zum Saisonhöhepunkt beendet und bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim die Silbermedaille gewonnen. Der 29 Jahre alte Bayer sprang im Wettbewerb von der Normalschanze 106,5 und 104,5 Meter und musste sich nur dem Norweger Marius Lindvik geschlagen geben. In dem hochklassigen Wettkampf trotzten die Weltklasse-Skispringer den widrigen Bedingungen mit Dauerregen und teilweise heftigem Wind. Karl Geiger schaffte es als zweitbester Deutscher auf Rang vier. Vor dem WM-Einzel in Norwegen war das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher zwei Monate in allen Wettbewerben chancenlos geblieben. Zum Abschluss der Titelkämpfe wird am Samstag der Weltmeister von der großen Schanze gesucht.
Basketball
Royals feiern Pokalsieg
Die Basketballerinnen der Saarlouis Royals haben am ersten März-Wochenende Geschichte geschrieben. Dabei lief noch in der vergangenen Spielzeit vieles sehr unrund, zwei Trainer mussten gehen. Am Ende der DBBL-Play-offs stand immerhin Platz vier.
Um dieses Level zu halten, verpflichtete man in der Off-Season Matiss Rozlapa als neuen Chefcoach. Und mit ihm an der Seitenlinie sorgten die Royals bald für Furore. Sowohl in Saarlouis als auch in Berlin schlugen die Royals die amtierenden Meister Alba Berlin. Gegen Albas Vorgänger als Champions, die Rutronik Stars Keltern, holten sie einen Sieg aus zwei Spielen und sind in wenigen Monaten ein ernst zu nehmender Kandidat auch auf den Meistertitel geworden. Quasi als Aufgalopp wollten sie sich beim Pokal-Top-Four der DBBL in Berlin zum vierten Mal nach 2008, 2009 und 2010 die Trophäe sichern. Doch im Halbfinale wartete gleich Ausrichter Alba auf die Ladys aus Saarlouis. Vor 1.850 Fans in der Sömmeringhalle, darunter auch Fan-Kontingente aus Saarlouis, Keltern und Nördlingen, ließen die Hauptstädterinnen zuerst nichts anbrennen und holten mit starker Defense und sicherem Wurf eine 40:23-Halbzeitführung heraus. Hatten sie zuvor überfordert gewirkt, kamen die Royals Stück für Stück besser ins Spiel. Nun unterliefen auch Alba vermeidbare Fehler, Saarlouis fand den Shooting Touch, zog dank des grandiosen Duos Martha Burse (23 Punkte) und Hayley Frank (18) vorbei und bezwang die Berlinerinnen schließlich mit 72:67 zum dritten Mal in Folge.
Tags darauf im Finale wartete mit Keltern die nächste Hürde. Die Damen aus dem Schwarzwald hatten den Eigner Angels Nördlingen keine Chance gelassen und gingen wie stets mit sehr großem Selbstvertrauen ins Endspiel. Kurz vor Weihnachten hatte es in Saarlouis beim Ligaspiel beider Teams Ärger gegeben, auch weil eine Spielerin Kelterns „niemandem persönlich“ den Mittelfinger gezeigt hatte. Die Royals hatten somit genug Motivation. Sie hatten im rechten Moment auch das Spielverständnis, um Keltern zu jedem Zeitpunkt des Finals komplett zu dominieren. Frank legte beim 97:73 insgesamt 23 Punkte auf.