„The Stochelo and Mozes Rosenberg Trio“ eröffnet das „fill in – International Jazz Festival Saar“ mit Eigenkompositionen, Jazz-Standards und Gypsy-Jazz-Klassikern, die den klassischen Jazz mit der traditionellen Musik der Sinti und Roma verbinden.
Die niederländischen Brüder Stochelo (57) und Mozes (42) Rosenberg gelten seit Jahrzehnten als profilierte Musiker des Gypsy-Jazz. Schon als Kinder spielten sie Gitarre – erst mit Freunden und Familienmitgliedern, dann mehr und mehr vor einem größer werdenden Publikum in europäischen Ländern. Trotz dieser erfolgreichen Karriere haben sie nie gelernt, nach Noten zu spielen. „Wir haben keine klassische Musikausbildung und machen alles nach Gehör.“ Diese Improvisation mache ihre Musik so einzigartig. Abhängig von ihrer Stimmung würden sie ihre Kompositionen bei jedem Auftritt anders spielen, sodass auch für sie jeder Termin vor Publikum neu und spannend ist. „Wir freuen uns sehr, in Saarbrücken aufzutreten und unsere Musik vor einem großen Publikum zu spielen“, sagen die Brüder Rosenberg.
In den vergangenen Jahrzehnten gaben Stochelo und Mozes Rosenberg zahlreiche Konzerte auf vielen großen und internationalen Jazzfestivals. Einen dieser Auftritte erlebte auch Oliver Strauch, künstlerischer Leiter von „fill in – International Jazz Festival Saar“. „Ich bin selbst auch Musiker, viel unterwegs und international gut vernetzt“, sagt er. „Als ich die Rosenberg-Brüder gehört und gesehen habe, sprang der Funke ihrer besonderen Musik sofort auf mich über. Sie werfen sich gekonnt die musikalischen Bälle zu, ihre Klänge haben viel Herz und entfachen große Emotionen.“
Inspirationsquelle für Stochelo und Mozes Rosenberg ist Django Reinhardt. Der französische Gitarrist, Komponist und Bandleader (1910 bis 1953) gilt als Begründer und Vorreiter des europäischen Jazz, indem er die Musik der französischen Sinti (den sogenannten „Manouches“) mit Stilelementen des US-amerikanischen Jazz und den Melodien des französischen Tanzes Valse Musette mischte. Typisch für diesen Gypsy-Jazz sind akustische Gitarren, die auch Stochelo und Mozes Rosenberg meisterhaft beherrschen. Sie haben seit ihrer Jugend einen eigenen, besonderen Stil entwickelt, weil sie oft auch als Solisten auftreten, sich bei ihren gemeinsamen Auftritten aber einander herausfordern und vorantreiben. Das Brüder-Duo wird durch den Bassisten Matheus Nicolaiewsky zum Trio.
Das Konzert bei „fill in – International Jazz Festival Saar“ ist die musikalische Premiere für das Stochelo und Mozes Rosenberg Trio im Saarland. Oliver Strauch präsentiert den Auftritt bewusst als Opener des Festivals, denn „ihre wunderschönen Melodien und ihr virtuoser Gitarrenstil werden die Freunde und Freundinnen des Jazz ebenso wie ein neues Publikum begeistern und auf weitere Konzerte neugierig machen“.
Ihren Besuch in Saarbrücken werden die Niederländer auch privat nutzen. „Wenn wir in wunderschönen Städten wie Saarbrücken auftreten, nehmen wir uns immer gerne Zeit, die Stadt zu besichtigen und mehr über ihre Geschichte zu erfahren.“