So stark war noch kein Cadillac
Cadillac biegt auf die elektrische Überholspur ab und bringt seinen Geländewagen Lyriq nun auch als V-Modell. Die Sportversion kommt in Europa im November in den Handel und soll mindestens 108.809 Euro kosten, teilte der Hersteller mit. Dafür gibt es den 5,04 Meter langen Fünfsitzer mit zwei Motoren von zusammen 452 kW/615 PS und 880 Nm – mehr Leistung, als bei jedem anderen Cadillac zuvor. Das reicht im besten Fall für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,3 Sekunden, und erst bei 230 km/h riegelt die Elektronik ab. Die Energie dafür liefert ein Akku mit 91 kWh, der eine Normreichweite von 470 Kilometern ermöglichen soll. Während der Lyriq V zu den schnellsten Sprintern in seiner Liga zählt, ist er beim Laden allenfalls Durchschnitt: Mehr als 190 kW sind auch am Schnelllader nicht drin.
Während der Lyriq außen den Sportler gibt, verspricht Cadillac den Insassen im Innenraum ein luxuriöses Ambiente mit besonders edlem Leder. (dpa)
Quecksilber in Flüssen
Flüsse transportieren heute rund 1.000 Tonnen Quecksilber pro Jahr in die Ozeane – etwa zweieinhalb Mal so viel wie im Jahr 1850. Das berichtet ein internationales Forschungsteam um Yanxu Zhang von der Tulane University in New Orleans in der Fachzeitschrift Science Advances. Hauptquellen des hochgiftigen Schwermetalls sind industrielle Prozesse, Kohleverbrennung sowie vor allem der Goldabbau im Kleinbergbau. Besonders stark stieg der Quecksilber-Eintrag laut Studie in Südasien, Südostasien und im Amazonasgebiet. „Der Quecksilber-Haushalt des Amazonas beträgt mittlerweile über 200 Tonnen pro Jahr, wobei drei Viertel davon auf menschliche Aktivitäten zurückgehen“, erklärt Zhang. Zusätzlich fördere die Abholzung die Bodenerosion – und damit den Eintrag in Flüsse. Auch sibirische und nordamerikanische Flüsse tragen mehr bei – etwa wegen tauender Permafrostböden. Immerhin: Im Mittelmeer sei der Eintrag zurückgegangen, so Zhang. Ein historischer Vergleich helfe, politische Maßnahmen gezielter auszurichten.
Keine Gefahr durch lange Arbeitstage
Lange Arbeitstage mit mehr als zehn Stunden stellen laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für Büroangestellte kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. „Wer mehr als zehn Stunden täglich arbeitet, berichtet auch nicht signifikant häufiger von Erschöpfung oder anderen Belastungssymptomen als Beschäftigte mit kürzeren Arbeitstagen“, heißt es in der Untersuchung. Diese bezieht sich auf eine Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem Jahr 2021 mit über 8.600 Büroangestellten. Nach der geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes soll künftig eine wöchentliche statt der bisherigen täglichen Höchstarbeitszeit möglich werden. Voraussetzung sei jedoch Freiwilligkeit: „Wo längere tägliche Arbeitszeiten freiwillig in Kauf genommen werden, beeinflusst dies die Zufriedenheit mit der Arbeit nicht.“ Die Studie betont jedoch: „Nicht jede Tätigkeit eignet sich für längere Arbeitszeiten.“
Hilfsangebot
„Element der Hoffnung“
Hollywoodstar Will Smith (56) will im Hinblick auf die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Los Angeles seinen Einfluss positiv geltend machen. „Ich lebe in Los Angeles, und das ist eine unglaublich schwierige Zeit“, sagte Smith im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in London. Er habe aber das Gefühl, „in einer einzigartigen Position zu sein, um helfen zu können“. Auf die Geschehnisse in L.A. bezogen sagte er: „Ich hasse es immer, wenn die Lösung schlimmer ist als das Problem“. Er wolle positiv auf die angespannte Situation einwirken und Teil einer besseren Lösung sein, machte er deutlich. Politisch wolle er sich aber nicht engagieren, stellte er klar. „Ich habe über eine Karriere in der Politik nachgedacht, aber ich habe das Gefühl, dass die künstlerische Ausdrucksform in dieser Phase meines Lebens mein Beitrag als Mensch ist“, so der Oscar-Preisträger („King Richard“). „Ich werde die Dinge sagen, die ich sagen will, und die Dinge erforschen, die ich erforschen will.“ Einfluss wolle er vor allem über seine Musik nehmen, um „ein Element der Hoffnung und des Optimismus einzubringen“, erklärte Smith, der sich im Wahlkampf 2016 mehrfach kritisch zu US-Präsident Donald Trump geäußert hatte. (dpa)