Nina Brachmann (34)
Mosaik-Künstlerin | Weißensee
Scherben haben Nina Brachmann Glück gebracht. Eigentlich war sie schon immer ein „Bastelkind“. Aus Vernunftgründen studierte sie aber zunächst Tourismus, lernte Sprachen, verbrachte Zeit in Spanien und ein Auslandssemester in Belgien. Zwischendurch jobbte sie in einem Keramikmalstudio. Die Arbeit war ihr vertraut, schließlich war ihre Oma Keramikerin. Auf einer Reise durch Brasilien kam sie mit der Mosaikkunst in Berührung. Auf dem Gelände eines Permakulturprojektes, für das sie sich engagierte, war vieles mit Bildern aus kleinen bunten Steinen verziert. In einem Crash-Kurs entstand schließlich ihr erstes eigenes Mosaik. Danach war sie „angefixt“. Zurück in Berlin gestaltete Nina Brachmann mit anderen Freiwilligen in einem sozialen Projekt mit Upcycling-Materialien ein Badezimmer. Nach mehreren Workshops entschied sie sich für die Selbstständigkeit. Ihre Vasen oder Spiegel verkauft sie im Laden an der Bizetstraße oder auf Märkten. Derzeit verschönert sie eine große Tischplatte. Material hat die Mosaik-Künstlerin genug. Im Lager warten noch viele Kisten mit Scherben. In Kursen lernen die Teilnehmer aus zerbrochenen Tellern und Tassen Mosaik-Kunstwerke zu gestalten. Dazu kommen Teamevents für Firmen oder Privatpersonen: Weihnachtsfeiern oder Hochzeiten. Zu den beliebtesten Erinnerungsstücken gehört ein Herz mit der Aufschrift: „Scherben bringen Glück“. www.mosi-mosa.com