Camila Piana (43)
Künstlerin | Prenzlauer Berg
Hinter den 110 farbigen Kreisen auf einer Wand verbirgt sich das Leben von 110 Familien und damit die Geschichte von 401 Personen. Im Entstehungsprozess nutzte Camila Piana die Geburtsdaten der Menschen. Nach und nach wurden daraus unterschiedlich gestaltete Kreise. In anderen Arbeiten verwendet sie gern auch Körpergrößen und geografische Koordinaten. Ihre fast wissenschaftliche Herangehensweise erinnert an ihr früheres Leben, in dem sie als Wirtschaftsingenieurin in der Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie tätig war. Später organisierte die Peruanerin im heimischen Lima mit ihrem Ex-Mann regelmäßig Techno-Partys, Festivals und andere Groß-Events. Über die Gestaltung der Bühnenbilder entdeckte sie ihre künstlerische Seite. Nach ihrem Umzug 2017 nach Berlin nahm sie am Artist-in-Residence-Programm des Berlin Art Institute (BAI) teil und beteiligte sich an Ausstellungen. Ihre Ausstellung „Snapshots“ ist noch bis zum 19. Juli in der TAA Galerie an der Fasanenstraße zu sehen. Camila Piana liebt zwar immer noch das Abstrakte und die Mathematik. Doch hinter der scheinbaren Einfachheit verbirgt sich ein vielschichtiges künstlerisches Universum. Camila Piana experimentiert mit neuen geometrischen Figuren und immer häufiger auch mit Worten. Bei der Arbeit an ihren technisch perfekt angefertigten Zeichnungen, kommen jede Menge Emotionen hoch. www.taa-galerie.de/artistis/camilapiana