Kanu
Sebastian Brendel tritt ab
Den „König der Canadier“ hatte ihn jüngst der rbb genannt. Sebastian Brendel hat in seiner Kanu-Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: dreimal olympisches Gold, 13 Weltmeistertitel, 29 Europameisterschaftsmedaillen. Sein letzter großer Auftritt in seiner Paradedisziplin, dem Einer-Canadier (C1), lief allerdings nicht gut. Bei Olympia in Paris 2024 kam er nicht mehr aufs Siegerpodium. Zeit, nachzudenken, ob er nach 29 Jahren Wettkampf-Kanu noch eine weitere Saison in sich hat. Im Februar dieses Jahres war er sich klar: nein. Er setzte sich seitdem in kein Boot mehr, trainierte nur noch auf dem Trockenen ab. Vergangene Woche hat er folgerichtig einen Schlussstrich unter seine sportliche Traumkarriere gesetzt. Der Polizei-Oberkommissar will sich mit nun 37 Jahren lieber um seine berufliche Zukunft kümmern. Ab Herbst arbeitet er im Referat Aus- und Fortbildung der Bundespolizei und hat dort auch mit dem Spitzensport zu tun. Dem Kanusport bleibt der A-Trainer in seinem Verein, dem KC Potsdam, erhalten – aber im Jugendtraining, nicht bei der Elitenförderung. Zeit, es nach fast 30 Jahren endlich ruhiger anzugehen und nicht ständig auf Achse zu sein.
Royals und Rebels überzeugend
Zwei sehr ungewöhnliche Spiele in der German Football League (GFL). Der amtierende Deutsche Meister Potsdam Royals spielte vergangene Woche Samstag im heimischen Stadion Luftschiffhafen eine merkwürdige 1. Hälfte gegen die Braunschweig Lions. Offensiv anämisch kassierten sie ein Field Goal und bekamen einen Punt gar zum Safety geblockt. Pausenstand: 0:5. Nun wendete sich aber das Blatt, Potsdam ließ nichts mehr zu und scorte in jedem Viertel zwei Touchdowns mit 2-Punkte-Erhöhung und fuhr einen souverän aussehenden 32:5-Erfolg ein. Die Berlin Rebels mussten derweil zu Spiel 1 von 4 ihrer „Auswärts-Tournee“ zu den Paderborn Dolphins reisen, dies aber unter sehr unglücklichen Umständen. Ihr Wide Receiver Gabriel Lawangin war kürzlich völlig unerwartet im Alter von nur 21 Jahren verstorben. Auf dem Platz traten die SCC-Footballer allerdings dominant auf. Sie hatten das Hinspiel in Berlin 40:0 gewonnen. In Paderborn ließen sie nur ein unentschiedenes Viertel zu und siegten 51:21. Potsdam blieb Zweiter der GFL Nord hinter Dresden, gefolgt von den Rebels.
Alba schrumpft Kader zusammen
Nach 24 Jahren in den Wettbewerben Euroleague oder Eurocup unter Ägide der Euroleague tritt Alba Berlin in der kommenden Saison in der vom europäischen Verband FIBA Europe ausgerichteten, aber schwächer eingestuften Basketball Champions League (BCL) an. Eine Gelegenheit, die Kadergröße nach unten zu regulieren. Im Bereich Point Guards bestand zuletzt ein zahlenmäßiges Überangebot. Daher trifft es sich gut, dass Žiga Samar eine Ausstiegsklausel zog und nach seiner Ausleihe dorthin nun fest beim spanischen Club Dreamland Gran Canaria bleibt. In der BCL-Gruppe B treffen die Albatrosse ab dem 7. Oktober auf ERA Nymburk (Tschechien), BC Sabah aus Baku in Aserbaidschan sowie einen noch nicht feststehenden Qualifikanten.
Würziger Spielplan
Die Volleyball-Bundesliga hat die Spielpläne für die neue Spielzeit veröffentlicht. Rekordmeister Berlin Recycling Volleys startet am 21. Oktober gleich mit einem Knaller in die neue Kampagne. Gast in der Max-Schmeling-Halle ist niemand Geringerer als der alte Rivale VfB Friedrichshafen. Die Netzhoppers empfangen in der Paul-Dinter-Halle von Königs Wusterhausen die SWD Powervolleys Düren. Bei den Frauen geht die Liga deutlich früher wieder los. Schon am 10. Oktober muss der SC Potsdam beim Dresdner SC antreten. Mit dabei ist dann erstmals die Außenangreiferin Jovana Dordevic. Die 19-jährige Deutsch-Serbin kommt aus der 2. BL Pro vom BBSC Berlin und hat für zwei Jahre plus Option unterschrieben.
Ruhiger Verbandstag
Beim ordentlichen Verbandstag des Saarländischen Schwimmbundes (SSB), der am Dienstag, 1. Juli, stattfand, wurde der amtierende Vorstand im Amt bestätigt.
Präsident Maiko Zimmer, seine Stellvertreter sowie die Fachwarte legten den Delegierten einen Rückblick auf ein Jahr mit zahlreichen sportlichen Erfolgen und strukturellen Fortschritten vor. Neben der sportlichen Bilanz standen auch Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Verbandes und zur strategischen Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen im Fokus.
Die Vereinsvertreter sprachen dem Vorstand daraufhin ihr Vertrauen aus und wählten die Führungsspitze für weitere zwei Jahre.
Ein besonderer Moment des Abends galt Steffen Mann, der nach 24 Jahren als Wasserballwart aus dem Vorstand ausscheidet. Präsident Zimmer dankte ihm für sein langjähriges Engagement.
Heimspiel zum Auftakt
Nach einem furiosen Liebherr TTBL-Finale, dem Abschied von Tischtennis-Legende Timo Boll und der Meisterschaft der TTF Liebherr Ochsenhausen richtet die Tischtennis Bundesliga (TTBL) den Blick nach vorne und freut sich auf eine spektakuläre Saison 2025/26.
Gleich der 1. Spieltag verspricht dabei eine Menge Spannung und Tischtennis auf Weltklasse-Niveau. Am Sonntag, 31. August, empfängt der 1. FC Saarbrücken TT den TTC Schwalbe Bergneustadt – und wird dann voraussichtlich erstmals mit Fan Zhendong antreten. Der mehrfache Weltmeister und aktuelle Olympiasieger schlägt in der neuen Saison für die Saarländer auf, hat beim FCS bereits für einen großen Hype gesorgt und soll das Team in der TTBL, im Deutschem Tischtennis-Pokal und in der Champions League zum Titel führen. Die Saarländer gelten als Topfavorit.
Der komplette Spielplan der Hauptrunde der Saison 2025/26 ist im Internet auf der Homepage der TTBL unter www.ttbl.de zu finden. Alle Spiele der Tischtennis Bundesliga werden auch in der Saison 2025/26 live und exklusiv bei Dyn übertragen.
Handball
Trauer um Klemens Port
Die Handballszene in Saarlouis trauert um Klemens Port. Der langjährige Jugendtrainer, frühere Regionalligaspieler und Ehrenmitglied der HG Saarlouis ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Über sieben Jahrzehnte hinweg hatte sich Port in unterschiedlichen Rollen für den Handballsport engagiert – zuletzt als leidenschaftlicher Ausbilder der jüngsten Nachwuchsspieler. Bereits 1951 begann Port seine Laufbahn als Jugendspieler. In den Folgejahren durchlief er sämtliche Stationen im Verein, wurde mehrfacher Meister und war als Aktiver bis in die Regionalliga vertreten. Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn widmete er sich vor allem der Nachwuchsförderung – sowohl im Verein als auch im Rahmen von Schul-AGs. Seine besondere Leidenschaft galt dabei dem Training von Minis und F-Jugendlichen. Erst mit 80 Jahren zog er sich aus dem aktiven Traineramt zurück. Für sein jahrzehntelanges Engagement wurde Klemens Port mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Auch nach seinem Abschied vom Trainingsbetrieb blieb er dem Handball treu – regelmäßig besuchte er die Heimspiele der Drittligamannschaft und unterstützte die Spieler von der Tribüne aus. Mit seinem Einsatz, seiner Haltung und seinem Wirken galt Port vielen als Vorbild. Werte wie Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt prägten nicht nur seine Arbeit, sondern auch den Stil ganzer Spieler-Generationen, die unter seiner Anleitung aufwuchsen. Die Anteilnahme gilt seiner Familie und insbesondere den Angehörigen der Handballerfamilie im Saarlouiser Stadtteil Lisdorf. Ein Zitat des Schriftstellers Victor Hugo bringt die Verbundenheit vieler Weggefährten zum Ausdruck: „Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.“
Heimsieg für die Canes
Die Saarland Hurricanes haben am Samstagabend einen wichtigen Heimsieg in der German Football League eingefahren. Im Duell mit den Allgäu Comets setzte sich die Mannschaft aus dem Saarland vor heimischem Publikum mit 54:38 durch. Die Hurricanes zeigten dabei über weite Strecken eine konzentrierte und spielfreudige Leistung. Gegen das punktstarke Team aus Kempten gelang es der Offensive, kontinuierlich Akzente zu setzen und sich früh einen Vorsprung zu erarbeiten. Auch in der Defensive zeigte sich die Mannschaft über weite Strecken stabil und fand in den entscheidenden Momenten die richtigen Antworten. Mit dem Erfolg gegen die Comets festigen die Saarländer ihre Position im Mittelfeld der Südstaffel und verschaffen sich Luft im Kampf um eine gute Ausgangslage für die zweite Saisonhälfte.
Der nächste Spieltag führt die Saarland Hurricanes am 19. Juli erneut ins heimische Hermann-Neuberger-Stadion, wo die Berlin Rebels zu Gast sein werden.