Experten-Rat
Sorge um Pflegeversicherung
Der Experten-Rat „Pflegefinanzen“ hat ein Update seines Konzepts zur Pflege-Plus-Versicherung vorgestellt. Zum Start der Bund-Länder-Arbeitsgruppe schlägt das unabhängige Gremium eine obligatorische, kapitalgedeckte Zusatzversicherung vor, die pflegebedingte Eigenanteile in der stationären Versorgung absichert. „Uns läuft die Zeit davon, die Pflegeversicherung für die Babyboomer-Generation vorzubereiten“, warnte der Vorsitzende Prof. Jürgen Wasem. Die Beiträge seien generationengerecht kalkuliert, sozial flankiert und sofort umsetzbar. Kinder wären beitragsfrei versichert, Rentner zahlten nur die Hälfte. Für 20-Jährige läge der Monatsbeitrag bei 44 Euro, für Ältere bis zu 64 Euro, je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Mit Eintritt ins Rentenalter halbiert sich der Beitrag. Die Versicherung soll auch als Gruppenvertrag in Betrieben möglich sein. Der Experten-Rat betont, die Pflege-Plus-Versicherung könne die Finanzierung langfristig stabilisieren und Eigenanteile sozial abfedern. Mitglieder des Rats sind Prof. Christine Arentz (TH Köln), Prof. Thies Büttner (Uni Erlangen-Nürnberg), Constantin Papaspyratos (Bund der Versicherten) und Prof. Christian Rolfs (Uni Köln). Die Politik müsse nun zügig handeln, um drohende Finanzierungslücken in der Pflegeversicherung zu schließen.
Renault Symbioz wird zum Mitsubishi Grandis
Mitsubishi bringt den Grandis zurück. Wenn der Wiedergänger nach über zehn Jahren Pause im Herbst erneut in den Handel kommt, wird aus dem Van allerdings ein SUV für die Mittelklasse, teilt der Hersteller mit. Preise werden noch nicht genannt. Genau wie die Modelle Colt oder ASX ist auch der Grandis eine für Europa entwickelte Übernahme der Konzernschwester Renault und wird dort mit anderem Design, aber identischer Technik als Symbioz verkauft. Für Mitsubishi haben die Partner Front und Heck des 4,41 Meter langen Geländewagens retuschiert, die Renault-Tugenden aber gewahrt. So gibt es dem Hersteller zufolge analog zur Schwestermarke ein digitalisiertes Cockpit auf Google-Basis sowie ein variables Innenleben mit verschiebbarer Rückbank. Und 443 bis 1.455 Liter Kofferraum stehen parat. Für den Antrieb übernehmen die Japaner einen 1,3 Liter großen Mild-Hybriden mit 103 kW/140 PS oder bieten einen Vollhybriden an. Der kombiniert einen 1,8-Liter von 80 kW/109 PS mit einer 15 kW/20 PS starken E-Maschine und kann zumindest auf Kurzstrecken von wenigen 100 Metern auch rein elektrisch fahren. (dpa)
„Kann Windeln wechseln“
Tennis-Legende Boris Becker ist nach eigenen Angaben gut vorbereitet auf die Geburt seines fünften Kindes. „Natürlich kann ich Windeln wechseln! Auch Fläschchen zubereiten. Ich habe bei meinen Söhnen alles gemacht. Ich bin bestens vorbereitet auf mein fünftes Kind“, sagte der 57-Jährige der „Bild“-Zeitung. Boris Beckers Frau Lilian de Carvalho Monteiro ist im vierten Monat schwanger. Die Geburt des gemeinsamen Kindes erwartet das Paar Mitte Dezember, wie der frühere Tennisstar aus Leimen in der Nähe von Heidelberg im Podcast „Becker Petkovic“ erzählte.
Auch Beckers Kanzlei bestätigte, dass die 34-Jährige Lilian ein Kind erwartet. Das Geschlecht des Kindes weiß das Ehepaar nach Beckers Angaben noch nicht. Und das soll erst einmal auch so bleiben. (dpa)
Wenn der Rechner keine Luft mehr bekommt
Schon bei 30 Grad können Rechner schlappmachen, insbesondere wenn es sich um schlecht gewartete oder auch verschmutzte Geräte handelt, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Röhrt der Lüfter oder fühlt sich das Notebook an wie ein heißer Stein, schränkt man Rechenprozesse möglichst ein. Das bedeutet im Klartext: So wenig Programme wie möglich gleichzeitig nutzen. Die Nutzung von rechenintensiven Programmen und Games oder das große Daten-Backup sollte man besser in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlagern. Statt auf weichen Kissen, Decken oder gar dem Körper sollten Notebooks besser wie am Schreibtisch auf einer glatten, ebenen Oberfläche stehen, die Durchlüftung zulässt. Man kann zwar auch spezielle Notebook-Unterlagen kaufen, in manchen sind sogar Lüfter eingebaut (Notebook-Kühler oder -Kühlpads). Eine Klimaanlage oder ein Ventilator verschaffen nicht nur hitzegeplagten Menschen, sondern auch glühenden Rechenmaschinen Erleichterung. Draußen arbeitet man mit einem Notebook am besten im Schatten. Mit der Zeit setzen sich Lüfter meist mit Staub zu, was die Durchlüftung von Desktop-PCs und Notebooks erschwert. (dpa)