Kunst auf Briefmarken
Superman fliegt per Post
Pünktlich zum neuen Superman-Film ist eine neue Sonderbriefmarke mit dem Superhelden erschienen. Sie ist ab sofort in einigen Postfilialen sowie im Online-Shop der Deutschen Post erhältlich. Am 10. Juli startete der Film mit David Corenswet in den deutschen Kinos. Nach Spiderman, Hulk, Black Widow, Iron Man, Captain Marvel und Black Panther ist Superman der siebte Held, der im Rahmen der Superhelden-Serie auf einer Briefmarke erscheint. Nach den Heldinnen und Helden aus dem Marvel-Universum ist Superman der erste aus der Welt des Konkurrenten DC. Die Briefmarke mit dem Portowert 95 Cent gibt es als nassklebenden Zehnerbogen. Die Auflage beträgt 1,6 Millionen Stück. Zusätzlich gibt es eine auf 1.000 Stück limitierte Goldedition. In Briefmarkenform gebracht wurde die Briefmarke vom Deutsche-Post-Grafiker Jan-Niklas Kröger in Abstimmung mit dem US-amerikanischen Verlag DC Comics. Ins Leben gerufen wurde Superman von dem Künstlerduo Jerome „Jerry“ Siegel (1914 bis 1996) und Joseph „Joe“ Shuster (1914 bis 1992). Zum ersten Mal war er am 18. April 1938 in „Action Comics #1“, einer DC-Heftreihe, zu sehen. Binnen kurzer Zeit avancierte Superman, der vom Planeten Krypton stammt und dessen Alter Ego Clark Kent als Reporter arbeitet, zum Symbol für Gerechtigkeit und Hoffnung und bereicherte damit die Popkultur.
Intendanz verlängert
Der Stiftungsrat der Stiftung Oper hat der Verlängerung der Verträge mit den beiden Co-Intendanten der Komischen Oper zugestimmt. Danach werden Susanne Moser und Philip Bröking das Haus als gleichberechtigte Doppelspitze bis 2032 weiterführen. Susanne Moser und Philip Bröking sind seit 2005 an der Komischen Oper tätig, seit August 2022 in der Funktion der Co-Intendantin beziehungsweise des Co-Intendanten. Moser und Bröking sehen in der Vertragsverlängerung „eine Bestätigung für unseren künstlerischen Kurs und Anerkennung für den Einsatz für die Komische Oper Berlin“. „Ich bin hocherfreut darüber, die erfolgreiche Arbeit mit Susanne Moser und Philip Bröking fortzusetzen. Sie haben in den letzten Jahren die Komische Oper künstlerisch wie wirtschaftlich zu neuen Höhen geführt und die großen Herausforderungen rund um den Umzug des Hauses in das Schiller-Theater gemanagt“, sagt die Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sarah Wedl-Wilson.
Kulturverführung vom 18. Juli 2025
Konzert: „In den grauen Morgenstunden, zwischen Zweifeln und Müdigkeit, finden die Lieder ihre letzte Form. Die Welt ist aus den Fugen. An den Schadstellen unserer Hoffnung suchen Melodien und Worte nach der richtigen Stelle. Lieder, die für die nächste CD/LP geprüft werden, an der die Band augenblicklich arbeitet; Lieder aus der gerade erschienen Solo-Live-CD; Lieder aus dem Fundus der letzten 52 Alben, getragen von sanften und bestimmten Tönen der Gitarren, Trompete, Bass und Akkordeon, Klavier und Trommeln spielen in den unwiederholbaren Stunden der Konzerte zum Tanz auf.“ So beschreibt der Musiker Wenzel seine Arbeit. Er will „das Leben feiern als Sieg gegen das Destruktive, gegen Kriege und Demagogie“. „Die Musik ist dabei ein treuer Gefährte“, sagt er. Wenzel bleibt sich treu und kümmert sich weder um Schubladen noch um modische Attitüden. Wer Wenzel erleben will, muss dafür am 16. August Berlin verlassen – aber nicht allzu weit. Uckermärkische Bühnen Schwedt, Berliner Straße 46 – 48, 16303 Schwedt/Oder, Informationen und Karten: www.theater-schwedt.de
Ausstellung: Ein einziges Haus kann die Geschichte einer ganzen Stadt erzählen – zumindest einen großen Teil davon. Das zeigt die Ausstellung „K52: Eine Berliner Hausgeschichte seit 1875“ des Museums Pankow in der Galerie der Kunststiftung K52. Als erstes Ost-Berliner Wohnhaus wurde das Mehrfamilienhaus in der Kollwitzstraße 52 im Dezember 1990 auf einer spektakulären Auktion versteigert. Die Auktion und der Widerstand der Mieterinnen und Mieter dagegen stehen symbolisch für die Probleme und Chancen auf dem Wohnungsmarkt seit 1990. Dennoch nahm die Entwicklung in diesem Haus einen besonderen Verlauf. Im Juli 1875 erfolgte nach nur 22 Monaten Bauzeit die Rohbauabnahme dieses Fünfgeschossers, der durch den Deutsch-Holländischen Actien-Bauverein errichtet wurde. Haus und Bewohnerschaft durchlebten in den vergangenen 150 Jahren viele Umbrüche. In der Ausstellung wird anhand originaler Objekte die Baugeschichte der Kollwitzstraße 52 und der Umgebung erzählt. Bewohnerinnen und Bewohner erinnern sich an das Leben in Prenzlauer Berg und in ihrem Wohnhaus vor der Versteigerung und dem Umbruch von 1989/90 bis in die Gegenwart. Galerie der Kunststiftung K52, Kollwitzstraße 52, 10405 Berlin, der Eintritt ist frei, Informationen: www.kunststiftung-k52.de
Kabarett: Stephen Kings „Es“ lebt – hat seine Niederlage gegen die kleinen Paschas vom Club der Verlierer gut überstanden und heißt heute Friedrich Merz. Das ist die Geschichte, die Reiner Kröhnert in seinem Programm erzählt. Kein anderer als der Altmeister des politischen Parodiekabaretts, ebenfalls 1,98 Meter groß, verkörpert Friedrich Merz so authentisch in Größe, Mimik und Sprache, versprechen die Veranstalter. Die Wühlmäuse, Pommernallee 2-4, 14052 Berlin, Informationen und Tickets: www.wuehlmaeuse.de Martin Rolshausen