Wehrlein entthront
Porsche-Pilot Pascal Wehrlein tat alles dafür, an den zwei Renntagen vergangenes Wochenende auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, um seinen Formel-E-Weltmeistertitel zu verteidigen. Und das viertletzte Rennen der Saison verlief großartig für den Sigmaringer. Hinter dem Neuseeländer Mitch Evans (Jaguar) fuhr der der 30-Jährige auf den zweiten Platz. Überdies verunfallte sein direkter Kontrahent um den WM-Titel, Engländer Oliver Rowland im Nissan, und konnte nicht punkten. Ins Sonntagsrennen ging Wehrlein dann sogar aus der Poleposition. Er führte längere Zeit, fiel dann jedoch bis auf Rang 18 zurück und konnte sich anschließend gerade noch zwei Slots vorarbeiten. Rowland dagegen fuhr ein sehr gutes Rennen und kam als Vierter hinter Sieger Nick Cassidy (Neuseeland; Jaguar) ins Ziel – gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Gewinn des Fahrertitels der Formel-E-WM. Bei den beiden ausstehenden Läufen am 26. und 27. Juli in London wollen Wehrlein und Porsche versuchen, wenigstens den Team-WM-Titel dingfest zu machen.
Thunder siegen in Köln
Die Niederlagenserie von Berlin Thunder ist beendet. In der European League of Football (ELF) mussten die Hauptstädter am 13. Juni bei den Cologne Centurions antreten. Im Kölner Südstadion hatten die sieglosen Hausherren keine Offensivpower vorzuweisen, einzig ein Safety gelang den Centurions im zweiten Viertel – also Punkte durch die Defensive. Thunder führten nach drei Vierteln bequem 45:2 und konnten danach austrudeln lassen. Die Berliner sind nun Dritte der ELF-Nordstaffel. Kölns desaströse Spielzeit in Zahlen: null Siege, acht Niederlagen, 43 erzielte und 484 kassierte Punkte. Thunder dürfen sich also vom Sieg nicht blenden lassen, wenn es am 20. Juli im Preussenstadion gegen Nordic Storm geht.
Protest abgewiesen
Falls nicht das DTTB-Sportgericht noch anders entscheidet, bleibt es dabei: Der TTC 1946 Weinheim ist Deutscher Tischtennis-Mannschaftsmeister der Frauen. Vor dem zweiten Finale in Weinheim hatten die Verantwortlichen des TTC Berlin Eastside Protest gegen die Austragung einlegt. Der Grund: die mit fast 39 Grad sehr hohen Temperaturen in der Halle. Einziger Haken: Anders als beim europäischen Verband ETTU gibt es beim DTBB nur Regeln betreffend zu kalten Hallen – nicht aber bei überhitzten. Logische Konsequenz: Der Protest wurde für unzulässig erklärt. Nach den verlorenen Auftaktdoppeln hatte Eastside zum 0:6 abgeschenkt, Weinheim hatte zuvor schon in Berlin gewonnen.
Neuzugang beim SC Potsdam
Johanna Schütte wird im August 18 Jahre alt und spielt gerade in Kroatien und Serbien bei der U19-Volleyball-Weltmeisterschaft. Zur neuen Saison wechselt sie vom VC Olympia Berlin zum SC Potsdam und läuft als eine der SCP-Zuspielerinnen in der Bundesliga auf. Da auch das Abitur noch ansteht, soll sie mitunter auch bei SCP II eingesetzt werden.
Basketball
„MDW“ nach Frankreich
Für zwei Jahre hatte er unterzeichnet, nach einem Jahr trennen sich nun schon die Wege von Will McDowell-White und Alba Berlin. Somit ist – nach Yanni Wetzell – nun auch der zweite Spieler, der über die Verbindungen von Ex-Alba-Guard Peyton Siva von den New Zealand Breakers nach Berlin gekommen war, auf dem Weg zu lukrativeren Futtertöpfen. Point Guard McDowell-White hatte herausragende Spiele mit den Albatrossen, tauchte in anderen aber auch komplett unter. Nun wechselt er zum französischen EuroCup-Team JL Bourg-en-Bresse. Damit sollten die Berliner sich nicht nur auf dem Markt für Big Men umschauen, auch die Spielmacher-Decke ist noch zu dünn.
Port mit Bestleistung
Bei den Deutschen Meisterschaften der U18 und U20 in Wattenscheid konnten die Athletinnen und Athleten des SV GO! Saar 05 Leichtathletik wieder teilweise herausragende Erfolge erzielen. Den Meistertitel im Hammerwurf bei den U20 sicherte sich Timo Port. Der Anführer der deutschen Bestenliste distanzierte in persönlicher Bestleistung von 74,63 Metern klar die Zweit- und Drittplatzierten Marius Numrich (67,01 Meter) und Matti Hummel (66,99 Meter). Bereits im ersten Versuch erzielte er mit 68,56 Metern eine Weite, die für Gold gereicht hätte. Im vierten Versuch überbot er erstmals in seiner Karriere und siegreich die 74-Meter-Marke. Bernabeu Walz (U18) erreichte mit dem Hammer mit 56,51 Metern exakt den angestrebten Platz sechs. Als Dritter der deutschen U20-Bestenliste startete Lucca Agostini über 400 Meter. Zwar gewann er seinen Halbfinallauf in 47,85 Sekunden, kam aber auch im Finale mit 47,79 Sekunden nicht an seine persönliche Bestzeit von 47,21 Sekunden heran und musste sich mit Platz fünf geschlagen geben. Luisa Jose startete über 100 Meter bei den U20. Die Qualifizierung für die Zwischenläufe gelang ihr zwar nicht, aber mit neuer persönlicher Bestleistung von 12,26 Sekunden konnte auch sie zufrieden sein.
Guter Auftakt
Der neue Cheftrainer des Handball-Drittligisten HG Saarlouis Jörg Lützelberger war nach dem 24:43 (11:24)-Testspiel-Sieg beim Regionalligisten HF Illtal durchaus zufrieden. Schon vieles von dem, was man in den ersten beiden Wochen an Inhalten besprochen habe, sei bereits in dieses erste Spiel eingeflossen.
Zu Beginn der Partie gegen die „Zebras“ in Uchtelfangen setzte Lützelberger auf die Erfahrenen in seinem Team. Und die machten vorne gleich mächtig Dampf, stellten mit viel Angriffstempo und überzeugenden Würfen schnell auf 4:12. Die „Zebras“ kamen nicht wirklich zum Zug, und wenn sie mal durchkamen, dann war da ja auch noch ein Daniel Schlingmann im Kasten, der ebenso wie sein Torhüter-Kollege Michel Fiedler in der 2. Halbzeit eine gute Leistung zeigte.
In der Folge sahen dann die Fans in der Uchtelfanger Sporthalle die ersten Ansätze eines neuen Angriffssystems der HG Saarlouis: das Spiel mit vier Rückraum-Akteuren und ohne Kreisläufer, wie es in der letzten Bundesliga-Saison der ThSV Eisenach „eingeführt hat“.
Und auch das lief phasenweise schon ganz gut. Vor allem Philipp Kockler zeigte sich sehr durchsetzungsstark.
Und Lützelberger sparte in der Folge auch nicht mit Wechseln, so kamen auch die „jungen Wilden“ zum Einsatz und zeigten, dass sie in Sachen Integration ins Team schon Fortschritte gemacht haben.
Mit dem deutlichen 11:24 wurden die Seiten gewechselt, und auch die Wechselspielchen in den Reihen des Drittligisten gingen so munter weiter, wie das Torewerfen. Klar gab es auch Fehler, auch in der Defensive ist natürlich noch deutlich Luft nach oben, aber die aggressive, offensivere Gesamtausrichtung der Abwehr in diesem Spiel brachte die Zebras durchaus mehrfach in Verlegenheit und sorgte für Ballverluste. Insgesamt gesehen ist der Test in Uchtelfangen als gelungen anzusehen.
Schon am Sonntag (20. Juli) steht dann der nächste Test auf dem Programm, wenn um 15.30 Uhr, Süd-Drittligist HG Oftersheim-Schwetzingen in der heimischen Stadtgartenhalle in Saarlouis gastiert.
Schwimmen
Waschi hält durch
Der saarländische Freiwasserschwimmer Andreas Waschburger hat erfolgreich die legendäre Tsugaru-Straße im Norden Japans durchquert – eine der härtesten Etappen der weltweiten Ocean‘s-7-Serie. Statt der selten geschwommenen 20-Kilometer-Kurzroute – eine Route, die nur unter äußerst seltenen Idealbedingungen zu bewältigen ist – und genau dort wurde der aktuelle Weltrekord aufgestellt – musste Waschburger wie die meisten Athleten auf die deutlich längere 30-Kilometer-Strecke ausweichen und aufgrund starker Strömungen letztlich eine Gesamtstrecke von 45 Kilometer zurücklegen. „Es war klar, dass es schwer wird auf der 50 Prozent längeren 30-km-Strecke Stevens Rekord zu schlagen. Ich bin dennoch stolz, dass ich die durch die extreme Strömung mehr als doppelt so weite Strecke in einer guten Zeit geschafft habe“, sagte Waschburger nach seiner Ankunft.
Mit diesem Finish hat Waschburger nun fünf von sieben Etappen der prestigeträchtigen Ocean’s -7-Serie erfolgreich absolviert. Bereits in vier Wochen wird er sich der nächsten Prüfung stellen: der Querung des Catalina Channels vor Los Angeles – ein weiteres extrem anspruchsvolles Teilstück auf dem Weg zur kompletten Serie. Die Ocean’s-7-Serie zählt zu den größten Herausforderungen im Freiwasserschwimmen. Weltweit haben bisher nur 38 Athleten alle sieben Strecken bewältigt.